Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zwischen Dotterblumen und Talwasserscheide

© Foto:
DKLEMENTZN / 05.05.2008, 08:23 Uhr
Waldsieversdorf Bei idealem Wetter und lautem Vogelsang wanderten am Sonnabend mehr als 40 Naturfreunde unter Leitung von Gästeführerin Silvia Plötz durch das Rote Luch. Der MOZ-Wandertag endete mit einem Quiz und Linsensuppe.

Viele alte Bekannte konnte die MOZ-Lokalredaktion zum diesjährigen Mai-Wandertag in Waldsieversdorf begrüßen. Willi Zickermann aus Strausberg zum Beispiel ließ es sich trotz Krankheit nicht nehmen, Familie Karlson gehört auch schon fest dazu. Andere waren das erste Mal dabei oder, besonders einige aus Hoppegarten und Hönow, erst vom vorigen Wandertag angeregt, wieder da. Den kürzesten Weg hatte Michael Köppe (53) aus Bremen, denn er macht gerade in Waldsieversdorf Urlaub und lässt kaum eine Vogelstimmen- oder Kräuterwanderung aus.

Diesmal hat Gästeführerin Silvia Plötz ihre Wahlheimat Waldsieversdorf und Rotes Luch vorgestellt. Viel wusste sie zur Geschichte der 1253 gegründeten Ansiedlung zu berichten. Der Gesche-Hof, 1662 erstmals erwähnt, wurde auch gestreift. Schon am Naturschutzgebiet Tiergarten umfing die Teilnehmer nur noch pure Natur. Eine Feuchtwiese, übersät von Sumpfdotterblumen, lockte die Naturfotografen zu Makro-Aufnahmen.

Silvia Plötz erzählte von der einstigen Feldbahn derer von Flemming, die ihre Feldfrüchte zur Ostbahn transportierte. Helmut Günsel entdeckte mit dem Feldstecher einen Graureiher, auch ein Roter Milan kreiste abseits am Himmel. Im Roten Luch befindet sich die Grenze zwischen dem Barnim und dem Lebuser Land, zweier eiszeitlich geformter Höhenzüge. Das Fließ in der Mitte ist mit Förderung Friedrichs II. um 1800 gegraben worden. Nach der Quelle, die aus beiden Höhenzügen gespeist wird, scheidet sich das Wasser und fließt sowohl der Ostsee als auch der Nordsee zu.

Doch bis zu dieser Talwasserscheide führte Silvia Plötz die Wandergruppe nicht. Zum einen bitten Naturschützer darum, zum anderen hätte dies mit allen ausführlichen Erläuterungen vermutlich bis zum Abend gedauert. So trafen am Mittag alle am Lindenplatz zum Schlag Linsensuppe und zum Quiz über das soeben Gehörte ein. Mindestens die Hälfte hatte alles richtig.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG