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Biesenthals Bürgermeister legt Mandat im Januar 2015 nieder / Bruch (CDU) und Siebenmorgen (Linke) werfen ihre Hüte in den Ring

Zwei potenzielle Stahl-Nachfolger

Sabine Rakitin / 09.10.2014, 07:50 Uhr
Bernau/Biesenthal (MOZ) Am kommenden Montag tritt André Stahl (Linke) sein neues Amt als Bürgermeister von Bernau an. Vorerst bleibt er auch noch ehrenamtlicher Bürgermeister von Biesenthal. Doch in Bernaus Nachbarstadt werfen bereits die ersten potenziellen Nachfolger ihren Hut in den Ring.

Zum 31. Januar 2015 will André Stahl sein Mandat als Bürgermeister in Biesenthal niederlegen. Fast 25 Jahre war der 43-Jährige dann ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig - als Stadtverordneter. Elf Jahre leitete er den Biesenthaler Hauptausschuss, acht Jahre war er Bürgermeister und sechs Jahre Vorsitzender des Amtsausschusses von Biesenthal-Barnim. "Wenn's am schönsten ist, soll man ja bekanntlich gehen", sagt Stahl augenzwinkernd. Die Stadt, die er seinem Nachfolger hinterlässt, ist wirtschaftlich, kulturell und politisch gut aufgestellt.

Gleich zwei Männer haben bereits angekündigt, neuer Bürgermeister von Biesenthal werden zu wollen: Dirk Siebenmorgen (Linke) und Carsten Bruch (CDU). Beide fungieren zurzeit als Stellvertreter des Bürgermeisters. Siebenmorgen ist der erste Vize, Bruch der zweite. Beide sind in der Stadt fest verankert - und bekannt.

Zur Wahl stellen müssen sie sich in der Stadtverordnetenversammlung, denn deren Mitglieder bestimmen das neue ehrenamtliche Stadtoberhaupt. Damit ist das Rennen um den Chefsessel im Biesenthaler Rathaus völlig offen. Sechs Mandate im Stadtparlament haben die Linken, fünf hat die CDU. Die SPD verfügt über zwei Sitze, die Grünen haben ebenfalls zwei Sitze und das Bündnis für Biesenthal (BfB) ist mit drei Mandaten vertreten. Während die SPD zur CDU tendiert und die Bündnisgrünen wohl eher zu den Linken, dürften die drei BfB-Stadtverordneten letztlich das Zünglein an der Waage werden.

Sei es wie es sei: "In der Stadtverordnetenversammlung ist der Generationswechsel bereits vollzogen", stellt Noch-Bürgermeister Stahl fest. Und mit dem Christdemokraten Bruch sowie dem Linken Siebenmorgen haben sich gleich zwei Kandidaten gefunden, die zu dieser jüngeren Generation gehören und "bereits erhebliche kommunalpolitische Erfahrungen als Stadtverordnete mitbringen", sagt er. "Ich bin ganz optimistisch, dass der Übergang - wer auch immer mein Nachfolger wird - ohne jegliche "Schleifspuren' von statten gehe wird".

Gefragt danach, was sie als Erstes tun würden, wenn sie denn Bürgermeister in Biesenthal werden sollten, antwortete Dirk Siebenmorgen am Donnerstag: "Wir werden nicht alles anders machen, aber Einiges besser, beispielsweise die Stadtverordneten insgesamt noch stärker einbeziehen". Carsten Bruch indes bemerkte spontan: "Ich werde zusehen, dass ich ganz schnell in die Schuhe passe, die da stehen bleiben ..."

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B. Meißner 11.10.2014 - 13:45:43

Gekungel um die Stahl- Nachfolge in Biesenthal

Zwei Kandidaten, die bei den letzten Kommunalwahlen für die Bürgermeisterwahl in Biesenthal nicht zur Wahl standen, werfen ihren Hut in den Ring. Wenn es rechtens sein sollte, daß die Entscheidung darüber allein in der Biesenthaler SVV getroffen werden darf, dann darf sich das Wahlvolk wiedereinmal hinters Licht geführt fühlen. Alles scheint bereits jetzt abgekatert zu sein. Ein Herr Siebenmorgen als zweiter LINKER ist uns als ewiger Verweigerer der Gebührenfinanzierung im WAV bekannt. Herr Bruch will es dem Herrn Stahl nachmachen, indem er in dessen Schuhe schlüpfen möchte.- Und um welchen Preis sollen nun die übrigen Stadtverordneten in Biesenthal ihr Mandat hergeben?- Es lebe diese Demokratie, die das Wahlvolk nicht verstehen muß!

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