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500 Gäste besichtigten Baustellen

Baustelle 1: Detlef Börold (l.) erläutert Besuchern den Stand der Arbeiten in der Schlosskirche, in deren Bau rund 2,4 Millionen Euro gesteckt worden seien. Zum Jahreswechsel sei dort ein "Baustellenkonzert" geplant. Als Fertigstellungstermin sei der 31.
Baustelle 1: Detlef Börold (l.) erläutert Besuchern den Stand der Arbeiten in der Schlosskirche, in deren Bau rund 2,4 Millionen Euro gesteckt worden seien. Zum Jahreswechsel sei dort ein "Baustellenkonzert" geplant. Als Fertigstellungstermin sei der 31. © Foto: moz
Detlef Klementz / 12.10.2014, 19:46 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Der 1. Bürgerackermarkt auf dem Areal von Gutshaus und einstigem Schloss hätte am Sonnabend besseres Wetter und ein paar mehr Besucher verdient. Reges Interesse gab es an Baustellenbesichtigungen.

Als Moderator Joel Heilmann Punkt 12 Uhr die Premierenveranstaltung eröffnete und die Buchholzer Gruppe Die Vanhillies zu spielen begann, hatte der Himmel gerade mal wieder seine Schleusen geöffnet. So suchte denn gerade mal eine Handvoll Besucher unter Zeltdächern Schutz.

Glücklicherweise hörte der Regen zwischenzeitlich auf. Damit kamen auch mehr Besucher. Einige versuchten sich am Stand des Freundeskreises Kirche am Altlandsberger Bier, andere probierten bei der Fördergesellschaft Schlossgut Altlandsberg Schlosswein oder kauften Kristallprismen für vier bzw. acht Euro das Stück zur Finanzierung des Kronleuchters in der Schlosskirche.

Wer mal einen Blick in das Innere werfen und auch den Fortgang der Restaurierungsarbeiten am benachbarten Brau- und Brennhaus in Augenschein nehmen wollte, der war bei Schlossgut-Projektleiter Wolfram Seyfert und Koordinator Schlossgut Detlef Börold gut aufgehoben.

"Bis 17 Uhr waren wir mit fast 500 Besuchern auf den Baustellen unterwegs", resümierte Börold.

An der Schlosskirche wird demnächst das restliche Außengerüst fallen. Auf dem Dach würden nur noch acht Quadratmeter Ziegel fehlen", sagte er und zeigte den Fortschritt der Arbeiten im Innern. Silvester wird demnach ein "Baustellenkonzert" stattfinden. Die Gerüste würden nämlich dann noch bleiben, da ein zwischenzeitlicher Abbau "rund 100 000 Euro" kosten würde. Bis zum 31. März 2015 soll laut Börold alles fertig sein. Dann könne der 400 Plätze passende Bau für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt werden.

Eine Silvesterfeier ist auch im benachbarten Brau- und Brennhaus geplant. Auch dort werde es dann noch etwas provisorisch zugehen, erklärte der Koordinator, während er mit den Besuchern im künftigen Festsaal mit seinen 120 Plätzen steht. So werde die Küche zur Jahreswende noch nicht fertig sein. "Da greifen wir auf Catering zurück."

Detlef Börold erläutert, wie die anderen Räumlichkeiten genutzt werden und wie der angrenzende Domänenhof gestaltet werden soll - von der Heizzentrale über ein Sauna-Areal und eine Pension mit gut 30 Zimmern bis zu einem Hofladen und kleinteiliges Gewerbe. Börold geht ganz kurz auch noch auf den geplanten Lustgarten und den nicht weit entfernten Bürgeracker ein, den Namensgeber der Veranstaltung.

Aber wirklich nachgefragt war das zwölf Hektar große Areal am Sonnabend nicht. Abgesehen von Vereinsmitgliedern hätten nur wenige Gäste den Acker sehen wollen, wusste Projektleiterin Jana Degenkolb. Für anfangs 75 Euro pro Jahr können Einzelne auf 50, Familien auf 100 Quadratmetern ab Frühjahr 2015 dort gärtnern.

Die Eggersdorferin Gerda Karow wollte einfach nur bummeln. Sie war nicht die Einzige, die die knapp 20 Stände "etwas dürftig" fand und Markttreiben vermisste. Bürgermeister Arno Jaeschke gab sich gelassen: "Das war eine Premiere, wir lernen noch und werden uns im nächsten Jahr steigern."

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M.P. 13.10.2014 - 19:37:56

Realisten gesucht

Das Bautermine nicht gehalten werden, vor allem wenn es sich um Restaurierung historischer Bauten handelt, oder gar wie das Brau- und Brennhaus, um Aufbau aus uralten mit Bäumen zugewachsenen Restmauern, ist logisch und sollte eingeplant werden. Übertriebener Ehrgeiz kostet nur und nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen. Damit ein Haus für öffentliche Veranstaltungen freigegeben wird, bedarf es der Genehmigung der unteren Baubehörde. Welche Anstrengungen sind nötig, um trotz Ausnahmegenehmigungen ein Minimum dafür zu erfüllen? Sicherheitsvorschriften, Zuwege, beheizte Räume, zivilisierte Toilettenanlagen, Parkmöglichkeiten, was kostet das unserer Stadt wieder zusätzlich, obwohl wir uns schon mit Haushaltsperre und Kreditaufnahme befassen müssen. So langsam wird es peinlich, mir als Altlandsberger jedenfalls.

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