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Karnevalsvereine überraschen beim diesjährigen Rathaussturm mit Tagesfeuerwerk und lebendem Paket

Remmidemmi vor dem Balkon

Eine leere Stadtkasse: Ob Bürgermeister Jürgen Polzehl damit wohl auf das für 2015 erwartete Minus im Stadthaushalt anspielt?
Eine leere Stadtkasse: Ob Bürgermeister Jürgen Polzehl damit wohl auf das für 2015 erwartete Minus im Stadthaushalt anspielt? © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Anna Fastabend / 09.11.2014, 21:30 Uhr - Aktualisiert 10.11.2014, 08:27
Schwedt (MOZ) Der Balkon des Alten Rathauses ist mit bunten Luftballons geschmückt. Der Schwedter Spielmannszug bläst Marschmusik. Funkenmariechen mit paillettenbesetzten Kostümen und Federhüten wärmen sich mit Spagat auf. Viele Schwedter sind gekommen, um am Sonnabend den Rathaussturm, als Auftakt der Karnevalssaison, mitzuerleben.

Doch dann kracht es hinter ihrem Rücken. Das Spektakel findet erst einmal auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor dem Berlischky-Pavillon statt. Die drei Karnevalsvereine Primania, die Ölprinzen und FC-BKH feuern mit viel Lärm ein Feuerwerk ab. Funken und Farbstaub fliegen durch die Luft, zwischendurch knallt und zischt es. Die Zuschauer staunen, zucken aber auch das eine oder andere Mal zusammen. Ein gelungener Auftakt für das, was folgt.

Die Schwedter Karnevalsvereine konnten es nicht länger abwarten und eroberten bereits am Sonnabend das Rathaus und eine leere Stadtkasse. Nach einem Tagfeuerwerk zog der gesamte Tross zum Vereinshaus Kosmonaut, wo die erste Sause stieg und am Abend dann die Party richtig los ging.
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Rathaussturm in Schwedt

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Uniformierte Jungs von der Freiwilligen Feuerwehr Schwedt haben den Rathausvorplatz extra abgesperrt, damit der Bürgermeister eine Spezialsendung empfangen kann. Eine Närrin im Postboten-Kostüm heizt die Menge an, den Bürgermeister zum Herauskommen zu bewegen. "Jürgen, Jürgen", rufen alle, bis Bürgermeister Polzehl, in edler Patrizier-Robe verkleidet, auf den Balkon tritt. "Was schreit und knallt ihr denn so laut?", fragt er die Menge.

Zu dem Volkslied "Hoch auf dem gelben Wagen" fährt ein Lieferwagen vor. Auf der Anhängerfläche befindet sich eine riesige Holzkiste. Die Rathaustür öffnet sich. Erst ist viel Nebel zu sehen, dann tritt der Bürgermeister heraus. Nachdem er den Lieferschein unterschrieben hat, öffnet sich die Kiste - die Präsidenten der Karnevalsvereine kommen zum Vorschein und fordern mit viel Mimik, Gestik und in Reimform Bier, Stadtkasse und Schlüssel. "Bier her, Bier her", rufen auch die Zuschauer. Zwei als Wachen kostümierte Narren stürmen das Rathaus, bringen das Bierfass und - eine leere - Stadtkasse heraus. "Geld haben wir keins", so der Bürgermeister. Spielt er damit etwa auf das für 2015 erwartete Loch im Stadtetat an? Dafür schmeißt er Bonbons für die Kinder. Auch der sechsjährige Fabien Kuschel sammelt einige vom Boden auf und freut sich. Gabi Glowinski aus Schwedt ist zum ersten Mal beim Rathaussturm dabei. Ihre Enkeltochter tanzt später für Primania im Kosmonaut. "Mir hat das Feuerwerk ganz gut gefallen", sagt die Besucherin.

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Karl Butzke 10.11.2014 - 07:19:35

Helau

viel Aufwand, Lärm, Krach und Gestank um nichts, Diesmal durften die Jecken sich zusätzlich verkleiden, sonst gehen sie in Nadelstreifen ins Rathaus oder Büro. zu holen war wie immer nichts, wie nicht anders zu erwarten

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