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Kaminfeuer setzt Gebäude in Kagel in Brand / Sechs Wehren im Einsatz

Flammen zerstören Wohnhaus

Manja Wilde / 09.10.2014, 22:06 Uhr
Kagel (MOZ) Ein Wohnhaus in der Erknerstraße in Kagel ist am Mittwochabend ausgebrannt. 56 Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren löschten über Stunden den Brand. Die Familie, die sich in dem Gebäude befand, bemerkte das Feuer selbst, rief die Helfer und brachte sich in Sicherheit. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Über den entstandenen Sachschaden lagen Polizei und Feuerwehr am Donnerstag noch keine Informationen vor. Die Erknerstraße war während des gesamten Einsatzes gesperrt.

Um 19.23 Uhr ging der Alarm ein, sagt Grünheides Gemeindewehrführer und Einsatzleiter, Norman Elsner. "Wohnungsbrand", stand auf dem Pieper. "Als wir dort ankamen, haben wir erst einen Schornsteinbrand vorgefunden", sagt Norman Elsner. Doch die Flammen fraßen auch an anderer Stelle weiter, steckten die Zwischendecke in Brand und züngelten hinter der Holzverschalung der Giebelwand des Hauses, beschreibt der Feuerwehr-Chef die Lage.

Die Einsatzkräfte nahmen Dachsteine auf und schnitten die Giebelwand auf, um an die Brandherde zu gelangen. "Das war sehr zielführend", sagt Norman Elsner. Gelöscht wurde mit Wasser aus den Löschfahrzeugen und vom Hydranten. Denn obwohl das Wohnhaus dicht am Elsensee steht, gibt es genau dort keinen Wasserzugang, sagt der Gemeindewehführer.

Ausgelöst wurde das Feuer nach ersten Erkenntnissen durch den Kamin. "Die Familie hat ihn geheizt wie immer", sagt Polizeisprecher Stefan Möhwald. Dennoch sei nach kurzer Zeit ein merkwürdiges Gurgeln zu hören gewesen. "Der Sohn der Familie hat den Brand als erster bemerkt", fügt Norman Elsner an. Der Junge stand im Bad, als plötzlich das Licht ausging. Weniger später kamen die Sicherungen und dann drang schon Rauch aus der Wand. "Gut, dass die Familie noch wach war und den Rauch bemerkt hat", sagt Elsner.

Gegen 22 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. 22.30 Uhr konnten sie den Einsatz beenden. Wehren aus Kagel, Grünheide, Kienbaum, Herzfelde und Zinndorf sowie die Drehleiter aus Erkner waren vor Ort. Nach Elsners Angaben ist das Haus derzeit nicht bewohnbar. Mitglieder der Kageler Feuerwehr prüften kurz nach Mitternacht und am Donnerstagmorgen noch einmal mit einer Wärmebildkamera, ob Glutnester zurückgeblieben waren.

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Tony 10.10.2014 - 10:25:19

Das hätte böse enden können.

Zum Glück wurden keine Menschen verletzt. Das ist der Horror, ein Brand im eigenen Haus. Trotzdem sollte über die Ursachen von Schornsteinbränden nachgedacht werden. Im Schornstein sammelt sich Glanzruß, nur unter bestimmten Bedingungen. Nämlich bei unvollständiger und schlechter Verbrennung. Beim Dauerschwelen und Verbrennen ungeeigneter Brennstoffe und nassen Holz. Wenn ich da an die vielen neuen Feuerstätten denke, deren rußverschmierten Schornsteine uns in der Heizperiode das Atmen schwer machen....

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