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Bäckerei Franke verkauft Backwerk für einen guten Zweck / Wummernde Bässe beim Basdorfer Markt

Dresdner Stollen aus Biesenthal

Dicht umlagert: Schnucki ist der Name des Rentiers, das in diesem Jahr auf dem Blumberger Weihnachtsmarkt seine Premiere erlebte. Kinder konnten beim Weihnachtsmann Wunschzettel abgeben.
Dicht umlagert: Schnucki ist der Name des Rentiers, das in diesem Jahr auf dem Blumberger Weihnachtsmarkt seine Premiere erlebte. Kinder konnten beim Weihnachtsmann Wunschzettel abgeben. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Hans Still / 01.12.2014, 02:45 Uhr - Aktualisiert 02.12.2014, 13:44
Bernau (MOZ) Am ersten Adventswochenende öffneten etliche Barnimer Weihnachtsmärkte. Die Bürger hatten bei der Vielzahl der Angebote die Qual der Wahl. Die MOZ besuchte Märkte im Niederbarnim.

Glühweinduft konkurriert mit der Rauchfahne, die am Grill aufsteigt. Und nur einige Meter entfernt riecht es nach feinen Backzutaten. Der Biesenthaler Weihnachtsmarkt erinnert schon am Sonnabendmittag mit all seiner Vielfalt an einen Weihnachtsbasar. Umringt von vielleicht 25 Zuschauern kommt Bürgermeister André Stahl letztmalig die Ehre zu, den Stollen anzuschneiden, den Sybille Franke von der gleichnamigen Biesenthaler Bäckerei mitgebracht hat. "Etwas komisch und wehmütig ist mir schon, aber es wird heute trotzdem schön", bekennt der scheidende Politiker, der in Bernau mittlerweile als Bürgermeister die Geschäfte führt. In Biesenthal wird er Ende Januar das Amt niederlegen, im Februar stimmen die Stadtverordneten über seinen Nachfolger ab.

Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz Bernau
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Weihnachtsbaum in Bernau

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Der Biesenthaler Stollen, so verrät indes Sybille Franke, kommt dem berühmten Dresdner Stollen vom Striezelmarkt sehr nahe. "Meine Tochter hat in Dresden gelernt und war 2002 in Dresden das Stollenmädchen." Butter, Mandeln, Rosinen - lediglich edle Zutat kommen in den Franke-Stollen. Der Erlös des Verkaufs kommt übrigens der Kita "Knirpsenland" zugute.

Eröffnung der Eisbahn Stadtwerke on Ice in Bernau
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Auf dem Schönower Weihnachtsmarkt hat sich kurz vor 16 Uhr der Platz etwas gelichtet. "Die Leute sitzen schon in der Kirche, das Konzert beginnt doch gleich", klärt Jutta Krahl vom Gemeindekirchenrat auf. Sie steht hinter der Kuchentheke, die selbst zu dieser Zeit noch verführerische Backwaren anzubieten hat. Dabei waren schon zwanzig Kuchen verkauft worden. "Am besten ging die schwedische Apfeltorte", erzählt die Frau, die für die Kälte gar nicht mal so dick eingepackt ist. "Ich bin doch ständig in Bewegung", erklärt Jutta Krahl.

Derweil freut sich Willfried Schmalz über den Erfolg der Krippenausstellung in der Kirche Ladeburg. 37 Krippen aus aller Welt waren dort eine Woche lang zu sehen. "229 Besucher hatten wir bis zum Sonnabendnachmittag, damit sind wir hoch zufrieden", strahlt der Bernauer, dem besonders der Standort der prachtvollen Bernauer Krippe vor dem Kirchenaltar zusagt. "Die Krippe ist in Bernau nur fünf Tage im Jahr beim Weihnachtsmarkt zu sehen", bedauert Willfried Schmalz. Ebenfalls zufrieden sind Elfriede und Heinz Ristau. Die beiden promovierten Akademiker hatten in der Presse von der Ausstellung gelesen und hatten sich erwartungsfroh ins Auto in Richtung Ladeburg gesetzt. "Sehr gelungen und sehr informativ", urteilten sie nach einem Gespräch mit Rosel Wunderlich-Marsing.

Der Basdorfer Weihnachtsmark macht schon aus der Ferne mit wummernden Bässen auf sich aufmerksam. Weihnachtsstimmung gibt es zwar auch, aber das Jahrmarkttreiben mit Karussells und anderen Bahnen übertönt alles, was irgendwie mit besinnlicher Festlichkeit zu tun haben könnte. Dabei sind hunderte Menschen gekommen, um es sich auf dem Weihnachtsmarkt-Rummel gemütlich zu machen. Marcus Bock vom FSV Fanshop kann sich jedenfalls nicht beklagen: "Unser Glühwein gilt als besonders gelungen", behauptet er. Gunnar Moritz, Eventveranstalter aus Basdorf, lobt hingegen den selbstgemachten Winter-Hugo und den selbstgemachten Glühwein, der "nicht aus dem Tetrapack" kommt. Mit seinem kalt gebeizten Lachs im Buchenrauch hat Moritz tatsächlich eine Besonderheit im Angebot, die vielfach geäugt und auch gern genossen wurde.

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