Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zurück zu Grenzkontrollen

Stop zur Passkontrolle: Bundespolizisten sind vorübergehend wieder an den Grenzübergängen präsent
Stop zur Passkontrolle: Bundespolizisten sind vorübergehend wieder an den Grenzübergängen präsent © Foto: Bundespolizei
Daniela Windolff / 16.06.2017, 21:30 Uhr
Schwedt/Angermünde (MOZ) An den Grenzübergängen zu Polen werden seit dieser Woche wieder Passkontrollen durchgeführt. Die Bundespolizeiinspektion Angermünde beor-dert zusätzliche Posten und Streifen an die Grenze. Grund sind erhöhte Sicherheitsanforderungen während des G-20-Gipfels in Hamburg.

"Den Ausweis bitte" - dazu können Reisende von und nach Polen jetzt möglicherweise von Bundespolizisten der Inspektion Angermünde innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches Uckermark, Barnim und Märkisch-Oderland an den Grenzübergängen Rosow, Mescherin, Schwedt, Hohenwutzen und Küstrin aufgefordert werden. Die Grenzschützer sind dort wieder als Kontrolleure präsent, nachdem Bundesinnenminister Thomas de Maiziére in dieser Woche Grenzkontrollen an den deutschen Schengen-Binnengrenzen angeordnet hat.

"Damit soll die Sicherheit des G-20-Gipfels der Staats- und Regierungschef in Hamburg, der am 7. und 8. Juli stattfindet, erhöht werden. Störer oder potenzielle Gewalttäter, die über die deutschen Grenzen ins Land wollen, sollen rechtzeitig erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden", erklärt Inspektionsleiter Tobias Looke. "Allerdings werden die Kontrollen nicht wie früher vor dem Schengenabkommen an festen Kontrollstützpunkten bei jedem Bürger durchgeführt, sondern lageabhängig und räumlich flexibel. Sie sind zeitlich begrenzt bis zum 11. Juli", sagt der Polizeidirektor und erinnert die Bürger daran, dass sie verpflichtet sind, selbst bei kurzen Einkaufs- oder Tank-Trips nach Polen immer Personalausweis oder Pass bei sich zu tragen.

An allen Grenzübergängen oder im nahen Umfeld und im grenzüberschreitenden Bahnverkehr sind Bundespolizisten in Zivil und Uniform präsent und überprüfen den Reiseverkehr. Bei entsprechenden Auffälligkeiten oder Verdachtsmomenten können sie Reisende herauswinken und die Personalien kontrollieren. Man vertraue da auf die Erfahrung und das geschulte Auge seiner Mitarbeiter und arbeite auch mit dem polnischen Grenzschutz, den Kollegen der benachbarten Inspektionen und dem Zoll zusammen, so Tobias Looke. Um angesichts der ohnehin angespannten personellen Situation in der Bundespolizei diese zusätzlichen Kontrollen absichern zu können, hat der Inspektionsleiter für diese Zeit eine Urlaubssperre verhängt.

Insgesamt 330 Mitarbeiter sind in der Bundespolizeiinspektion Angermünde beschäftigt, einschließlich aller Reviere von Gartz bis Manschnow, des Ermittlungsdienstes und der Führungsgruppe. Rund ein Drittel ist ständig zu anderen Aufgaben abgeordnet, zum Beispiel zur Unterstützung im Flughafen Tegel oder an den Grenzübergängen mit großen Flüchtlingströmen in Bayern. Auch überall dort sorgt der G-20-Gipfel zusätzlich für erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Behinderungen des fließenden Grenzreiseverkehrs von und nach Polen befüchten die Angermünder Bundespolizisten durch die wiedereingeführten Kontrollen kaum. "Wir werden nur eingreifen, wie es für die Sicherheit erforderlich ist. Dennoch müssen Reisende mit Kontrollen rechnen."

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Paul Müller 17.06.2017 - 23:12:33

Warum die dort Grenzkontrollen durchführen, versteht kein Mensch ...

... Frau Merkel beauftragte doch nicht aus Spass Herrn Erdogan mit dieser für Deutschland unmöglichen Aufgabe ...

Willi Bald 17.06.2017 - 20:11:29

Unsere Eliten zu beschützen ist

natürlich wichtig. Dazu sind Grenzkontrollen ein Mittel. Nun werden wir aber schon seit vielen Jahren von osteuropäischen Banden und Einzeltätern ausgeraubt ohne dass diese Eliten auch nur einen Finger krümmen, um ihre Bürger zu beschützen.

Ehrentraud Rohne 17.06.2017 - 19:00:17

Die Oderflut - Rückblick auf 1997

In dieser Sonderausgabe wird eindringlich klar gemacht, mit welchen Naturgewalten wir uns auseinander zusetzen haben. Deshalb ist auch die Summe von 300 Millionen € ein Zeichen, mit welcher Energie und Hingabe diese Schäden beseitigt werden. Wenn das schon 88 % sind, ist dies eine anerkennenswerte Leistung. Ich vermisse in dieser Sonderausgabe einen Beitrag von BUND und Nabu mit der klaren Aussage das die Oderdeiche und 5km des Oderlandes zur "Roten Zone" für Biber erklärt werden. Sollte das nächste Hochwasser kommen-und es kommt, dann sind die 300 Millionen in den Sand gesetzt, da die "niedlichen Tierchen" für Deichbrüche sorgen werden. Alle im Oderbruch schütteln die Köpfe über soviel Unvernunft unserer Tierschützer. Aber Sie werden ja zur Stelle sein und retten-nein nicht die Menschen-sondern die Biber!!

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG