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Ganz von den Büchern lassen kann sie nicht

Bibliotheks-Chefin a. D.: Evelin Adebahr.
Bibliotheks-Chefin a. D.: Evelin Adebahr. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 02.10.2014, 07:00 Uhr
Fürstenberg (MZV) Fürstenbergs Leseratten werden sie vermissen: Evelin Adebahr ist am Mittwoch als Leiterin der Fürstenberger Bibliothek verabschiedet worden.

Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) und Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Friedrich (CDU) dankten ihr für ihr Engagement. Als vor Jahren die Frage im Raum stand, ob die Bibliothek weiterbestehen kann, sei es dem ehrenamtlichen Engagement Adebahrs und ihrer Mitstreiter zu verdanken gewesen, dass die Einrichtung in ihrer Existenz gesichert wurde. "Dank ihr haben wir eine absolut authentische, nette, geordnete Bibliothek", sagte Philipp.

Dabei sei die Arbeit in einer öffentlichen Bibliothek auch für sie Neuland gewesen, gesteht die so gelobte studierte Bibliothekarin. "Ich komme ja eher aus dem Bereich der Wissenschaft", so Adebahr.

Von einem Wechsel in den Ruhestand mag sie nicht recht sprechen. Im Prinzip sei sie das auch schon vorher gewesen. "Wenn man jetzt alles zusammenrechnet, komme ich auf fast 50 Berufsjahre." Mehr Zeit als bisher für sich selbst und ihre Familie wird sie natürlich dennoch künftig haben. Verstärkt werde es sie unter anderem nach Berlin ziehen. Das kulturelle Angebot der Hauptstadt habe es ihr angetan. Außerdem leben dort auch zwei Enkelkindern. Dann gibt es da noch das Kino in Neustrelitz und den heimischen Garten. "Mir fällt schon was ein."

Die Bücher werden sie aber voraussichtlich nicht nur im Privaten weiter begleiten. "Ich habe angeboten, die Fürstenberger Bibliothek weiterhin zu unterstützen, sollte der Bedarf bestehen, nur nicht stark eingebunden wie bisher."

Die Leitung der Fürstenberger Bibliothek wird indes von einer Fachfrau übernommen, die in der Region keine Unbekannte ist. Irina Schulz, die Granseer Bibliothekarin, wird diese Aufgabe übernehmen und stundenweise auch in der Wasserstadt präsent sein. Kommende Woche soll sie offiziell vorgestellt werden. An den gewohnten Öffnungszeiten soll sich jedoch nichts ändern. Für Schulz sei die Fürstenberger Bibliothek kein Neuland, sind die drei Bibliotheken des Mittelbereichs Gransee, Zehdenick und Fürstenberg doch bereits eng verwoben, betonte Philipp. So formen sie den Bibliothekenverbund Oberhavel Nord. Zehdenicker Leser können so beispielsweise auch Literatur aus Fürstenberg ausleihen und umgekehrt.

Die Entwicklungsgesellschaft Regio Nord fungiert als Träger der Fürstenberger Bibliothek, die Stadt bezuschusst sie dafür jährlich mit rund 12000 Euro.Unter anderem wurde dieses Geld bislang verwendet, um Adebahrs geringfügige Stelle zu finanzieren sowie für Neuanschaffung von Literatur.

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