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Pastorin Cordula Heilmann und ihr Mann Friedrich nach 18 Jahren in Erkner verabschiedet

"Ein jegliches hat seine Zeit"

Bis zuletzt im Dienst der Gemeinde: Friedrich Heilmann spielte auch beim Abschiedsgottesdienst für seine Frau Cordula (4. von rechts) Gitarre.
Bis zuletzt im Dienst der Gemeinde: Friedrich Heilmann spielte auch beim Abschiedsgottesdienst für seine Frau Cordula (4. von rechts) Gitarre. © Foto: MOZ/Eggers
Joachim Eggers / 12.10.2014, 21:18 Uhr
Erkner (MOZ) In der überfüllten Genezareth-Kirche haben Hunderte Erkneraner am Sonntag mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Empfang im Luthersaal Abschied von Pastorin Cordula Heilmann und ihrem Mann Friedrich genommen. Nach 18-jährigem Wirken in der evangelischen Kirchengemeinde geht die Pastorin aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand und zieht in den nächsten Tagen mit ihrem Mann in die Nähe von Rostock.

Der Superintendent des Kirchenkreises stellte das Bibelwort "Ein Jegliches hat seine Zeit" in den Mittelpunkt seiner kleinen Ansprache vor der Entpflichtung der Pastorin. Für diesen förmlichen Akt bat er ausdrücklich auch Friedrich Heilmann in den Altarraum. Schürer-Behrmann würdigte den unablässigen Einsatz der Pastorin: "Viele haben das Gefühl gehabt, in Deinen Tagen steckt mehr Zeit als in normalen Tagen", sagte Schürer-Behrmann unter zustimmendem Raunen.

Dass sich hier Ungewöhnliches vollziehe, war auch das Leitmotiv der Ansprache von Bürgermeister Jochen Kirsch. Er werde beim Aufzählen der Verdienste von Cordula und Friedrich Heilmann gewiss einiges vergessen, baute er vor. "Sie haben die Kirchengemeinde in den Mittelpunkt des Lebens gerückt. Sie waren immer zur Stelle, wenn man Sie brauchte, und Sie erfüllten Ihre Aufgaben mit großer Bescheidenheit." Kirsch hob - wie später der katholische Pfarrer Josef Rudolf - die prägende Rolle des Ehepaars bei der Aufarbeitung von Erkners vergessener jüdischer Geschichte hervor und erwähnte auch Friedrich Heilmanns Engagement in Sachen Tourismus. Kirsch sprach über den Aufbau des neuen Gemeindezentrums und sagte: "Wenn ich heute hier so viele junge Gesichter sehen kann, so ist dies das herausragende Verdienst von Cordula und Friedrich Heilmann." Pfarrer Rudolf erinnerte an die ökumenischen Gottesdienste und erzählte von seinen Einblicken in den prallen Terminkalender der Pastorin. An der Seite von Kristina Jögi, ihrer Amtsschwester aus der estischen Partnergemeinde, verließ Cordula Heilmann die Kirche und hatte am Ausgang für jeden der vielen, die ihr Lebewohl sagten, ein freundliches Wort bereit.

Anfang Januar soll ihr Nachfolger Carsten Schwarz die Pastorenstelle in Erkner antreten; bis dahin behilft sich die Gemeinde selbst.

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