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In der Uckermark hat ein Wolf einen Hund angegriffen und schwer verletzt

Es geschah am helllichten Tag

 Roland Ueckermann mit seiner zwölfjährigen Bracke Hanka, die von einem Wolf attakiert wurde
Roland Ueckermann mit seiner zwölfjährigen Bracke Hanka, die von einem Wolf attakiert wurde © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Mathias Hausding / 09.11.2014, 20:11 Uhr
Angermünde (MOZ) In der Uckermark hat ein Wolf einen Hund angegriffen und schwer verletzt. Nur das schnelle Einschreiten des Besitzers konnte die Tiroler Bracke retten.

Roland Ueckermann strahlt große Gelassenheit aus. Als 57 Jahre alter Oberforstrat hat er schon so einiges erlebt. Er kann sogar schmunzeln über das, was ihm, beziehungsweise seinem Hund, am Reformationstag widerfahren ist, obwohl es eigentlich überhaupt nicht lustig ist.

Es war auch nicht so, dass der Angriff aus dem Nichts kam. "Wir wussten, dass der Wolf hier ist", sagt Ueckermann, der tief im Wald in der Nähe von Angermünde wohnt. Einmal Mitte September und dann wieder Mitte Oktober hat sich Isegrim bei ihm blicken lassen. "Ich habe das gemeldet, wie es sich gehört."

Aber dann, am 31. Oktober kurz vor 9 Uhr morgens, war plötzlich Alarm. "Ich hörte auf einmal ein fürchterliches Klagen von meinem Hund", erzählt der Besitzer, der just in diesem Moment beim Ankleiden war, nackt im Schlafzimmer stand. Die extremen Laute ließen für den Forstbediensteten nur einen Schluss zu: "Hanka hat Todesangst."

Also riss er das Fenster auf, sprang hinaus und irgendwie auch über den Zaun, um seinem Hund beizustehen. Schreiend, mit erhobenen Armen, und nackt wie er war, stürzte er auf den Wolf zu. "Es war ein einziger brauner Klumpen, mein Hund war gar nicht zu sehen." Erst als sich Ueckermann bis auf drei Meter genähert hatte, ließ der Wolf von Hanka ab, ging zehn Meter, um sich dann umzudrehen, den nackten Mann zu mustern und "mir zu zeigen, dass er mit meinem Verhalten nicht einverstanden ist", wie es Ueckermann scherzhaft formuliert.

Er ist überzeugt: "Der Wolf war erst dabei, sich seine Beute zurechtzulegen. Wenige Sekunden später wäre meine Hündin nicht mehr zu retten gewesen." Zwölf Wunden sowie innere Verletzungen trug Hanka davon. "Aber die Tierärztin hat super Arbeit geleistet. Es heilt gut." Das Erlebnis hat Eindruck hinterlassen beim Oberforstrat, der in der Landeswaldoberförsterei Chorin beschäftigt ist. "Ich habe jetzt keine Angst vor dem Wolf, aber Respekt", sagt er. Ein exzellenter Jäger sei der Wolf - schnell, schlau und voller Kraft. "Und dieses Gebiss...", fügt Ueckermann andächtig hinzu. Zu denken gibt ihm, dass der Angriff am helllichten Tag erfolgte und das Opfer ein Haustier war, kein Wild. "Das konnte ich mir vorher nicht im Entferntesten vorstellen." Dessen nicht genug: Drei Tage später tauchte der Wolf erneut bei Ueckermann auf, der Oberforstrat machte ein Foto.

Das Fazit des Forstexperten: Dieser Wolf hat offensichtlich keine Scheu und keinen Respekt vor den Menschen. "Nur durch Druck lernt er Respekt, aber diesen Druck bekommt das europaweit streng geschützte Tier nicht." Bewerten will Ueckermann dies mit Verweis auf seine Position als Landesbediensteter nicht.

