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Zentrale Pausenhalle und zusammenlegbare Klassen- und Gruppenräume zeichnen den Erweiterungsbau in Zepernick aus

Entwurf für Fünf-Millionen-Investition

Neben dem Altbau der Zepernicker Grundschule (rechts) ist die Errichtung des Schulerweiterungsbaus geplant.
Neben dem Altbau der Zepernicker Grundschule (rechts) ist die Errichtung des Schulerweiterungsbaus geplant. © Foto: Renner Architekten Berlin
Olav Schröder / 24.10.2014, 07:50 Uhr
Panketal (MOZ) Nach dem derzeitigen Planungsstand wird der festgesetzte Kostenrahmen für die Erweiterung der Zepernicker Grundschule eingehalten. Mit 4,9 Millionen Euro liegt die Investition unter den maximal vorgesehenen fünf Millionen Euro.

Der freistehende Neubau soll auf dem Schulgelände an der Möserstraße neben dem Altbau errichtet werden. 15 Klassenräume entstehen in dem zweigeschossigen Gebäude mit einer Fläche von insgesamt rund 2700 Quadratmetern. Ein Zugang erfolgt von der Möserstraße aus, das Schulgebäude ist jedoch wie die bestehenden Häuser über den gemeinsamen Schulcampus zu betreten. Südlich des Neubaus, in Richtung Triftstraße, werden die Stellplätze für Mitarbeiter angelegt.

Charakteristisch seien die zentrale Pausenhalle und die vier Lerncluster, erläuterte Architekt Detert Renner den Entwurf im Ortsentwicklungsausschuss. Prinzip der Lerncluster sei es, dass Klassen- und Gruppenräume dank flexibler Wände oder Sichtfenster je nach Unterrichtsanforderung auch zusammen genutzt werden können.

Von der Pausenhalle im Erdgeschoss führt eine breite Treppe mit Sitzstufen und Oberlicht in die obere Etage. Die Halle kann somit als Forum auch für Vorführungen, Schulveranstaltungen oder als Treffpunkt genutzt werden. Die Schule ist barriere- und schwellenfrei, das Obergeschoss kann mit dem Aufzug erreicht werden. Aus Diebstahl- und Brandschutzgründen sind die Garderoben für die Schüler in den Klassenräumen. Alle Fenster erhalten Außenrollos als Sonnenschutz und Verdunklung.

Für den Fahrradstellplatz am Giebel des Neubaus zur Schulhofseite sind gegenwärtig keine Überdachungen vorgesehen. Südlich des Neubaus, an der vom Schulhof abgewandten Seite, sind die von der Möserstraße aus zu erreichenden Stellplätze für die Mitarbeiter vorgesehen. Von dort ist auch der Fahrradstellplatz zu erreichen.

Insbesondere stehen am Montag in der Gemeindevertretersitzung noch zwei Zusatzentscheidungen an. Zum einen steht der Einbau einer Lüftungsunterstützung zur Abstimmung. Wird ein Fenster geöffnet, schaltet sich im Gebäudeinneren automatisch ein Ventilator zu, der einen beschleunigten Luftaustausch und damit eine verstärkte Sauerstoffzufuhr ermöglicht. Eine aufwendige Be- und Entlüftungsanlage ist nicht vorgesehen. Auch die Nutzung von Abwärme nur für das neue Schulgebäude lohne sich nach Auskunft der Planer nicht, sollte jedoch bedacht werden, wenn es um die Gesamtversorgung des Komplexes geht. Im Ortsentwicklungsausschuss fand die mechanische Lüftungsunterstützung trotz der dringenden Empfehlung von Bauexperten und Pädagogen keine Mehrheit. Der Sozialausschuss plädierte dafür.

Bei der zweiten Entscheidung geht es um eine Ziegelfassade. Diese wird von beiden Ausschüssen als attraktive und robuste Fassadengestaltung empfohlen. Sigrun Pilz (CDU) regte an, für die endgültige Entscheidung Musterziegel vorzulegen.

Nachfragen gab es im Hinblick auf die verbleibende Außenfläche für Schüler. Aufgrund des Grundstückzukaufs verringere sich der Anteil für die Schüler nicht, so Fachbereichsleiter Stefan Kadatz. Hendrik Müller (Bündnisgrüne) zeigte sich "überrascht" über die Größe des Neu- im Vergleich zum Altbau.

Jochen Bona (Unabhängige Grüne) hielt den Standort für eventuell künftige Kfz-Reservestellflächen im hinteren Bereich des Areals für ungeeignet. Eine Überdachung der Fahrradstellplätze wurde von mehreren Ausschussmitgliedern angesprochen ebenso wie eine überdachte Fußwegverbindung zwischen den einzelnen Schulgebäuden.Heike Eisenmann, sachkundige Einwohnerein für die CDU/FDP-Fraktion, wies mit Blick auf die Inklusion auf erforderliche Rettungseinrichtungen beispielsweise für Rollstuhlfahrer hin.

Unterm Strich sprachen sich sowohl der Ortsentwicklungs- als auch der Sozialausschuss klar für die Annahme des Entwurfs aus.

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