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Biesenthaler Stadtverordnete stellen Bebauungsplan auf

Nahversorger plant Erweiterung

Olav Schröder / 23.09.2014, 07:55 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Erarbeitung eines neuen Bebauungsplans zur Erweiterung eines bestehenden Nachversorger-Marktes in Biesenthal hat die Stadtverordnentenversammlung Biesenthal auf den Weg gebracht. Zugleich soll die künftige Planung dafür Sorge tragen, dass sich der Bereich an der Kreuzung Eberswalder Straße und Bahnhofstraße nach den Vorstellungen der Stadt geordnet entwickelt. Die Fläche ist 0,76 Hektar groß.

Auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße befindet sich bereits ein Edeka-Markt. Für die Erweiterung des Marktes ist es allerdings erforderlich, den Bereich als Sonderfläche für den Einzelhandel auszuweisen und die dafür entsprechenden Vorgaben festzulegen.

Zwar läuft der Bebauungsplan auch unter dem Namen "Edeka". Die Ziele, die die Stadt mit der Planung verbindet, gehen jedoch über dieses Areal hinaus. So soll innerhalb des Planes auch ein Mischgebiet ausgewiesen werden. Somit kann dort nicht nur eine neue Wohnbebauung entstehen. Auch Gewerbebetriebe können sich ansiedeln, sofern sie das Wohnen nicht wesentlich stören. Ausgenommen sind davon Tankstellen oder auch Vergnügungsstätten.

Während die Erweiterungspläne des Nahversorgers feststehen, gibt es für die übrigen Flächen noch keinen Investor, sagte Bürgermeister André Stahl (Linke) in der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadt habe aber das Ziel, mit der Aufstellung des Bebauungsplans die Vorgaben für eine künftige Bebauung festzulegen.

Der kleinere Teil der Flächen gehört der Stadt selbst. Deshalb kam der Vorschlag, dass der private Vorhabenträger und die Stadt Biesenthal die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplans nicht - wie vorgesehen - zu gleichen Teilen tragen, sondern anteilsmäßig aufteilen sollten. Es liege im Interesse der Stadt, eine geordnete Entwicklung der gesamten Fläche festzuschreiben, erläuterte Stahl. Daher sei auch die Aufstellung der Bauleitplanung vor allem im Interesse der Stadt. Gegenwärtig wäre es möglich, dass in Anlehnung an die vorhandene Bebauung dort auch vier- oder fünfstöckige Bauwerke errichtet werden könnten.

Mit dem privaten Vorhabenträger wird ein sogenannter städtebaulicher Vertrag abgeschlossen, um die Durchführung der Planung, die anteilige Kostenübernahme und die Einhaltung der gestalterischen Vorgaben abzusichern. Der Vertrag liegt im Entwurf vor und wird noch einmal dem Hauptausschuss zur Entscheidung vorgelegt. Ein ursprünglicher Bebauungsplan, dessen Ziele nicht umgesetzt wurden, wurde zugleich aufgehoben.

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