In den Tagen nach dem Angriff kam eine regelrechte Maschinerie in Gang. Ein "Rissgutachter" kam, untersuchte Trittsiegel vor Ueckermanns Hof und Bissspuren bei der Hündin. Er kam zu dem Schluss, dass ein Wolf als Verursacher "nicht auszuschließen" sei. Das Landesumweltamt spendiere ihm jetzt im Rahmen des Wolfsmanagements für sein Grundstück einen Elektrozaun "mit richtig Druck drauf", wie Ueckermann erzählt. Eine vorübergehende Maßnahme, die dem Wolf Respekt einflößen soll.

Das Landesumweltamt schätzt die Zahl der Wölfe in der Mark auf 100. Ende Oktober hatte  eine ganze Wolfsfamilie in Potsdam-Mittelmark erstmals eine Kuhherde angegriffen und vier Kälber getötet. Der Bauernbund fordert deshalb, die Jagd auf Wölfe zu erlauben. Seine Ausbreitung bedrohe die umweltfreundliche und tiergerechte Weidehaltung, heißt es zur Begründung. (Mit Adleraugen)

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juhitanz 15.11.2014 - 17:41:47

Richtig!

Der Mensch ist das schlimmste Raubtier, vor dem man und die Tiere sich in Acht nehmen müssen!

Armin 14.11.2014 - 18:01:32

Wolf

Der Wolf war ja sogar im Bundestag ,ha,ha ! Wie gefährlich Wölfe sind, wird sich zeigen wenn sie in großer Zahl vorkommen .Er kann aber bestimmt auch für die Autofahrer zur Gefahr werden . Noch habe ich eher Angst vor dem RAUBTIER " Mensch "

die naivität des einen weckt die naivität des anderen 14.11.2014 - 11:14:01

Und ich frage mich wie naiv man sein muss,

dass man Naivität anprangern - muss -.

spree 14.11.2014 - 09:44:25

Wölfe = Ende der Weidewirtschaft?

Wolf pro oder kontra? Ich finde nur schade, dass jetzt Tierhalter, die Weidewirtschaft betreiben es sich zweimal überlegen müssen, ob das noch möglich ist. Kaum jemand (als Verbraucher) möchte z.B. Massentierhaltung und Tiere in engen Ställen eingepfercht. Aber in "gefährlichen" Gebieten müssen Halter sich das wohl in Zukunft sehr genau überlegen. Ich bin auch sehr für Naturschutz und einem guten Umgang mit der Welt in der wir leben. Aber wo sind da die Umweltschützer? Kühe und Schafe die gerissen werden und deren artgerechtere Haltung auf Weiden zählen nicht so viel wie Wölfe.

Corly 12.11.2014 - 20:03:23

"Es geschah am hellichten Tag"

Naiver geht es nicht!

Corly 12.11.2014 - 19:59:19

Unglaublich!

Was für eine maßlose Arroganz des Schreibers.

juhi43 11.11.2014 - 19:46:59

mein Gott wie dämlich

trifft genau zu!!!

Isenhagen 11.11.2014 - 16:33:17

Schlaumeier hat der Wolf

genug auf seiner Seite. Es sollte auch kein Schaf gefressen werden. Jetzt wurden schon Kühe und Hunde zu Opfern. Er sollte auch so scheu sein, dass 99,99 % der Menschen ihn nie sehen hen oder etwas von ihm hören würden. Jetzt will er schon Förster Hund fressen. Der Wolf wird genau beobachtet.....von wem denn? von ein paar selbsternannten Wolfsexperten die meinen sie können im Gehirn des Wolfes lesen. Allein dieser Ansatz zeigt, dass sie irre sind. Im übrigen sind sie im wahrsten Sinne des Wortes verantwortungslos. Sie haften nicht für ihr Tun oder ihre Vorhersagen. Das lastet beim Steuerzahler. Sie haften erst recht nicht bei ersten menschlichen Opfern. Darüber wird gar nicht gesprochen das wird einfach negiert als wenn es das nie gegeben hätte. Wer die menschliche Erfahrung einfach in den Wind schreibt ist ein Scharlatan, mehr nicht. Wer den Wolf in derartig dicht besiedelte Gebiete wie Deutschland drängelt oder sich verirren lässt ist kein Tierfreund sondern genau das Gegenteil. Er gehört vor den Kadi.

