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Niedersächsische Spedition investiert auf dem Dynea-Gelände in eine moderne Reinigungsanlage / 10 Arbeitsplätze sollen entstehen

2,9 Millionen Euro für saubere Tanks bei Dynea

Erster Spatenstich für Tankinnenreinigungsanlage: Sylvester Schiegl (Dynea,), Michael Wieczorek (Baufirma), York Frömel (Dynea), Jonas Hary (Investor) und Bürgermeister Jochen Kirsch (v.l.) an den Spaten.
Erster Spatenstich für Tankinnenreinigungsanlage: Sylvester Schiegl (Dynea,), Michael Wieczorek (Baufirma), York Frömel (Dynea), Jonas Hary (Investor) und Bürgermeister Jochen Kirsch (v.l.) an den Spaten. © Foto: MOZ
Joachim Eggers / 01.09.2011, 19:14 Uhr
Erkner (MOZ) Auf dem Dynea-Gelände an der Berliner Straße in Erkner entsteht in den nächsten sechs Monaten eine Reinigungsanlage für Lkw-Tanks – je eine Wasch-Straße für Chemikalien und für Lebensmittel. Am Donnerstag war erster Spatenstich.

Das Erkneraner Werk von Dynea ist zwar der Schauplatz der 2,9-Millionen-Euro-Investition, das Chemie-Unternehmen ist aber nicht der Bauherr. Das ist die Tira Erkner GmbH und Co. KG, eine Tochtergesellschaft derSpedition Posthof aus dem niedersächsischen Liebenburg. Tira ist das Kürzel für Tankinnenreinigungsanlage, die korrekte Bezeichnung des Baus. Er soll binnen sechs Monaten fertig werden. Das Genehmigungsverfahren hat sehr viel länger gedauert, nämlich gut zwei Jahre, und es war nicht einfach, wie mehrere Redner bei der feierlichen Grundsteinlegung durchblicken ließen. „Wir sind froh, dass es am Ende geklappt hat“, sagte Bürgermeister Jochen Kirsch. „Wir bedanken uns, dass Sie den Behördenkrieg so lange durchgestanden haben.“

Die Anlage soll von Beginn an im Zweischicht-System betrieben werden und verfügt über eine Reinigungskapazität von ca. 30 Tankwagen pro Tag. Bis zu 10 Arbeitsplätze sollen entstehen. Dynea wird ein großer Kunde der neuen Anlage werden. Das senke die Transport-Kosten für Dynea und stärke somit den Standort in Erkner, so der Geschäftsführer der Dynea Erkner, Sylvester Schiegl.Der Österreicher verantwortet für den finnischen Weltkonzern nicht nur die Niederlassungen in Deutschland, sondern auch die in Österreich und Rumänien. Er hat schon Erfahrung mit solchen Anlagen – an einem Dynea-Standort in seiner Heimat wird ein ähnliches Projekt mit der gleichen Technologie gebaut.

Den Standort Erkner haben die Bauherren auch wegen des Chemie-Werks, aber nicht nur seinetwegen, gewählt. Im Umfeld von 150 Kilometern gebe es keine solche Anlage, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Wachstumsperspektiven in der Region seien hervorragend, auch in Richtung Osteuropa.

Hervorgehoben wird die Unterstützung durch die Dynea Erkner, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hat, die Stadt und die Landesregierung. Wie Posthof-Inhaber Jonas Hary auf Nachfrage sagte, erwarte er eine Investitionsförderung des Landes; deren Höhe sei aber noch offen.

Die Halle, die eine Fläche von 24 mal 21 Metern haben wird, entsteht relativ weit vorn an der Berliner Straße, hinter dem Wohn- und Geschäftshaus in der Nummer 8. Mit einer Höhe von 8,50 Metern dürfte das Bauwerk aber von der Straße aus kaum zu sehen sein, so Michael Wieczorek, Geschäftsführer der ausführenden Spezialbau-Firma Wibautec.

Die neue Anlage wird nach den modernsten technischen und abwassertechnischen Erkenntnissen konfiguriert und gebaut. Es ist geplant, das Abwasser der Anlage in einer eigenen Aufbereitungsanlage zu behandeln, heißt es in der Mitteilung. Das Wasser soll dann über die Dynea-Direktleitung ins Klärwerk nach Münchehofe gepumpt werden. Wieczorek zeigte sich optimistisch, dass die Halle vor dem Winter fertig werde. Der Innenausbau sei dann auch im Winter möglich. Dabei würden ohnehin viele vorgefertigte Edelstahl-Teile verwendet.

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