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Vogel kommt gegen Höhne ins Stechen

Ingolf BUNGE / 15.03.2010, 08:20 Uhr
Woltersdorf Amtsinhaber Wolfgang Höhne (parteilos) hat am Sonntag die absolute Mehrheit bei der Woltersdorfer Bürgermeisterwahl deutlich verpasst. Nach knapp 40 Prozent der Stimmen muss er sich am 28. März in einer Stichwahl mit Dr. Rainer Vogel (Grüne) messen, der ganz knapp auf Platz zwei (20,97 Prozent) kam. Die ausgeschiedenen Kandidaten wollen Vogel unterstützen.

"Jetzt kommen noch zwei anstrengende Wochen auf uns zu", sagte Wolfgang Höhne, der am Abend mit seinen zahlreichen Unterstützern im Restaurant Buen Gusto neben dem Rathaus zusammensaß. Die Stimmung wirkte gedrückt, als das Ergebnis eintraf. Höhne ist seit 20 Jahren im Amt. SPD, CDU und das Bürgerforum (WBF) unterstützen seine Wiederwahl. "Das Ergebnis war die unterste Kante, die möglich war", sagte der Bürgermeister.

Vor acht Jahren hatte er noch ein Ergebnis von 78,25 Prozent eingefahren, allerdings ohne Gegenkandidaten und bei einer Wahlbeteiligung von 36,35 Prozent. Die lag diesmal mit 54,75 Prozent deutlich höher.

"Ich bin sehr angenehm von der hohen Beteiligung überrascht", meinte Dr. Rainer Vogel. Das Ziel sei erreicht, dass sich die Bürger aktiv am Neugestalten der Gemeindeführung beteiligen - "und ich eine Chance habe, da mitzuwirken". Er trete zur Stichwahl am 28. März an. Grünen-Gemeindevertreter Jeroen Kuiper sprach von einer "sehr spannenden Entwicklung".

Mit nur sieben Stimmen Rückstand auf Vogel kam der jüngste Kandidat, Daniel Kämpfe (parteilos), auf Platz drei. "20 Prozent sind eine ordentliche Leistung", kommentierte der 27-jährige Politikwissenschaftler sein Abschneiden. Auch er könne sich eine Scheibe davon abschneiden, dass so viele Woltersdorfer zur Wahl gegangen sind. "Schade, dass es für die Stichwahl nicht gereicht hat."

Am längsten hatte das Auszählen der Briefwahl gedauert - die 540 Stimmen waren deutlich mehr, als in den acht Wahllokalen zu zählen waren. Ohne das Briefwahl-Ergebnis lag Daniel Kämpfe noch auf Platz zwei. Er bleibe der Woltersdorfer Kommunalpolitik erhalten, sagte er - "und ich kann guten Gewissens in der Stichwahl Herrn Vogel unterstützen."

Ähnlich äußerte sich auch der vierte Bewerber, Andreas Heinitz (parteilos): "Wir werden alles tun, dass Dr. Vogel Bürgermeister wird." Er bewertete seine 18 Prozent als "ordentliche Leistung für einen Newcomer", seine Enttäuschung halte sich in Grenzen. Auch Heinitz zeigte sich über die Wahlbeteiligung erfreut: "Fast 55 Prozent sind ein schöner Schritt für Woltersdorf; wir haben sie alle bewegt."

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