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Ostern ganz klassisch

dwindolff / 05.04.2010, 17:55 Uhr
Schwedt

" Ostern klassisch" hieß es an den Feiertagen in Schwedt. Die Uckermärkischen Bühnen hatten ein vielseitiges Veranstaltungspaket geschnürt, das mehr bot als klassisches Schauspiel. Die MOZ präsentierte die Veranstaltung.

Das war etwas für Theaterfans und auch jene, die einmal auf ungewöhnliche weise Theaterluft schnuppern wollten. Den Auftakt gab am Gründonnerstag die Inszenierung von "Nathan der Weise", die in einem fast ausverkauften kleinen Saal ein interessiertes Publikum fand. Regisseur Gösta Knothe hatte hier wegen des Weggangs dreier Schauspieler drei tragende Rollen neu besetzen müssen.

Als junger Tempelherr überzeugte nun Daniele Veterale, die Rolle von Nathans Tochter Recha übernahm Susanne von Lonski, während Manja Kloss die Sultansschwester gab.

Und auch im nächsten Jahr gibt es ein Bonbon. Wie Regisseur und Schauspielleiter Gösta Knothe in der Pause verriet, wird die traditionelle Spielplanposition für den Donnerstag vor Ostern 2011 mit "Einer flog übers Kuckucksnest" besetzt werden. Eine Inszenierung, die erst noch Premiere haben wird. Im ausverkauften Berlischky-Pavillon in Schwedt genossen die Zuhörer das Konzert am Karfreitag mit Hans-Joachim Scheitzbach und Mozartmusik, während am gleichen Abend das Faust-Café ins intime theater lockte. Die ubs. hatten dort angenehme Tischatmosphäre mit Wein und Bier geschaffen. Zum mittlerweile achten Mal war Bernd Mahl zu Gast, der Ehrenpräsident der Internationalen Faustgesellschaft.

In den Zuschauerreihen saß auch Hans-Reiner Georgi aus Meyenburg. Er sagte nach der Veranstaltung: "Der Inhalt des Abends war klasse. Wir haben dazugelernt. Leider hat sich Bernd Mahl zu sehr an seinem Manuskript festgehalten. Die szenische Überraschung durch Schauspieler zum Schluss war aber ein Genuss."

Bereits zum neunten Male haben die Uckermärkischen Bühnen in Schwedt am Sonnabend mit "Faust auf Faust" zu einem besonderen Osterspaziergang eingeladen. An einem Tag wurden gleich beide Teile von Goethes berühmtestem Werk "Faust" gezeigt. Auch hier führte ubs.-Schauspielleiter Gösta Knothe wieder Regie. Er hatte bereits im März Hauptrollen des Stückes mit Schauspielern besetzt, die neu ans Schwedter Theater gekommen waren. So spielte Susanne von Lonski im "Faust I" das Gretchen, während Stefan Bräuler in die Rolle des Mephisto schlüpfte. Außerdem waren erstmals Studenten und Mitglieder der Theaterschule für Körper und Bildung Frankfurt (Oder)auf der Faust-Bühne.

Doch Faust auf Faust ist mehr als Theater. In der langen Pause zwischen den Teilen wird zum Osterspaziergang eingeladen. Gewürzt wird der Bummel durch Hugenottenpark und Altstadt mit Rezitattonen des berühmten "Osterspaziergangs". Begeistert stimmt das Publikum ein: "Vom Eise befreite sind Strom und Bäche.." Ein Textblatt für jeden hilft nach der ersten Strophe weiter. Ein leckeres Osterbüffet stärkt die Besucher für den zweiten Teil.

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