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Heimspiel für Marco Böttche

Rosen für den "Kronprinzen": Marco Böttche wird Mitte Januar 2015 Amtsdirektor Rolf-Dietrich Dammann beerben.Dammann dessen Erbe an
Rosen für den "Kronprinzen": Marco Böttche wird Mitte Januar 2015 Amtsdirektor Rolf-Dietrich Dammann beerben.Dammann dessen Erbe an © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 15.10.2014, 04:32 Uhr
Buckow (MOZ) Der künftige Amtsdirektor im Amt Märkische Schweiz heißt Marco Böttche. Im ersten Durchgang wählte ihn der Amtsausschuss am Montag zum Nachfolger von Rolf-Dietrich Dammann. Dammann scheidet mit Ende seiner Wahlperiode im Januar 2015 aus dem Amt.

Ein Buckower löst im Januar einen Buckower ab. Diese mehrheitliche Entscheidung haben am Montag die Mitglieder des Amtsausschusses Märkische Schweiz getroffen. Mit acht von elf Stimmen gaben sie dem gegenwärtigen Fachbereichsleiter Bürgerdienste/Bau und stellvertretenden Amtsdirektor Marco Böttche den Vorrang unter 19 Bewerbern.

Allesamt besaßen sie die nötigen Zugangsvoraussetzungen und erhielten am Abend überdies die Chance, sich und ihre Ziele in drei bis fünf Minuten vorzustellen. Für einige der Beteiligten, wie sich später im Gespräch herausstellte, ein ungewöhnliches Verfahren, was aber als faire Chance verstanden wurde.

Zehn der Bewerber hatten dieses Angebot angenommen, einer sich laut Amtsausschussvorsitzendem Reiner Donath entschuldigt. Sie waren sowohl aus der Stadt bzw. der näheren Umgebung bis Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern zu dieser weichenstellenden Sitzung in die Rosenstadt gekommen, darunter vier Frauen.

Anne Heller beispielsweise, die laut Wahlvorstand Dirk Siebenmorgen hinter Marco Böttche die meiste Stimmenzahl erreicht hatte. Die 44-jährige Anwältin, die mit Mann und Kind seit sechs Jahren in Rehfelde lebt, sah als Schwerpunkte ihrer Arbeit u. a. die Schaffung kommunalen bezahlbaren Wohnraums, eine bessere Vorbereitung der nächsten Generation auf die digitalen Herausforderungen oder die engere Verzahnung der Asylbewerber in das Leben im Amt.

Ambitionen zeigten auch die ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Bad Saarow sowie für die Funktion qualifizierte Mitarbeiterinnen aus verschiedenen benachbarten Verwaltungen. Vertrauen, Transparenz, Herausforderungen wie weniger zur Verfügung stehende Finanzen und demographischer Wandel waren Stichworte, die nahezu alle Bewerber mit ihren Vorstellungen versahen.

Mit Jens-Uwe Bock stellte sich dem Amtsausschuss zudem ein ehemaliger Mitarbeiter vor. Von 1994 bis 2000 hatte er in Buckow als Bauamtsleiter gewirkt, war später Amtsdirektor in Ketzin und Bürgermeister in Baden-Württemberg. Lange Verwaltungserfahrung und Qualifikation hatte auch Stefan Richter als Leiter Fachbereich Bürger- und Ordnungsangelegenheiten von Teterow vorzuweisen. Er kam zudem aus einer touristisch vergleichbaren Gegend, der Mecklenburgischen Schweiz.

Auch der derzeit in zweiter Wahlperiode agierende Rolf-Dietrich Dammann reihte sich in die Bewerberrunde ein - wohl wissend und deutlich aussprechend, dass er jene aus Altersgründen nicht bis zum Ende würde ausüben können.

Langfristig vorbereitet auf diesen Posten hat sich hingegen Marco Böttche, der seit 22 Jahren in der Amtsverwaltung agiert. "Sie kennen mich, meine Arbeit, wie ich auftrete, zusammenarbeite, motiviere", schickte er voraus und kündigte an, unbedingt weiter an der Transparenz von Verwaltungshandeln zu arbeiten, sich leidenschaftlich einzubringen, miteinander auf Augenhöhe zu agieren.

Nachdem er bereits im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt, Beifall und herzliche Wünsche empfangen hatte, machte es Marco Böttche kurz: "Jetzt muss geliefert werden", sagte er. Er nehme die Wahl an und freue sich auf gemeinsames Arbeiten, Zuhören, Lernen, Reifen.

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