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Von der Marwitz neuer CDU-Chef

Mandy Timm / 15.03.2010, 07:45 Uhr
Müncheberg Für den CDU-Kreisvorsitz gab es am Sonnabend nur einen Kandidaten: den Bundestagsabgeordneten Hans-Georg von der Marwitz. "Ich bin bereit, unsere Gemeinschaft zu führen", erklärte der in Vierlinden lebende Landwirt bei seiner Vorstellung vor der Wahl unter zunehmendem Beifall der Teilnehmer des Parteitags. Das Amt, so der 48-Jährige und bisherige Beisitzer im Vorstand, sei ihm bereits lange angetragen worden. Er forderte die Einheit der Märkischen CDU und die Mitglieder außerdem auf, "unsere Wertvorstellungen nicht nur im Herzen zu tragen."

Zuvor hatte es eine Kontroverse um die Zusammensetzung des neuen Vorstands gegeben. So hatten die bisherigen Mitglieder laut Satzung einen Vorschlag zur künftigen Zahl der Mitglieder zu unterbreiten und eine Verkleinerung vorgeschlagen. Letztlich blieb es jedoch bei der bisherigen Lösung mit vier Stellvertretern und zwölf Beisitzern. Neben Beate Blechinger, seit 2006 Vorsitzende des CDU-Kreisverbands, den bisherigen Stellvertretern Petra Dahms aus Beiersdorf-Freudenberg und André Schaller, zugleich Bürgermeister von Rüdersdorf, wurden Corinna Fritzsche-Schnick, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Neuenhagen bei Berlin, ihr Amtskollege aus Wriezen Reiko Heinschke und Thomas Weiske vom Stadtverband Strausberg vorgeschlagen. Im ersten Wahlgang setzten sich darauf hin André Schaller mit 66 und überraschend Corinna Fritzsche-Schnick mit 54 Stimmen durch. Reiko Heinschke kam im zweiten Wahlgang nicht weiter. Nach der dritten Runde lag Thomas Weiske deutlich mit 55 Stimmen vorn. Auf sein Durchkommen hatten auch etliche der Anwesenden getippt.

Teilweise Unmut kam darüber auf, dass Beate Blechinger, auf deren Unterstützung Hans-Georg von der Marwitz in seinem Vorstand gehofft hatte, dann im vierten Wahlgang noch einmal gegen Petra Dahms hätte antreten müssen. Diese hatte im dritten Wahlgang eine Stimme mehr als die bisherige Vorsitzende bekommen.

Sichtlich enttäuscht wandte Beate Blechinger darauf hin eine drohende Niederlage ab und verzichtete. Die Fredersdorferin erklärte gegenüber der MOZ, sich künftig auf ihre Arbeit als Landtagsabgeordnete zu konzentrieren und die neuen Freiräume unter anderem für die Familie nutzen zu wollen. Einige Teilnehmer bedauerten, dass der Kreisvorstand dadurch jetzt keinen direkten Draht mehr in die Landespolitik habe.

Als Schatzmeister fungiert künftig Olaf Kaupat aus Prötzel. Er forderte, dass die CDU bei künftigen Bürgermeisterwahlen wieder mit eigenen Kandidaten antreten müsse. Dies war zuletzt in mehreren Kommunen nicht der Fall.

Zum neuen Fraktionsvorsitzenden im Kreistag war am Freitag Kay Juschka aus Hoppegarten gewählt worden.

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