Thomas 11.11.2014 - 11:37:20

Wolf

Zitat Isenhagen: "Jeder Bürger hat die Pflicht zur Aufrechterhaltung der Sicherheit in diesem Lande beizutragen. Dazu gehört auch das Verhindern gefährlicher Raubtiere im unbesiedelten Raum." Diese Bürgerpflicht ist mir völlig neu, wer weiß mehr... Komm Isenhagen, gibs zu, dass hast du dir doch grad ausgedacht! Denkst du wirklich so schwarz weiß, wie: Wolf=Gefährliches Raubtier=Menschenfresser=Töten=>Auszeichnen? Ich weiß, du hast was gegen "grüne" Ansichten, aber mal ehrlich, findest du nichts faszinierendes am Wolf oder dass da draußen Wölfe leben und gedeihen? Regt sich da keine positive Emotion. Ja, wir haben den Wolf ausgerottet, damals, genau wie wir damals noch ganz andere Sachen gemacht haben. Zur selben Zeit haben wir auch Hexen verbrannt, war vieles nicht optimal, aber die öffentliche Meinung ändern sich im Laufe der Zeit. Die Rückkehr des Wolfes wird ganz genau beobachtet und die Rechtslage wird sich auch bei Bedarf wieder verschärfen (Abschuss). Das pendelt sich auf ein gesundes Maß ein, sie werden sehen und keiner wird gefressen! Haben sie schon gewußt, dass manche Menschen zu übertriebener Panik/Meinungsmache neigen und das auch gar nicht so gut ist für den Kreislauf. Aber ich muss Sie auch loben, da ich das Gefühl habe, dass sie grundsätzlich aus Sicht des Menschenfreund argumentieren. PS: Der Tiger wird nicht kommen!

Isenhagen 11.11.2014 - 05:36:24

mein Gott wie dämlich

warum den Wolf? weil ein ausgewachsener Mann ihn mit dem Knüppel erschlagen kann? und ein Kind? Warum keine Tiger? Weil der Mann da nicht mehr klar kommt? Noch kommt keiner öffentlich auf die Idee mit dem Tiger aber der Wolf ist nur der Anfang des Wahnsinns und der Dummheit. Dagegen kann man nicht sachlich argumentieren. Dagegen kann man nur etwas unternehmen. Jeder Bürger hat die Pflicht zur Aufrechterhaltung der Sicherheit in diesem Lande beizutragen. Dazu gehört auch das Verhindern gefährlicher Raubtiere im unbesiedelten Raum. Daher ist jeder Jäger der einen Wolf erschießt eher auszuzeichnen denn zu bestrafen. Da lobe ich mir den damaligen Umgang mit Bruno in Bayern. Da wurde dem vielen grünen Gequatsche mit entschlossener Tatkraft ein Ende gesetzt.

.... 11.11.2014 - 05:01:45

Nimm drei oder fünf Punkte ...

... Die vier Punkte sind schon vergeben, der Herr Kollege ! Und noch halte ich den Wolf für nicht gefaehrlich, was sich aber ab einer bestimmten Anzahl und einem bestimmten Gewoehnungsgrad an den Menschen aendern kann.

Stiefelriemen 10.11.2014 - 21:58:22

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

Zum unsinnigen Thema Wolf ist eigentlich schon genug gesagt bzw. geschrieben worden. Der eigentliche Skandal an dieser ganzen Geschichte ist doch eigentlich die Aussage des Herrn Ueckermann, diesen Vorfall auf Grund seiner Position als Landesbediensteter nicht bewerten zu wollen oder zu dürfen. Ansonsten hat man wahrscheinlich mit beruflichen Konsequenzen zu rechnen. Sollte uns aus Anlass des gestrigen Tages doch arg zu denken geben. Wir sind also wieder da angekommen wo wir vor 25 Jahren bereits waren! Also immer schön buckeln dann klappt`s auch mit der Karriere! Leider auch ein akutes Problem in unserer politischen Landschaft.

