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Beim 10. Bad Freienwalder Gesundheitstag lud Besucher zum Ausprobieren und Experimentieren ein

Stressabbau beim Seife-Kneten

Probe gefällig? Am Stand einer Naturkosmetikfirma seiner Frau Andrea Pahmeier lässt Birger Hahnemann Sarah Schill eine Creme testen.
Probe gefällig? Am Stand einer Naturkosmetikfirma seiner Frau Andrea Pahmeier lässt Birger Hahnemann Sarah Schill eine Creme testen. © Foto: Andreas Karpe-Gora
Inga Dreyer / 28.09.2014, 19:35 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Von duftenden Ölen bis hin zu blutsaugenden Egeln: Der 10. Bad Freienwalder Gesundheitstag zeigte verschiedenste Anwendungen, Therapien und Produkte, die eines gemeinsam haben: Sie sollen dem menschlichen Körper gut tun.

"Jetzt machen Sie mal eine richtige Faust", fordert Andrea Pahmeier die vor ihr sitzende Besucherin auf. Diese schlägt auf einen runden Klumpen aus Fett und Lauge, bis er flach und geschmeidig ist. Andrea Pahmeier zeigt so, was für einen positiven Nebeneffekt Seife-Machen haben kann: Man baut Stress ab.

Nebenan verkauft die promovierte Biologin Produkte ihrer Naturkosmetik-Reihe Ticoché. Ob bei Wissenschaftstagen an Schulen oder beim Gesundheitstag: Ihr gehe es darum, kleine Alltagsphänomene zu erklären, sagt sie und erzählt, dass in Wasser aufgelöste Asche basisch sei. "Deshalb kann man damit so herrlich Fenster putzen."

Karin Gäbler, die eine Fußpflegepraxis im Kurmittelhaus betreibt, knetet weiter an ihrer Seife. Als Düfte hat sie Palmarosa, Orange und Lavendel ausgesucht. Als "etwas ungewöhnlich", schätzt sie das Ergebnis ihres Experimentes ein.

Während Andrea Pahmeier zum ersten Mal dabei ist, finden sich beim von der Bad Freienwalde Tourismus GmbH organisierten Gesundheitstag viele alte Bekannte wieder. Im Keller können Gäste ausprobieren, wie es sich anfühlt, im Moor zu kneten. Sie können ihren Fußdruck messen lassen oder sich über Hypnose informieren. Schlangen bilden sich dort, wo Blutdruck und Cholesterinspiegel gemessen werden können. Die Bad Freienwalderin Heilpraktikerin Ines Kalmutzke stellt ihre neuen Stress-Präventionskurse vor.

Heike Podlich, Mitarbeiterin der Bad Freienwalde Tourismus GmbH und Organisatorin des Gesundheitstags, zeigt sich zufrieden. "Wir nehmen immer wieder etwas Neues rein, dadurch wird es interessant." Für Jens Lüdecke, Geschäftsführer der Tourismus GmbH, liegt der Wert des Tages darin, dass Besucher das Haus kennenlernen und Hemmschwellen verlieren. Viele würden denken, man könne nur mit Rezept herkommen, erklärt er. Die Mitarbeiter des Kurmittelhauses und der Tourismus GmbH haben Kuchen gebacken und mitgebracht. "Wir wollen eine familiäre Wohlfühlatmosphäre schaffen", führt Lüdecke an.

Auch die Unternehmer, die ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen, profitieren von dem Tag, sagt Heike Podlich. Ansonsten gebe es für diese kleinen Anbieter kaum Möglichkeiten, sich zu präsentieren.

Am Ende des Ganges stellt Magdalene Westendorff kleine Tiere vor, mit denen die meisten Menschen eher unangenehme Vorstellungen verbinden. Während sie einen kleinen, dunklen Blutegel über ihre Hand kriechen lässt, erzählt die Heilpraktikerin jedoch, dass dieses Tier bei Gelenk- und Durchblutungsstörungen helfen kann. "Bayern München wäre ohne Blutegel gar nicht denkbar."

Waltrud Markmann aus Neureetz lässt am Stand von Hannelore Katzer den Feuchtigkeitsgehalt ihrer Haut messen. Danach nebelt ihr die Medizinprodukte-Beraterin das Gesicht mit einem Feuchtigkeitsspray ein. Ob es hilft, könne sie noch nicht sagen, erzählt die Besucherin. "Zumindest ist mir jetzt ganz warm."

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