Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Beeskower Geher wird U-23-Zweiter über 30 Kilometer bei den Deutschen Meisterschaften in Gleina

Hagen Pohle holt sich Vize-Titel

Ein Trio an der Wendemarke: Nils Brembach, Hagen Pohle und Christopher Linke (von links) gingen den Großteil der Strecke bei der DM in Gleina zusammen.
Ein Trio an der Wendemarke: Nils Brembach, Hagen Pohle und Christopher Linke (von links) gingen den Großteil der Strecke bei der DM in Gleina zusammen. © Foto: Philipp Pohle
Roland Hanke / 14.10.2014, 22:40 Uhr
Beeskow/Gleina (MOZ) Der Beeskower Hagen Pohle hat sich bei den Deutschen Meisterschaften im Gehen seine sechste Medaille in diesem Jahr gesichert. Er wurde in Gleina in der U23 Zweiter über 30Kilometer hinter Nils Brembach, seinem Trainingkollegen vom SC Potsdam.

Mit der Vize-Meisterschaft zeigte sich Hagen Pohle am Ende zufrieden. "Aufgrund des wegen meiner derzeit intensiven Ausbildung bei der Bundespolizei in Kienbaum geringeren Trainingsumfangs ist das in Ordnung", sagt der 22-Jährige, der in diesem Jahr auch seine Europameisterschafts-Premiere bei den Männer über 20 Kilometer (Platz 15) in Zürich feierte.

"In Gleina wurde es zum Schluss hin, so ab der 20. Runde, richtig anstrengend. Da war ich dann allein auf der Strecke", erklärt der Beeskower. Bis dahin war er in der Gruppe mit seinen Potsdamer Vereinskollegen Nils Brembach (am Ende auch Sieger über 50 km) und Christopher Linke gegangen. "Wir lagen gut in der Zeit. Dann erhöhten beide das Tempo und ich wollte mitgehen. Das hat mir zu viel Kraft geraubt, so musste ich abreißen lassen." Linke stieg später dann ganz aus.

Für Hagen Pohle, der auch dem SV Preußen Beeskow und dem SSV Rot-Weiß Friedland angehört, war es der letzte Wettkampf im Gehen dieses Jahres im Freien. Vielleicht kommt im Dezember noch der eine oder andere Wettkampf in der Halle hinzu. In der Region ist er allerdings bereits am Sonnabend wieder zu sehen, wenn er beim Schlaubetal-Marathon an den Start geht. Dort feierte er seine Halbmarathon-Premiere im Schlaubetal. Zuvor war er diese Strecke bereits einmal im Jahr 2009 gelaufen. "Der Lauf im Schlaubetal ist mal eine willkommene Abwechslung. Es macht Spaß, dort zu laufen", sagt der Beeskower, der dabei "nicht ganz hinten" ankommen will.

Insgesamt schätzt er das Jahr 2014 aus seiner Sicht als "ganz gut" ein. "Von der Europameisterschaft in Zürich hatte ich mir angesichts der beiden sehr guten Wettkämpfe davor etwas mehr ausgerechnet. Alles andere lief etwa so, wie ich mir das vorgenommen hatte", sagt Hagen Pohle. So wurde er Deutscher Juniorenmeister im 20-km-Straßengehen und 10000-m-Bahngehen, bei den Männern Deutscher Meister Mannschaft (mit deutschem Rekord) sowie Vize-Meister im Einzel (beides über 20km). Den Vize-Titel holte er auch im 10000-m-Bahngehen. Als Erfolg kann er zudem den 7.Platz bei der IAAF Race Walking Challenge im spanischen La Coruna verbuchen.

Und seine Ziele für 2015? "Es wäre schön, wenn ich das Ticket für die Weltmeisterschaften Ende August in Peking lösen könnte", sagt Hagen Pohle. "Doch das wird schwer und eine knappe Geschichte - vor allem weil ich die Norm dafür bis zum 30.Mai gegangen sein muss." Dass es eng wird, hat mit seinem wichtigsten Vorhaben im nächsten Jahr zu tun - dem Abschluss seiner Ausbildung bei der Bundespolizei. "Ich hoffe, dass ich am 20.Februar dann Polizeimeister werde", sagt der Beeskower, der wieder seit dem 25.August in Kienbaum büffelt. Jeden Tag rund acht Stunden im Unterrichtsraum, im Anschluss dann einige Stunden in der Unterkunft. Und zeitlich darin eingebettet ist auch das Training, so rund zwei Stunden am Tag. In dieser Woche stehen bereits einige Prüfungen auf dem Plan.

Da ist dann auch der Wunsch nach Abwechslung an den Wochenende zu verstehen. Wenn die Zeit da ist, geht der Fan der Berliner Eisbären zum Eishockey und zu den Handball-Spielen von Rot-Weiß Friedland in der Verbandsliga Süd. Dies hatte er auch zuletzt direkt nach seinem Wettkampf in Gleina getan, als er die Friedländer beim Punktspiel in Luckenwalde tatkräftig anfeuerte. "Ich habe mich sehr über den 31:29-Sieg unserer Rot-Weißen und damit die Festung der Tabellenführung gefreut", sagt Hagen Pohle. "Es macht Spaß, den Handballern zuschauen. Die Mannschaft spielt in dieser Saison bisher recht gut, kann sich in den Partien auch gut auf unterschiedliche Situation einstellen und kämpft vor allem bis zum Schluss."

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG