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FDP rückt von Kämpfes Wahlempfehlung ab

ESCHLEGELMILCH / 17.03.2010, 07:11 Uhr
Woltersdorf Im Vorfeld der Stichwahl für das Woltersdorfer Bürgermeisteramt - Termin 28. März - kommt offenbar noch mal Bewegung in den Wahlkampf: Jetzt distanziert sich der Ortsverband der FDP, jedenfalls in einem Punkt, von seinem Favoriten Daniel Kämpfe.

Die Freien Demokraten hatten, wie berichtet, im Vorfeld der Bürgermeisterwahl am vorigen Sonntag allen Woltersdorfern empfohlen, ihre Stimme dem parteilosen Kämpfe zu geben, der am Sonntag zwar unterlag, dem aber zur Stichwahl lediglich sieben Stimmen fehlten. Wie berichtet, hatte Kämpfe noch am Wahlabend erklärt, dass er für die anstehende Stichwahl Dr. Rainer Vogel von den Grünen unterstützen werde. Wie Kämpfe nun erfuhr, trägt die FDP seine Position in diesem Punkt nicht mit. Laut Daniel Kämpfe "handelt sich dabei um kein inhaltliches, sondern in erster Linie parteipolitisches Problem: Vogel wird von der Fraktion Die Linke unterstützt."

Aus parteipolitischer Sicht, so Kämpfe, könne er diese Entscheidung nachvollziehen, betont jedoch: "Für mich ändert das aber nichts an meiner persönlichen Ansicht, dass Dr. Vogel mit seinem Programm eher als Amtsinhaber Wolfgang Höhne meinen Zielen für mehr Transparenz und einer dienstleistungsnäheren Verwaltung entspricht. Dies bleibt auch weiterhin meine Empfehlung an die Wähler, die mich am 14. März gewählt haben." Eine Empfehlung der unterlegenen Bewerber für die Stichwahl sei immer ein Kompromiss. "Aber ohne eine Empfehlung möchte ich meine Wähler nicht lassen", sagt Daniel Kämpfe.

Der ebenfalls unterlegene Andreas Heinitz (parteilos) hatte, sich, wie Kämpfe, am Wahlabend noch vehement für Höhnes Stichwahl-Gegner stark gemacht: "Wir werden alles dafür tun, dass Dr. Vogel Bürgermeister wird." Am Montag ruderte Heinitz zurück - mit einer Falschaussage. Denn auf seiner Internetseite heißt es: "Heute habe ich in der Märkischen Oderzeitung gelesen, dass ich Dr. Rainer Vogel unterstützen würde. Das stimmt nicht, ich werde keinen der beiden Kandidaten unterstützen, weil sie von Parteien unterstützt werden und damit von Parteien abhängig sind", Gestern räumte Heinitz auf MOZ-Nachfrage ein: "Ich habe (am Wahlabend - d. Red.) ein bisschen was anderes erzählt. Das war eine Bauch-Entscheidung." Er wolle keine Grünen und keine Linken.

In seinem Unterstützer-Umfeld stößt dies nicht unbedingt auf Gegenliebe. "Das spielt Höhne in die Hände", sagte Peter Reschenberg: "60 Prozent wollen einen Wechsel." Im Ersten Wahlgang am Sonntag hatte der Bürgermeister knapp 40 Prozent der Stimmen erzielt.

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