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In Panketal steigt die Zahl der Neuanmeldungen / Viele Veranstaltungen für Kinder

Bibliothek verbucht mehr Leser

Frank-Olav Schröder / 25.11.2014, 07:55 Uhr
Panketal (MOZ) Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Dennoch kann die Panketaler Gemeindebibliothek mit ihren beiden Standorten in Zepernick und Schwanebeck bereits jetzt im Vergleich zu 2013 eine Zunahme bei der Zahl der Benutzer und bei den Neuanmeldungen registrieren. Auch gab es 2014 schon deutlich mehr Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene als im Vorjahr, sagt Bibliotheksleiterin Katharina Hellmich.

Für die Zeit vom 1. Januar bis zum 11. November 2014 verbucht die Gemeindebibliothek insgesamt 14466 Leser sowie 390 Neuanmeldungen. Im gesamten Jahr 2013 waren es dagegen lediglich 13095 beziehungsweise 327. Grob gerechnet entspricht dies einer Zunahme von zehn beziehungsweise sogar 16 Prozent.

Nach den Beobachtungen von Katharina Hellmich entwickelt sich auch die Zweigstelle in Schwanebeck positiv. Die Bibliothek hatte während des Neubaus des Ortsteilzentrums am Genfer Platz dort geschlossen. Besucher, die beispielsweise auch nach Berlin-Buch ausgewichen seien, kämen wieder zurück. Sie schätzten nicht nur die Atmosphäre in den neuen Räumen, sondern auch den aktuelleren Bestand in Schwanebeck.

Gleichwohl muss der Standort auch mit Nachteilen auskommen. Die Busverbindungen seien für Bibliotheksnutzer unzureichend und es fehle an Einkaufsmöglichkeiten, hieß es im Sozialausschuss. Dass Passanten - wie in der Hauptstelle am S-Bahnhof Zepernick - gleichsam im Vorrübergehen Bücher und andere Medien ausliehen können, sei in Schwanebeck nicht möglich.

Hinzukommt, dass die Bibliothek in Schwanebeck nur an zwei Tagen geöffnet hat. Da ein Azubi ausgefallen ist, ist auch die Personaldecke zurzeit dünner als sonst. Es sei zu überlegen, ob nicht eine geringfügige Beschäftigung möglich sei, regte Antje Gammert, sachkundige Einwohnerin von Bündnis 90/Grüne, im Sozialausschuss an. Sigrun Pilz (CDU/FDP) ist sich darüber hinaus sicher, dass sich auch literaturbegeisterte Bürger finden lassen, die die Bibliothek vorübergehend ehrenamtlich unterstützen.

Gab es 2013 insgesamt 60 Veranstaltungen - drei davon für Erwachsene - so sind es in diesem Jahr bereits 82 für Kinder und sechs für Erwachsene. Dazu gehören auch die Filmwoche und die Forschertage, die gemeinsam mit der Jugendkoordination durchgeführt werden, aber auch verstärkt Lesungen. Wie Katharina Hellmich sagt, ist die Nachfrage so groß, dass noch mehr Veranstaltungen angeboten werden könnten. Dafür reiche allerdings der Honorartopf derzeit nicht aus.

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Thorsten Wirth 25.11.2014 - 10:35:02

Mehr Kultur wagen!

Ehrenamtliches Engagement ist immer zu begrüßen, weil ohne dieses Einbringen das soziale und kulturelle Leben vielerorts ärmer und trostloser wäre. Bibliotheksarbeit ist allerdings mehr als das Aushändigen von ein paar Büchern. Die Pflege des Bestandes, der Erwerb der passenden Titel oder Reihen, die korrekte Einarbeitung von Neuerwerbungen z.N. - dies alles muss fachlich korrekt ausgeführt werden, wenn der Nutzer die gewünschten Medien später auch rasch finden soll. Daher sollte es immer Ziel bleiben, die Bibliotheksarbeit in gleichmäßig guter Qualität von entsprechend ausgebildetem Personal durchführen zu lassen, anstatt mit wechselnden Aushilfen Löcher zu stopfen. Dass die Nutzerzahlen steigen, belegt die anhaltend hohe Nachfrage nach dieser Dienstleistung. Verbraucherfreundliche Öffnungszeiten und ein mindestmaß an Personal sollten in einer Gemeinde wie Panketal möglich sein. Und wenn dann gemeinsam mit anderen, dem Kulturverein Kunstbrücke z.B. oder anderen freien Trägern oder Initiativen, Veranstaltungen entwickelt werden, ist Panketal wieder ein Stück reicher geworden - zumindest in kultureller Hinsicht!

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