.... 10.11.2014 - 20:58:35

Genosse Erich und sein Buschpilot...

Sie schüren und erstellen Fakten die nur eins zeigen. Wolf und danach die Sinnflut. Hier geht es um den Wolfbestand der sich sehr gut vermehrt. Was passiert den wenn der Wolf da ist mit dem Wildschaden! Schonmal was gehört von der Großrudelbildung. Was mag den der Wolf ? Sicher nicht die Sauen welche sich gut vermehren und die Schäden bereiten. Sie stehen nicht unter den Top drei des Speisezettels. Es sind das Rotwild, Muffelwild und Rehwild welche ganz oben stehen. Aber sie sind ja die bösen Pflanzenfresser. Mensch was passiert hier?! Wolf ja aber doch nicht über Leichen. Seit Stolz auf diese gesunden Wildgestände in unseren heimischen Wäldern. Hinterfragt Sachen mehr. Gebt nicht nur dem Wild die Schuld , sondern die welche unsere Wälder schlecht bewirtschafteten um Kosten zu sparen. Der Wolf hat auch das Recht da zu sein aber im kontrollierten Bestand. Damit sie das bekommen was zum Fraß brauchen und brauchen werden. Das ist nämlich das was ihr vergesst!! Wir brauche sachliche Experten und das ist nicht das was wir momentan in Brandenburg haben!

.... 10.11.2014 - 19:20:56

Ich komme jetzt aber nicht nach Bautzn ...

... Oder Genosse ?

.... 10.11.2014 - 19:18:16

Genosse Erich ...

....bedenken Sie aber bei Ihrer Berechnung wieviele Hunde es im Verhältnis zum Wolf in dieser Deutschen Demokratschen (Saarlaedsch) Republik gibt ....

Erich 10.11.2014 - 19:05:11

... und noch ein Nachtrag....

... zum "Forstexperten" im Adamskostüm: Die staatliche brandenburgische Forstwirtschaft hat dem Steuerzahler in den Jahren ihrer Existenz im Schnitt ca. 60 Mio. Euro jährlich gekostet. ... und wird es weiter kosten?! Die aus dieser "Wirtschaft" resultierenden Folgen, für Schäden an Natur, Landschaft und Wasserhaushalt, dürften sich auf einen 3-stelligen Millionenbetrag belaufen! Der ganze Beitrag ist doch - gelinge gesagt - eine propagandistische Lachnummer! Gruß Erich

Erich 10.11.2014 - 16:38:42

Vor Hunden habe ich Angst, nicht vor Wölfen!

Leider habe ich auf die Schnelle nur die Statitik für die 9 Jahre von 1998 - 2007 gefunden. In dieser Zeit gab es in Deutschland 39 Tote durch Hundeangriffe! Das sind statistisch 4,3 Tote im Jahr. Der Wolf ist seit gut 20 Jahren wieder bei uns heimisch. Nehmen wir 4 x 20, macht ca. 80 Tote in dieser Zeit durch Hunde, und davon sind besonders Kinder betroffen! Jeder/Jede Tote ist einer zuviel und wir brauchen natürlich auch keine weiteren Toten durch Wölfe, aber da sehe ich keine realistische Gefahr! Gruß Erich

