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Pausenhof der Erich-Kästner-Grundschule wird feierlich eingeweiht / Es gibt viele neue Spielangebote

Kinder stürmen Bolzplatz

Jeder will zuerst: Die meisten Jungs wollen auf dem neuen Ballsportplatz ihre Pause verbringen. Damit es keinen Streit gibt und jeder dort mal Fußball spielen darf, haben die Klassensprecher einen Belegungsplan erarbeitet.
Jeder will zuerst: Die meisten Jungs wollen auf dem neuen Ballsportplatz ihre Pause verbringen. Damit es keinen Streit gibt und jeder dort mal Fußball spielen darf, haben die Klassensprecher einen Belegungsplan erarbeitet. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Anna Fastabend / 06.11.2014, 06:45 Uhr
Schwedt (MOZ) Die Sanierung des Schulhofes der Erich-Kästner-Grundschule ist abgeschlossen. Drei Klassensprecher und Bürgermeister Jürgen Polzehl pflanzen am Mittwoch zur Einweihung eine Zierkirsche. Die Vorschläge der Schüler wurden bei der Neugestaltung berücksichtigt.

Es klingelt zur Pause und die 270 Schüler der Erich-Kästner-Grundschule stürmen am Mittwochvormittag auf ihren neugestalteten Pausenhof. Noch vor der Eröffnungsrede rennt eine Gruppe Jungs zum frisch errichteten Ballsportplatz, um eine Runde Fußball zu spielen. Die Mädchen und Jungen haben den Schulhof bereits vor der offiziellen Einweihung in Besitz genommen, verrät Schulleiterin Martina Kobs.

Ein Neuruppiner Architekturbüro entwarf das neue Gesicht des Pausenhofs, eine Schwedter Gärtnerei baute ihn um. Die Arbeiten erstreckten sich zum Großteil über die Sommerferien. Als die Schule wieder begann, wichen die Kinder in der Pause auch auf den Schulgarten aus.

"Das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagt Bürgermeister Polzehl. Wo sich früher alte Bodenplatten gen Himmel hoben und zur Stolpergefahr für die Kinder wurden, erstreckt sich heute eine glatte Betonfläche. Statt einer einfachen Rasenfläche zum Bolzen und vom Hausmeister aufgemalten Spielfeldern gibt es nun einen Sportplatz mit Kunststoffbelag, auf dem neben Fußball auch Basketball gespielt werden kann. Falls es dort mal eng wird, können Schüler auf einen zusätzlichen Basketballkorb ausweichen oder einen Rundlauf um die neue Tischtennisplatte veranstalten. Auch an diejenigen, die mit Ballsport nichts am Hut haben, ist gedacht worden. Auf dem hinteren Teil des Hofes steht auf einer Sandfläche eine große Kletteranlage.

Auf die Sanierung ihres Pausenhofes haben die Grundschüler und Hortkinder lange gewartet. Schließlich ist es wichtig, sich in den Pausen wohl fühlen und erholen zu können, erklärt der Bürgermeister. Und danach kann es mit frischer Energie in den Unterricht zurückgehen. Einzig um die Rasenflächen sind noch rotweiße Absperrbänder gespannt. Bis der Rasen angewachsen ist, darf er nicht betreten werden.

Insgesamt hat der Umbau rund 300 000 Euro gekostet. Zwei Drittel des Geldes kommen aus dem Landesfördermittel-Topf. Die Grundschule plante die Neugestaltung seit mehr als drei Jahren, erzählt Schulleiterin Martina Kobs. Das Besondere daran: Schüler, Hortkinder und Elternvertreter bestimmten mit. "Die Schüler haben Zeichnungen von ihren Wünschen angefertigt", berichtet Martina Kobs. Vertreter der Gruppen trafen sich mehrfach, um die Ideen zusammenzuführen, schließlich wurde auf einer Schulkonferenz über die vielen Vorschläge abgestimmt. Die Schüler hätten zwar keine so ausgefallenen Wünsche wie ein Schwimmbecken gehabt, trotzdem konnte nicht jede Idee berücksichtigt werden. "Ein Baumhaus mit einem Seil zum Schwingen konnte wegen der Verletzungsgefahr nicht realisiert werden", so die Schulleiterin, die über den fantasievollen Kinderwunsch schmunzeln muss. Darüber hinaus war für das eine oder andere gewünschte Spielgerät nicht mehr genug Geld da. Die Schulleiterin will sich aber dafür einsetzen, dass in den nächsten Jahren weitere Geräte angeschafft werden. Doch auch jetzt ist schon für viel Pausenspaß gesorgt: In der großen Pause wird immer eine Tonne auf den Hof gerollt, in der sich allerhand Spielzeug wie Springseile oder Jojo-Spiele befinden.

Und damit kein Streit um Bolzplatz, Basketballkorb und Tischtennisplatte entsteht, haben die Klassensprecher einen Plan erarbeitet, wann welche Klasse die Spielflächen nutzen darf.

Für die beiden Klassensprecherinnen, die mit dem Bürgermeister die Zierkirsche einbuddeln, hat die Gärtnerei pinkfarbene Spaten mitgebracht. Mit den Mädchenschaufeln macht das Einbuddeln gleich doppelt so viel Freude. Die Zierkirsche ist der letzte von fünf Bäumen, die neu eingepflanzt worden sind. Eine Esche, ein Rotahorn, ein Bergahorn und eine Hainbuche sind bereits in der Erde.

Doch welches der neuen Spielmöglichkeiten macht eigentlich am meisten Spaß? Für Paul (12) und Tobias (11), die zu der Jungs-truppe gehören, die gleich zu Beginn zum Kicken gelaufen ist, ist es natürlich der Fußballplatz. Das Gerüst findet seine Anhänger dafür mehr auf der Mädchenseite. Abygail (7) und Maxime (7) finden es super, auf ihm in die Höhe zu klettern.

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