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Fahrzeuge des Frankfurter Nahverkehrs bekommen neue Fahrscheinautomaten

Monatskarte im Bus kaufen

So sieht er aus: Projektmanager Christian Kuke präsentiert beim Tag für die Fahrgäste einen neuen Automaten.
So sieht er aus: Projektmanager Christian Kuke präsentiert beim Tag für die Fahrgäste einen neuen Automaten. © Foto: MOZ
Frank Groneberg / 23.09.2014, 20:22 Uhr
Frankfurt (MOZ) Die Busse der SVF werden ab November mit neuen Fahrscheinautomaten ausgerüstet. An diesen sind dann auch Zugfahrkarten erhältlich. Die Menüführung wird auf Deutsch oder auf Polnisch erfolgen. In den Straßenbahnen halten die neuen Automaten ab 2017 Einzug.

Diesen Moment hat sicher schon mancher regelmäßige Nutzer des Nahverkehrs erlebt: Er steigt ein und plötzlich schießt es ihm durch den Kopf: Verdammt, heute ist ja die neue Marke für die Monatskarte fällig. Was tun? An den Automaten in der Straßenbahn oder im Bus gibt es zwar Einzel-, Tages- und Gruppenfahrscheine zu kaufen, aber keine Marken für Zeitkarten. Diese werden nur im Kundenzentrum am Platz der Republik verkauft. Da bleibt nur, schnell dorthin zu fahren und zu hoffen, auf dem Weg ins Kundenzentrum nicht kontrolliert zu werden.

Mit dieser Zitterpartie ist ab November Schluss. Zumindest in den ersten Linienbussen. Denn die Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF) hat neue Fahrscheinautomaten gekauft, die deutlich mehr können als jene Kästen, die zurzeit in Bahnen und Bussen hängen. Und ab Mitte November sollen die ersten acht Busse mit diesen Automaten ausgerüstet werden. Laut Christian Kuke, Projektmanager bei der SVF, sind das zum einen ein Gelenkbus und drei Solobusse, die ganz neu gekauft werden, sowie vier weitere Busse, die bis dahin generalüberholt worden sind. Alle weiteren Busse folgen dann bis 2016. Und die Straßenbahnen bekommen die neue Technik ab dem Jahr 2017 - also mit der Inbetriebnahme der ersten von 15 neuen Niederflurbahnen.

"Die neuen Fahrscheinautomaten werden deutlich einfacher zu bedienen sein", sagt Christian Kuke. "Sie haben keine Tasten mehr, sondern ein Touchscreen-Bedienfeld. Die Menüführung ist vereinfacht worden, so dass unsere Kunden künftig schneller das gewünschte Produkt finden werden." Und was hier in der Grenzregion eigentlich längst Normalität sein sollte: Die Menüführung wird es sowohl auf Deutsch als auch auf Polnisch geben. Englisch ist allerdings bislang nicht vorgesehen.

"Der Verkauf von Zeitkarten über die Automaten ist eine ganz wichtige Neuerung", bestätigt der Projektmanager. Aber das ist noch nicht alles. "Wir werden über die neue Technik das gesamte Tarifangebot des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg anbieten", erklärt er. Dazu gehört dann beispielsweise auch das Brandenburg-Berlin-Ticket. Bezahlt werden kann dann nicht mehr nur mit Münzen, sondern auch mit den neuen Geldkarten und mit EC-Karten. Und etwas später soll es auch möglich sein, mit Smartphones zu bezahlen.

Beim Tag für die Fahrgäste konnte der erste Automat getestet werden. "Die Resonanz war gut", sagt Christian Kuke. "Wir haben einige Hinweise bekommen für Änderungen und Ergänzungen." Und er kündigt an: "Nach der Einführung werden wir auf jeden Fall eine Kundenbefragung durchführen."

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Marco Habeck 24.09.2014 - 17:22:57

Die SVF ist nicht die DB

Die Automaten der DB Programmierte ein Außerirdischer der mit dem Bediener Mensch nicht gerechnet hat. Leider hat die DB auch ein Monopol was die Aufstellung der Automaten in den von ihr verwalteten Bahnöfen betrifft. Die Schlange ist den VBB und der DB völlig egal, es zählen die 15% Profit beim Erlös an den Automaten. Der VBB hat hat kräftig geholfen mit der Strafgebühr von 40€. Man nennt so etwas Service am Kunden. Wer Frankfurt was guten tun möchte kauft seine Fahrkarten an diesen Automaten. So bleiben die 15% Provision in Frankfurt und nicht beim roten Riesen. In Frankfurt gab es einmal 4 Automaten von denen zwei übrig blieben. Anderen bleibt die Aufstellung von Automaten verwehrt. Diese Praxis prüft schon seit langen das Kartellamt.

Der Aufgeweckte 24.09.2014 - 13:33:49

Touchscreenfahrkartenautomaten

sicherlich eine tolle Sache ... wer aber die VBB-Automaten von den Bahnhöfen kennt und schon einmal 10 Minuten vor Abfahrt seines Zuges am Bahnhof eintreffend auf eine lange Menschenschlange vor diesen in der Bahnhofsvorhalle getroffen ist, um dann mit ständigem nervösen Blick auf die Uhr und von einem Bein auf das andere tretend gewartet hat, das Oma Luise endlich ihren Bezahlvorgang auslöst ... wenn dann noch der eingeschobene 10_Euro_Schein immer wieder ausgespuckt wird ..., der hat so seine Bedenken, wenn ein solch allumfängliches Multimediateil den Fahrgast zukünftig begrüßt. Nahverkehrsplaner sollten nicht aus den Augen verlieren, dass es auch Bus- und Straßenbahnfahrgäste gibt, die einfach mal nur ne Kurzstrecke fahren und per Knopfdruck ein Ticket dafür lösen wolen.

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