juhi43 10.11.2014 - 15:34:15

@buschpilot

Spaß am Töten haben die Jäger, sonst gäbe es keine. Ihre Argumente, wir hätten keine natürlichen Feinde für Waldtiere und sie müßten das übernehmen, leugnen sie selbst in dem sie von sich geben, daß sie gerne Wölfe schießen würden. Warum? Es macht Spaß und Konkurrenten in Form der Wölfe können sie nicht brauchen. Nach der neuen Jagdgesetzverordnung dürfen Rehe das ganze Jahr über abgeschossen werden. Lt. ADAC sterben bei Verkehrsunfällen 260.000 Tiere im Jahr. (Die Tiere haben kaum noch Lebensräume, die Wälder sind durchschnitten von Straßen. In den Wäldern werden sie gehetzt und erschossen, wollen sie fliehen sterben sie unter den Autos. Haben nicht alle Geschöpfe ein Recht auf ihr Leben? Lt. Statistik werden jährlich in Deutschland 9 490 000 Tiere erschossen. Die per Falle gefangenen und kaltblütig erschossenen Tiere nicht mitgerechnet. Was bleibt da für den natürlichen Feind: Wolf? Viehherden natürlich, aber diesen Grund brauchen ja die Jäger für ihre Jagdlust. Wildtierschwemme ist gewolllt und hausgemacht. Durch Zerreißen der Familienstrukturen durch die Jäger bilden sich rascher als sonst neue Familien, Rehe haben sehr große Angst, leben eigentlich am Waldrand, wo alle 20 Meter ein Lustmordstand steht und ziehen sich in den Wald zurück, wo sie sich auch ernähren müssen. Es ist alles gewollt um Gründe zum Schießen zu erfinden...

toma 10.11.2014 - 15:32:44

Es geschah am helligsten Tag

Es gibt leider in unseren brandenburgischen Wäldern auch Wolfshunde oder verwilderte Hunde. Der Mensch ist schuld, wenn solche Angriffe passieren. Wir müssen von anderen Ländern (Rumänien, Rußland) lernen respektvoll mit den Wildtieren umzugehen. Als ich noch Kind war, sagte einmal zu mir meine 90-jähr. russische Babuschka, die mitten in Sibirien viele Jahrzente verbracht hatte: "Fürchte im Wald nicht vor dem Wolf, sondern vor einem Menschen" Den Kindern, früh genug, müssen wir das richtige Verhalten mit jedem Tier vermitteln.

Wolf 10.11.2014 - 15:11:32

...am helllichten Tag...

...wie geht's hanka...

.... 10.11.2014 - 14:56:17

...

... gut das man vor 25 Jahren die Stasi zum Teufel gejagt hatte, und gut das auch ein Isenhagen hier in der Öffentlichkeit seine Meinung frei äussern darf, nunja bis eben die Nettidingsbums zuschlägt ... ich bin zwar nicht immer seiner Meinung, - mich zwingt aber auch niemand diese zu teilen ... grins ...

Christoph 10.11.2014 - 14:55:25

ich denke

eher das Der Kommentar von isenhagen eine satirische überspitzung der unlängst in Angst verfallenen Gesellschaft ist .

Waldläufer 10.11.2014 - 13:53:56

@Isenhagen

Isenhagen, Ihre extremistische Meinung und Ihr aufhetzerisches Gebahren ist höchst bedenklich, kontraproduktiv und trägt nicht zur Versachlichung der Thematik bei. Dies nicht nur zum Thema Wolf, sondern zu vielem, was sie hier regelmäßig schreiben. Suchen Sie sich doch bitte eine andere sinnvolle Lebensaufgabe jenseits der Kommentierung in der MOZ.

Isenhagen 10.11.2014 - 13:29:45

Fazit ist eins,

viele Menschen haben Angst vor größeren Raubtieren wie dem Wolf. Um diese zu beseitigen ist es erforderlich dafür zu sorgen, dass solche Begenungen im üblichen menschlichen Umfeld nicht stattfinden werden. Dazu gehört zumindest auch in deutschland der tlängst auch touristisch vermarktete Wald. Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass diese Menschen zum Gaudi einiger Verrückter miet dieser Angst dauerhaft leben müssen. Dagegen kann man sich wehren. Der erste Schritt ist, dass die Bürger hier am irre geführten Gesetzgeber vorbei den nötigen Druck auf den Wolf ausübern und in abschießen wo man ihn trifft. Es gibt keine andere Lösung hier das erste Unglück zu vermeiden. Es kann doch nicht sein, dass ohne jede Volksabstimmung einige Spinner hier die Bedingungen formulieren.

