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Familie entkommt den Flammen

Marco Marschall / 24.11.2014, 23:42 Uhr - Aktualisiert 27.02.2015, 15:54
Küstrin Kietz (MOZ) Nur durchs Fenster konnte eine vierköpfige Familie am Montagmorgen ihrem brennenden Zuhause entkommen. Eine Frau und zwei Kinder wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Zur Ursache ist noch nichts bekannt.

Die Spuren des Hausbrandes in der Oderbruchstraße sind unübersehbar. Dachbalken auf der linken Vorderseite sind verkohlt, Ziegel fehlen, von der Veranda ist kaum noch etwas übrig. Zur Ursache des Feuers, das in den frühen Montagmorgenstunden in Küstrin Kietz ausbrach, ist noch nichts bekannt. Um 4 Uhr hatte ein Nachbar einen Knall gehört. Das teilt die Polizei mit. Als er aus dem Fenster schaute, bemerkte er, dass die Veranda brannte und alarmierte die Feuerwehr. Eine Familie mit zwei Kindern konnte das Haus rechtzeitig verlassen.

Die Feuerwehren aus Küstrin-Kietz und Manschnow waren die ersten am Einsatzort. Wie Manschnows Ortswehrführer Oliver Graf berichtet, müssen die Bewohner des Einfamilienhauses aus dem Fenster im hinteren Teil des Hauses gesprungen sein. Die Rettungswagen waren zeitgleich mit der Feuerwehr eingetroffen und nahmen die Kinder und die Mutter wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung mit. Wie die Polizei mitteilt, wurden sie ins Krankenhaus nach Markendorf gebracht.

Neben der Kietzer und der Manschnower waren auch die Feuerwehren aus Bleyen, Gorgast, Genschmar und Golzow im Einsatz. Auch die Seelower wurden nachalarmiert. Die Einsatzkräfte rückten mit der Drehleiter an, um von außen ans Gebäude heranzukommen und auch das Obergeschoss mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern abzusuchen. Erst gegen 7.30 Uhr konnten die Löscharbeiten abgeschlossen werden. Der Brand war laut Manschnows Ortswehrführer einer der größten in diesem Jahr. Die Flammen hätten auch ein Loch in die Zwischendecke gerissen. Das Haus ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Polizei spricht von einem Sachschaden in Höhe von 50000Euro. Andere Gebäude wurden nicht beschädigt. Wie Golzows Amtsdirektor Lothar Ebert mitteilt, könne das Amt die Unterbringung der polnischen Familie sichern, die seit vier Jahren als Mieter im Haus in der Oderbruchstraße wohnt. Für solche Fälle werde in Alt Tucheband eine möblierte Notwohnung unterhalten.

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