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Schnelle Abhilfe gefordert

Klagen über EDV-Probleme an der Gesamtschule

Olav Schröder / 19.09.2014, 06:50 Uhr
Panketal (MOZ) Anhaltende Probleme in der IT-Versorgung der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Gesamtschule in Panketal haben Schulleiter Jürgen Flegel auf den Plan gerufen, den Sozialausschuss einzuschalten. Seine Kritik führte zu einer langen Diskussion.

Bereits Anfang dieses Jahres sorgte ein Programmwechsel in der Informationstechnologie (IT) für reichlich Gesprächsstoff an der Schule. Viele Jahre war eine Software eingesetzt worden, die vor allem auch in der Privatwirtschaft in Gebrauch ist. Schulleiter Jürgen Flegel, der in dieser praxisnahen Vorbereitung auf das künftige Berufsleben einen besonderen Vorteil der Software sieht, hatte diese vom Barnim-Gymnasium nach Panketal gleichsam mitgebracht: An der Gesamtschule konnte sie zudem aufgrund eines IBM-Sponsorings günstig eingesetzt werden.

Mit einem Programmwechsel änderte sich die Situation: Landkreis und Schulverwaltung empfahlen allen Schulen den Einsatz einer einheitlichen Software, die auch in der Lehrerausbildung eingesetzt werde, begründete Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) damals das Ende der "Insellösung" für die Gesamtschule.

Für Jürgen Flegel hat sich der Umstieg nicht bewährt. "Der Datenschutz macht mich ganz unruhig", sagte er jetzt im Sozialausschuss. Die Schule tausche sich mit vielen Eltern per E-Mail aus. Dabei könne es auch um Schulversäumnisse oder andere Probleme von Schülern gehen. Die elektronische Klartext-Kommunikation beunruhige ihn. Der Schulleiter hatte statt dessen eine Software favorisiert, die einen Austausch zwischen Schülern, Lehrern und Eltern in einem geschützten elektronischen Bereich ermögliche.

Jürgen Flegel sieht es darüber hinaus als äußerst nachteilig an, dass Lehrer und Schüler mit der neuen Software nicht mehr von Zuhause aus kommunizieren können. Eine solche Möglichkeit wäre zum Beispiel bei kurzfristigen Unterrichtsausfällen hilfreich. Andere Probleme seien hinzugekommen. So sei über die Änderung von E-Mail-Adressen nicht informiert worden.

Der Schulleiter stieß damit im Ausschuss auf eine breite Ressonanz. Dass die Schwierigkeiten bislang nicht beseitigt wurden, verärgerte zum Beispiel Kämmerer Jens Hünger angesichts der sechsstelligen Investitionen der Gemeinde sowie der erhaltenen Fördermittel. Gemeindevertreter und sachkundige Einwohner mehrerer Fraktionen forderten die Verwaltung zur umgehenden Beseitigung der Probleme auf, notfalls auch mit Beteiligung Dritter. Wenn die Gemeinde die Trägerschaft für die Gesamtschule als weiterführende Schule übernommen habe, sagte beispielsweise Hendrik Müller von den Bündnisgrünen, "dann müssen wir uns auch kümmern". Eine Botschaft der Kommunalwahl im Mai sei es gewesen, dass einige Kandidaten aus Unzufriedenheit über die Schulsituation angetreten und auch gewählt worden seien, gab er zu bedenken.

Bürgermeister Rainer Fornell verwies darauf, dass in Kürze die dritte, neu geschaffene Stelle in der EDV-Abteilung der Gemeinde besetzt werde und damit der zunehmenden Bedeutung der Informationstechnologie Rechnung getragen werde. Der Schülerzugang sei freigeschaltet. Er schlug eine gemeinsame Runde mit den Mitarbeitern der Verwaltung vor.

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Anwohner 19.09.2014 - 11:03:06

Schüler sind in Panketal das Letzte

...denn die Probleme mit der IT in der Gesamtschule sind ja nun schon so alt und bekannt wie die ständig sinkenden Schülerzahlen. Erst baut die Gemeinde die Schule wür teuer Geld und dann fehlt es an den simpelsten Sachen. Unglaublich.

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