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Treffsichere Strausberger

Prüfender Blick: der Strausberger Klaus Schultze im Starterfeld nach einer Schussserie Foto
Prüfender Blick: der Strausberger Klaus Schultze im Starterfeld nach einer Schussserie Foto © Foto: Dirk Schaal
Dirk Schaal / 19.09.2014, 23:26 Uhr - Aktualisiert 20.09.2014, 06:25
Strausberg (MOZ) Mit zweimal Gold und einer Silbermedaille kehrten die Bogenschützen Gabi und Klaus Schultze vom KSC Strausberg von Deutschen Meisterschaften zurück. Nun geht es demnächst zu den Ostdeutschen Meisterschaften in Glindow.

Vier Wochen nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklassen trat Gabi Schultze erneut bei der Deutschen Meisterschaft Frauen und Männer an die Schießlinie und gewann Silber.

Der ausrichtende Verein, der TSV Lindenberg, hatte alles getan, um den 80 Bogensportlern aus ganz Deutschland beste Bedingungen zu bieten. Das Wetter war am Ende besser als angesagt. Es gab immer wieder skeptische Blicke nach oben zu den tiefhängenden dunklen Wolken, aber zum Glück fiel kein Regen und es war einigermaßen warm.

Von Anfang an war Gabi Schultze bei den Frauen mit dem Recurve auf Medaillenkurs. Nach dem ersten Wettkampftag lag sie mit 598 Ringen auf Platz zwei, mit zehn Ringen Rückstand auf Rang eins, aber nur mit einem Ring Vorsprung vorm Drittplatzierten.

Der zweite Wettkampftag begann mit dem Schießen der dritten Meisterschafts-Distanz aus 50 Metern Entfernung. Die Strausbergerin schoss beachtliche 299 Ringe und verkürzte den Abstand nach vorn auf nur noch sieben Ringe. Der Vorsprung nach hinten betrug nun fünf und zwölf Ringe auf die Nächstplatzierten.

Dann eine Schrecksekunde für das Team Schultze beim ersten Pfeil auf 30 Meter. Der landete auf dem Spot darunter, also eine "Fahrkarte". Gabi Schultze hatte ihr Visier falsch eingestellt. Schnelles Erkennen der Ursache, Korrektur und noch zwei Treffer brachten dann nur 17 Ringe für die erste Passe. Jetzt hieß es kämpfen und diesen Fehlstart wieder wettmachen. Das klappte mehr als gut. Am Ende schoss sie mit 335 Ringen auf 30 Meter trotz Fehlschuss die zweitbeste Ringzahl aller 19 Starterinnen. Dabei waren viermal eine "30", 21 Zehner und 13 Neuner. Somit konnte sich die KSC-Sportlerin mit insgesamt 1232 Ringen den Silberrang sichern.

Auf das oberste Treppchen schaffte es Klaus Schultze bei den Deutschen Meisterschaften Bögen ohne Visier. Der Wettkampf fand in Berlin-Lichtenberg beim Bogensportverein SV Bau Union statt. Auf einem tadellos vorbereiteten Platz waren 123 Bogensportler aus allen Landesverbänden Deutschlands vertreten. Vom KSC Strausberg startete Klaus Schultze in der Altersklasse Ü45-Jagdbogen. Nach einem 5. Platz im vorigen Jahr sollte es diesmal ein Platz auf dem Podest werden.

Am ersten Tag starteten die Bogensportler mit den Entfernungen 50 und 40 Meter. Auf jede Distanz wurden 36 Pfeile, aufgeteilt in sechs Passen von jeweils sechs Pfeilen, auf die Scheiben geschossen.

Nach dem ersten Wettkampftag konnte der Strausberger sieben Ringe Vorsprung für sich verbuchen. Das war nicht viel. Deshalb war auch für den letzten Wettkampftag auf den Entfernungen 30 und 20 Meter volle Konzentration angesagt. Das war nicht so leicht, denn strömender Regen von Anfang bis fast zum Ende des Schießens beeinträchtigte die Teilnehmer. Trotzdem konnte Klaus Schultze durch eine starke Leistung den Vorsprung ausbauen. Bei den letzten 36 Pfeilen auf der 20-Meter-Distanz schoss er 322 von 360 möglichen Ringen und holte damit die Goldmedaille.

Nun steht als letzter Freiluftwettkampf in diesem Jahr die Ostdeutsche Meisterschaft in Glindow an. Insgesamt vier Schützen vom KSC Strausberg werden dort an den Start gehen. Darunter sind auch Gabi und Klaus Schultze.

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