K. Baumann 10.11.2014 - 12:36:54

Pro und Kontra Wolf

Die Diskussion um das Für und Wider einer Wolfseinbürgerung wird weder von den Gegnern noch den Befürwortern seriös geführt. Es ist auf der einen Seite völlig unsinnig, eine umfassende Gefahr für Leib und Leben der Brandenburger an die Wand zu malen. Andererseits ist es aber auch nicht seriös zu behaupten, durch den Wolf geht keinerlei Gefahr für den Menschen aus. Er ist und bleibt ein Raubtier, das in besonderen Situationen auch für den Menschen gefährlich werden kann. Das Argument, dass in den letzten 50 Jahren nur 9 Menschen in Westeuropa ums Leben kamen (vergl. Wikipedia) ist dabei auch wenig stichhaltig, da die Verbreitung des Wolfes in Westeuropa in dieser Zeit kaum nennenswert war. Da könnte man genauso gut schlussfolgern, dass der Eisbär oder der Tiger noch ungefährlicher für den Menschen sind als der Wolf. Hier gab es nämlich in Westeuropa in freier Wildbahn überhaupt keine Angriffe auf den Menschen. Not tut viel mehr eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung bis hin zu Verhaltensregeln für Waldgebiete mit einer erkennbaren Wolfspopulation. Dann geht es eben nicht mehr, im Wald den Hund frei herumlaufen zu lassen oder kleinere Kinder unbeaufsichtigt im Wald herumtollen zu lassen. Es ist auch Unsinn zu behaupten, dass der Wolf eine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Wie will man denn erklären, dass in Rumänien die Wölfe Müllkippen, auch bei Anwesenheit von Menschen, besuchen oder in Finnland die Mülltonnen in den Stadträndern durch Wölfe auf Nahrung untersucht werden. Die Scheu des Wolfes vor dem Menschen ist nur dort dauerhaft vorhanden, wo er vermuten muss, dass ihm durch den Menschen Ungemach droht, sprich, wenn er bejagd wird. „Das dieser Wolf den Herrn Oberforstrat in seinem Adamskostüm nicht angegriffen hat, lag wahrscheinlich daran, dass er noch nicht weiß, wie lecker Würstchen schmecken. Das hat der Hund ihm voraus.“

Klaus Fischer 10.11.2014 - 12:23:30

Der Wolf als Vorhut

Der sibirische Wolf wurde von Putin vorgeschickt, um Europa auf eine bevorstehende noch viel größere Invasion aus dem Osten einzustimmen. Das ist doch kein Zufall, hier ein provozierender Wolf, russische Langstreckenbomber vor Portugal, russische Jagdflugzeuge haarscharf in fremden Lufträumen der NATO, ein ominöses U-Boot in den Schären ...

Realist 10.11.2014 - 10:26:25

Zahlen sollen die Wolfbegeisterten

Die Meinungen über die künstliche Ansiedlung des sibirischen Wolfes in Deutschland sind geteilt. Der Nutzen dieser Maßnahme ist eher fragwürdig, da mit erheblichen Kosten verbunden, die die Allgemeinheit tragen soll. Da sollte unbedingt umgesteuert werden. Wer für den Wolf in Deutschland ist, soll auch die von ihm verursachten Schäden tragen. Wenn die ersten Rechnungen den Befürwortern präsentiert werden, dann wird ihre Begeisterung schnell in Ernüchterung umschlagen. Praktisch durchfürbar wäre eine finanzielle Umlage pro Haushalt von 10 Euro pro Monat, um die Schäden des Wolfes zu begleichen. Und um die Mehraufwendungen der Schäfer und Landwirte zu bedienen. Es steht natürlich jedem frei, sich gegen den Wolf in Deutschland auszusprechen. Dann entfällt die Kostenumlage und erhöht sich entsprechend auf die Wolfbegeisterten.

fressen und gefressen werden 10.11.2014 - 09:15:02

Was mir zu denken gibt ...

