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Stadt begrüßt 609 Erstsemester mit traditionellem Empfang / 1000 Spritzkuchen versüßen Studienbeginn

Eins zu null für Eberswalde

Frischer Wind: Eberswalde begrüßt am Donnerstag auf dem Marktplatz 609 neue Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE). Friederike, Karoline und Madlena (v. l.) sind auch dabei.
Frischer Wind: Eberswalde begrüßt am Donnerstag auf dem Marktplatz 609 neue Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE). Friederike, Karoline und Madlena (v. l.) sind auch dabei. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Anna Fastabend / 25.09.2014, 18:58 Uhr - Aktualisiert 26.09.2014, 08:52
Eberswalde (MOZ) Mit 1000 Spritzkuchen, 120 Kilo Wildschweinbraten und 300 Litern Freibier aus dem Löwenmaul wurden beim Studentenempfang auf dem Marktplatz die 609 Neuankömmlinge begrüßt. Diese konnten sich an Ständen über Aktivitäten in der Stadt informieren.

Weltenbummler-Musik von Manu Chao und Brandenburger Regenwolken passen auf den ersten Blick so gar nicht zusammen. Dass beides aber wunderbar miteinander harmoniert, beweist der Studentenempfang am Donnerstagmittag. Dazu Freibier und kostenlose Leckereien wie Wildschweinbraten und Spritzkuchen locken Erstsemester, ältere Studenten, Hochschulpersonal und Einwohner. Denn am Bierschaum nippen und mit neuen Leuten ins Gespräch kommen, macht immer Spaß.

609 neue Studenten wurden am 25.09. 2014 an der HNE feierlich im Haus Schwärzetal immatrikuliert. Anschließend ging es zum Empfang der Stadt auf den Marktplatz. Hier gab es 300 Liter Freibier, 120 Kilo Wildschweinbraten und 1000 Spritzkuchen zur Begrüßung von der Stadt.
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Begrüßung der HNE-Erstsemester

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Hochschulpräsident Professor Wilhelm-Günther Vahrson freut sich, dass das Konzept seiner Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) gut ankommt:"Mit unserem Profil erreichen wir Leute nicht nur deutschlandweit, sondern auf der ganzen Welt."

Auch der Pakistaner Shahrukh Kamran (27) ist wegen eines einmaligen Studiengangs nach Eberswalde gekommen. Er fängt mit einem Bachelor an, in dem internationale Forstwirtschaft auf Englisch unterrichtet wird. In Eberswalde ist er nun seit einer Woche und wohnt im Studentenwohnheim in der Bernauer Heerstraße. Sein erster Eindruck ist gut. Nur mit den Busanbindungen ins Stadtzentrum ist er nicht zufrieden. "Die Busse fahren zu selten", sagt er.

Neu hier ist auch Martin Gülich (26). Er hat sich für den Masterstudiengang Regionalentwicklung und Naturschutz eingeschrieben. Seinen Bachelor in dem Ingenieurstudiengang Umweltschutz hat er in Bingen in Rheinland-Pfalz absolviert. "Zwischen Eberswalde und Bingen gibt es viele Parallelen. Beide Städte sind nicht besonders groß, beide liegen mitten im Wald", vergleicht der Student. Für die HNE hat er sich entschieden, weil er einzig hier im Master umzusatteln kann - von Technik in die Bildungsarbeit.

Seine Kommilitonin Lea Hildebrandt (23) hat er noch nicht kennengelernt. Sie hat sich aus ähnlichen Gründen für den gleichen Master entschieden. Auch sie möchte Umweltbildung studieren. Und später Kinder und Jugendliche in Naturschutz unterrichten. Dafür ist sie extra aus dem fast 900 Kilometer entfernten Freiburg gekommen. Ein neues Zuhause hat sie in einer Dreier-Wohngemeinschaft gefunden. Von ihren Mitbewohnern, die schon eine ganze Weile in Eberswalde studieren, kann sie sich so den ein oder anderen Stadt-Tipp abholen. Außerdem kümmern sich die höheren Masterstudenten um die Neuen. "Gestern haben sie für uns gekocht", erzählt die Studentin. Gespeist wurde dann im Garten ums Lagerfeuer. Auf den ersten Blick mag sie die Stadt. "Es gibt aber einen krassen Unterschied zu Freiburg. Anders als dort gibt es in Eberswalde viele leer stehende und verfallene Häuser", so Lea Hildebrandt.

Wer genug gefuttert hat, informiert sich. An Ständen stehen freundliche Leute unter anderem vom Technischen Hilfswerk, dem AStA (Allgemeiner studentischer Ausschuss), dem Hochschulsport und der Märkischen Oderzeitung Rede und Antwort. Überall gibt es etwas geschenkt. Der Beutel der MOZ habe sich über Jahre zu einem Sammlerstück gemausert, sagt die AStA-Vorsitzende Kathrin Müller-Rees (22). Sie hat bereits einen in grün und grau - und freut sich nun über ein blaues Exemplar. Den Vogel aber schießt die Wohnungsbaugenossenschaft ab: Für 300 künftige Mieter gibt es die erste Nettokaltmiete gratis.

Eine David-gegen-Goliathgeschichte gibt es dann auch noch zu berichten: Der Ersti Erik Stuller (19), ein Original-Berliner, hat der Hauptstadt den Rücken gekehrt. Und wohnt wegen der wunderbaren Landschaft jetzt in Eberswalde.

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