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Kreweliner suchen Fach-Leute

Hoffen auf breite Unterstützung: Edelgard Schley und Pfarrer Andreas Domke vor der Dorfkirche.
Hoffen auf breite Unterstützung: Edelgard Schley und Pfarrer Andreas Domke vor der Dorfkirche. © Foto: MZV
Martin Risken / 19.09.2014, 07:00 Uhr
Krewelin (MZV) Auf breite Solidarität der Kreweliner und der Liebhaber alter Gotteshäuser setzt Pfarrer Andreas Domke bei der Sanierung der Dorfkirche. Er hat daher gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat die Aktion "Fach-Leute" gestartet. Gegen Zahlung von mindestens 50 Euro kann jeder die Patenschaft für ein Fach an der Außenwand übernehmen.

Seit Mai werden Nord- und Ostgiebel erneuert, weil die tragenden Balken morsch waren und größere Schäden drohten. "Die tragenden Balken waren von Schädlingen befallen, sie drohten wegzubrechen", berichtete Domke. Hinzu kam, das Spritzwasser die Balken faulen ließ. Unter den strengen Augen des Denkmalschutzes mussten die Balken gegen neue aus Eiche und Kiefern ersetzt werden sowie die Zwischenräume größtenteils mit Lehm neu ausgefacht werden. Zum Schluss werden die Außenwände neu verputzt. Die Fachwerkfelder werden einen matt-weißen Anstrich bekommen. Allerdings soll die Kirche ganzheitlich neu angestrichen werden. Die Arbeiten werden von der Müncheberger Baugesellschaft mit Unterstützung der Firma Bähn-Bau ausgeführt.

Die jetzt laufenden Bauarbeiten sind die Fortsetzung der gleich nach der politischen Wende 1989 begonnenen Erneuerung der 1683 erbauten Fachwerkkirche, die von Gästen des in der Nähe vorbeiführenden Radweges Berlin-Kopenhagen gerne besucht werden. "Wir hatten schon Gäste aus Amerika und Australien. Wer erhalten immer wieder großes Lob für unser Gotteshaus", weiß die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Edelgard Schley, zu berichten. Damals wurde das komplette Dach erneuert. Vor fünf Jahren musste bereits der Westgiebel restauriert werden.

Die Finanzierung des rund 80 000 Euro teuren Sanierungs-Vorhabens war alles andere als einfach, die Kreweliner Kirchengemeinde mit ihren gerade einmal 100 Gliedern ging an die Grenze des Machbaren, viel Geld für anderes bleibt ihr nicht mehr. Immerhin werde das Budget nicht überschritten, was ja in Brandenburg keine Selbstverständlichkeit sei, wie Domke betronte.

Das Land Brandenburg, die Landeskirche und der Kirchenkreis konnten als Geldgeber gewonnen werden. Jeder zusätzliche Euro ist jetzt hoch willkommen. Mit einer Spende von mindestens 50 Euro kann jeder Pate werden. Die Patenschaft wird mit einer repräsentativen Urkunde besiegelt. Auf Wunsch erhält jede auch eine Spendenquittung.

Auf einem Bild der Kirche wird der Name des Paten oder der Patin in das jeweilige Fach eingetragen. Das Bild wird in der Kirche ausgestellt. Fach-Mann oder Fach-Frau kann werden, wer sich bei der Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Edelgard Schley, 03307 315152, bei Pfarrer Andreas Domke, 03307 2646, oder im Gemeindebüro, 03307 2153, meldet.

Den Abschluss der Arbeiten wollen die Kreweliner und ihre Gäste mit einem Festgottesdienst begehen, der am Sonntag, 26. Oktober, stattfinden wird. Anschließend soll rund um den Backofen weiter gefeiert werden. Altes Holz zum Heizen ist ja schließlich jetzt genug da, die ausgetauschten Balken wurden neben der Kirche gestapelt.

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