> Das Fazit des Forstexperten: Dieser Wolf hat offensichtlich keine Scheu und keinen Respekt vor den Menschen. "Nur durch Druck lernt er Respekt, aber diesen Druck bekommt das europaweit streng geschützte Tier nicht." -------------------- Ich denke, der Druck wird kommen und die Distanz wird gewahrt. Aber, zwischenzeitlich wird es einiges an böses Blut geben. Ausbaden werden das sicherlich die Wölfe, die in unverantwortlicher Weise herbeigelockt werden, deren Population letztendlich doch wieder auf ein unauffälliges Mindestmaß schrumpfen wird. Denn, ohne die Zustimmung der Menschen vor Ort geht auf Dauer gar nichts. Die Städter können regulieren und schimpfen wie sie wollen, ich kann sie nicht erkennen.

Bürger 10.11.2014 - 09:10:17

@ waldfee(!)

Sie ziehen da einen schönen Vergleich zu nicht näher bezeichneten "anderen Regionen" in denen der Wolf wunderbar mit dem Menschen koexistiert. Dabei vergessen Sie leider, dass es sich bei Deutschland nicht um die Weiten Sibiriens mit 0,05 Menschen pro Quadratkilometer, sondern um einen extrem dicht besiedelten und bevölkerten Raum handelt, in dem es die für den Wolf nötigen Freiräume gar nicht gibt oder geben kann. Träumen Sie bitte weiter Ihre Träume vom nützlichen Wolf, der die Jagdstrecke komplettiert. Aber wundern Sie sich bitte nicht, wenn der Wolf irgendwann in näherer Zukunft feststellt, dass Waldspaziergänger leichter zu reißen sind als Wildschweine. Und bitte nicht behaupten "der macht das nicht". Natürlich wird er es tun, wenn er Hunger hat und die Gelegenheit. Der Wolf muss sich nicht an Regeln halten und handelt im Gegensatz zu vielen Deutschen meist ökonomisch.

Bürger 10.11.2014 - 09:03:09

@buschpilot

Lieber Buschpilot, Fakt ist, wir brauchen den Wolf NICHT. Weder zur Erbauung unserer Naturfreunde noch zur Regulierung der Wildbestände. Die letzten Vorfälle zeigen doch deutlich, wohin sich die Wölfe (ohne eigene Schuld) hinorientieren: zu eingehegten Haustieren, doch nicht mal eben wegspringen wie ein Reh. Abgesehen davon: Es gibt keinen hundertprozentigen wolfssicheren Zaun, zumal die Kosten irgendwann nicht mehr in Relation zum Ergebnis stehen. Wenn der Wolf rein will, dann kommt er auch rein, schlimmstenfalls gräbt er sich unter dem Zaun durch. Oder schlagen Sie vor, dass der dumme Bauer gefälligst eine zwei Meter tiefe Betonkante setzen soll, um auch das auszuschließen? Aber das ist dem romantisch veranlagten Städter natürlich egal, solange der putzige Wolf machen kann was er will.

waldfee 10.11.2014 - 08:41:46

Entfremdung auf allen Kanälen

Ein erheiternder Artikel und um so erheiterndere Kommentare ... Nein, mal im Ernst: Was wir dringend wieder in unserer Landschaft und unseren Köpfen brauchen ist eine gesunde Diversität/Vielfalt. Zu einer gesunden Natur gehören große Beutegreifer. Wer aufmerksam auch den Artikel zur Jagdstatistik gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Jäger mit ihren "Strecken" gar nicht mehr hinter dem Wild hinterherkommen - heißt: irgendwie werden die Jagdzahlen weniger, die Wilschäden größer und keiner weiß warum. Ein natürlicher Helfer ist in dieser Frage der Wolf - der übrigens in anderen Regionen der Erde nie ausgerottet wurde und seltsamer Weise spielen auch dort Kinder im Garten und - man glaubt es kaum - überleben bis zum Erwachsenenalter!! Also bitte mal den Ball flach halten. Es ist klar dass der Wolf Leuten Angst macht - wir sind alle mit Rotkäppchen aufgewachsen - aber bitte machen Sie sich auch mal klar aus welcher Zeit diese Märchen stammen. Natrülich müssen wir genau beobachten, wie sich der Wolf hier entwickelt und ggf. auch Lösungen für fehlgeleitetes Verhalten finden. Aber gleich eine gesamtes Spezies in Frage zu stellen, finde ich doch etwas altbacken. Ich werde trotzdem weiter mit meinen Hunden durch den Wald gehen und habe keine Angst. Ich denke, Herrn Uekcermann, der ja "tief im Wald wohnt" (erinnert mich an irgendein Märchen, diese Formulierung ...) wird es ähnlich gehen.

ede 10.11.2014 - 07:30:38

Bewerten will Ueckermann dies mit Verweis auf seine Position als Landesbediensteter nicht.

