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Sechsmal Landrats-Pokal geholt

Besonderes Metier für die Vereine: Angeln am Kanal und an der Oder. Auch aus diesen Gewässern wird manch großer Brocken an Land gezogen.
Besonderes Metier für die Vereine: Angeln am Kanal und an der Oder. Auch aus diesen Gewässern wird manch großer Brocken an Land gezogen. © Foto: Stadtanglerverband Schwedt
Michael Manthey / 20.05.2016, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Angelvereine gehören zu den zahlenmäßig stärksten Vereinen der Uckermark. Die Mitglieder betreiben auch Umweltpflege und oft ein reges Vereinsleben. Der Uckermark-Anzeiger stellt die Arbeit des Kreisanglerverbandes Angermünde/Schwedt und seiner Vereine vor.

Der Stadtanglerverband Schwedt/Oder ist mit seinen zwölf Vereinen der offizielle Dachverband der organisierten Schwedter Angler, der sich 2014 als ehemaliger Kreisanglerverband Schwedt mit dem KAV-Angermünde zum Kreisanglerverband Angermünde-Schwedt vereint hat. Dies wurde notwendig, da 2014 zwei der größeren Vereine, die Ortsgruppe Schwedt 1922 und der SAV Kuhheide der Schwedter Anglerschaft den Rücken gekehrt hatten und sich dem Prenzlauer Kreisverband angeschlossen haben. Derart zahlenmäßig geschwächt beschlossen die verbliebenen Vereine, den Status als selbstständiger Kreisverband aufzugeben und sich fortan als Stadtanglerverband dem KAV Angermünde anzuschließen.

Als Bereich Schwedt des gemeinsamen neuen KAV Angermünde-Schwedt nehmen wir aber auch weiterhin spezifische Aufgaben des KAV in Schwedt wahr, bedingt durch die andersartige Gewässercharakteristik und die spezielle Situation bei der Angelausübung im Nationalpark. Aus bitterer Erfahrung haben wir auch die Führung des Verbandes nun nicht mehr nur an eine Person gebunden, sondern haben mit den Angelfreunden Siegmund Fitzner und Michael Manthey eine Doppelspitze etabliert, die geschäftsführend zusammen mit zwei weiteren Vorstandsmitgliedern die Geschicke des Stadtanglerverbandes leiten. Wir versuchen mit vielfältigen Gemeinschaftsveranstaltungen dem interessierten Angler abwechslungsreiches Vereinsleben zu bieten, kümmern uns mit Besatz und Säuberungsaktionen um die von uns betreuten Gewässer Briesensee, Torfloch, Igelpfuhl und Langer Pfuhl. Neben der Beseitigung von Hinterlassenschaften unserer "zivilisierten Gesellschaft" gehören dazu auch schon mal Reparaturen an Wasserregulierungssystemen und die Beräumung umgestürzter oder, wie erst kürzlich, illegal gefällter Bäume.

Unsere Vereine hegen teilweise intensive Partnerbeziehungen zu Vereinen in den Alt-Bundesländern, in Mecklenburg-Vorpommern und in Polen.

Das Angeln hat in Schwedt mit seinem Wasser- und Fischreichtum eine lange Tradition. Wenn wir auch durch die Festsetzung eines Großteils unseres Angelrevieres als Nationalpark erhebliche Einschränkungen hinnehmen mussten und dem allgemeinen Trend folgend nur noch weniger als 20 Prozent der Mitglieder von vor 25 Jahren in den verbliebenen Vereinen organisiert sind, so ist es uns doch gelungen, den Bestand eines Schwedter Verbandes zu sichern, Traditionen beizubehalten und durch neue Veranstaltungen zu bereichern.

Insbesondere das damalige Wettkampfangeln - heute zeitgemäß als Hegefischen durchgeführt - hatte in Schwedt schon immer eine Hochburg. Neben einigen DDR-Meistertiteln und der Ausrichtung des "Internationalen Pokals der sozialistischen Länder" wurde im Jahr 1990 die letzte DDR-Meisterschaft im sportlichen Angeln nach Schwedt vergeben und im Trubel der Wende-Zeit erstmals durch einen Verein, der BG-PCK Schwedt (heute SFV 1960 Schwedt), ausgerichtet. Diese Sport-Tradition wird bis heute fortgesetzt. So konnten zum Beispiel 2012 und 2015 der Landestitel des LAVB im Einzelangeln und im Jahr 2013 sogar im Einzel- und im Mannschaftsangeln errungen werden. Geprägt von dieser Tradition finden auch unsere Gemeinschaftshegeangeln an heimischen Gewässern auf hohem anglerischem Niveau statt. Dies zeigt auch der Vergleich mit anderen Kreisanglerverbänden der Uckermark, konnte doch der bereits neunmal ausgetragene Pokal des Landrates davon allein schon sechsmal in Schwedt verbleiben.

Sehr beliebt sind unsere alljährlichen Team-Veranstaltungen mit jeweils rund 60 Teilnehmern, der Schwedter Oderpokal und das Ernst-Metzke-Gedenkangeln, bei denen der Zuspruch so groß ist, dass die Teilnehmerzahl sogar begrenzt werden muss.

Neu am Stadtanglerverband ist auch, dass nun Angelfreunde direkt im Verband (ohne traditionellen Umweg über einen Verein) Mitglied werden können. Damit eröffnet sich ihnen die Möglichkeit, neben allen Verbandsgewässern auch alle Vertragsgewässer des Landesanglerverbandes zu beangeln und bestimmte Angelberechtigungen im Odergebiet zu Vorzugspreisen zu erhalten. Eine zeitgemäße Lösung, erschweren doch flexible Arbeitszeiten und Mobilitätanforderungen im Berufsleben ein traditionelles Vereinsleben. Beitragsentrichtung per Bank und Zusendung der Angelberechtigungen per Post können Alternativen sein.

Unser Stadtanglerverband beteiligte sich im Vorjahr auch am erstmals in Schwedt durchgeführten "Agenda-Diplom", einer Ferienveranstaltung für Kinder. Auch in diesem Jahr werden wir wieder zwei Termine anbieten, an denen wir Kinder in Theorie und Praxis an das Angeln heranführen wollen. Wir würden uns über ein ebenso großes Interesse wie im Vorjahr sehr freuen.

Ausführliche Informationen und Kontakt, auch zu Vereinen, unter www.kreisanglerverband-schwedt.de - die erste Folge der Serie war am 4. Mai erschienen.

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