Also mich würde mal die ehrliche Meinung von Herrn Ueckermann interessieren, wenn er keine Rücksicht (oder besser gesagt, keine Angst haben brauchte) auf seine Position als Landesbediensteter nehmen müsste.

Isenhagen 10.11.2014 - 06:02:30

Försters Hund vom Wolf gebissen?

kein Problem, der nackte Förster hat den Wolf etwas lauter gesagt, dass er im Wald verschwinden sioll und der Wolf? ist abgetrottet. Ja so sind sie unsere Wölfe. Bei nächsten mal ist es Försters Töchterlein das zum Spielen rausgeschickt wurde und die Försterfrau verjagd den Wolf mit dem Nudelholz. Klar, so ein Wolf beißt nun mal das ist ja ganz natürlich. Da haben Kinder draußen nichts zu suchen, einfach unverantwortlich..... es manchmal Verbrecher, die hier die Politik machen.....

.... 10.11.2014 - 01:10:49

aeh sabber Weihnachtszeit ....

...verdammt - ich muss jetzt unbedingt schneller sein wie der Rechtschreibmensch ...

.... 10.11.2014 - 01:07:50

jetzt zur Weinachtszeit ...

... könnte der BUND von mir aus auch gern ein paar leckere Lebkuchenhexen auswildern ...

H. H. 10.11.2014 - 00:01:39

Es wird kommen!

Eines Tages wird es kein Tier mehr sein sondern ein Mensch, dann wird das Geschrei groß sein. Die sogenannten Naturschützer werden sagen, wir sind schuldlos es war ja der Wolf. Blödsinn wozu brauchen wir den Wolf Jahrzehnte hat ihn keiner vermisst. Und in der Natur regelt er auch nichts, er hält sich lieber an die Zivilisation ist einfacher für ihn.

bushpilot 09.11.2014 - 22:29:52

Yep, entspannt euch!

Also der Herr Ueckermann scheint ja entspannter als unser "Leser" zu sein. Wenn man sein Vieh vor dem Wolf schützen will, dann muss man es halt entsprechende Maßnahmen, wie verbesserte Zäune, ergreifen. Aber abknallen ist die falsche Lösung. Fakt ist wir brauchen den Wolf!! Die Jäger kommen kaum mit dem abknallen von allen möglichen "schädlichen" Waldbewohnern hinterher. Obendrein haben sie dann noch Nachwuchsprobleme. Wer will denn noch heutzutage aus Spaß Tiere töten? Also ich kenn keinen.

Leser 09.11.2014 - 21:59:30

Entspannt Euch!

Das ist erst der Anfang und schon jetzt staunen die Experten. Wir werden noch viel lustigere Episoden mit unseren Wölfen erleben. Die Politik muss sich jetzt Gedanken machen. Schließlich wird früher oder später jemand die Verantwortung für dieses Experiment übernehmen müssen. Dann sollte zuerst der Naturschutzbund (NABU) zur Kasse gebeten werden, der seit Jahren mit finanzieller Unterstützung des Volkswagenkonzerns durch die Lande reist und Märchen über den Wolf erzählt. Und die betroffenen Landwirte sollten ihrerseits bei Volkswagen nachfragen, welchen werbewirksamen Beitrag der Konzern denn für den Ersatz von Schäden und die notwendigen Investitionen zum Schutz von Mensch und Vieh leisten will. Der PR-Abteilung in Wolfsburg muss klar werden, dass eine von Wölfen aus der Koppel getriebene Rinder- oder Pferdeherde zur tödlichen Gefahr für die eigenen Kunden wird. Die Presse würde diese Verkettung sicher gerne aufgreifen.

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