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Fraktion kündigt neuen Antrag an

Wunsch nach mehr Präsenz der Polizei

Olav Schröder / 03.12.2014, 08:00 Uhr
Panketal (MOZ) Die Fraktion aus CDU und FDP hat einen Antrag zur Eröffnung einer Revierpolizeiaußenstelle in Schwanebeck zurückgezogen. Wie die Fraktion ankündigte, soll das Thema Sicherheit jedoch noch einmal möglichst fraktionsübergreifend eingebracht werden.

Vor der Entscheidung zur Vertagung hatte es in mehreren Ausschusssitzungen Diskussionen über den Antrag gegeben. Wie Karl-Heinz Fittkau (CDU) klarstellte, sei nicht daran gedacht, in Schwanebeck einen zusätzlichen Revierpolizisten einzusetzen. Dies sei Sache der Polizei. Die Gemeinde könnte ihrerseits den Wunsch nach Verstärkung der Polizeipräsenz in Schwanebeck dadurch unterstützen, dass sie einen Raum anbeitet, in dem ein Revierpolizei erreichbar sei. So sah der Antrag auch vor, dass die Verwaltung beauftragt werde, gemeinsam mit dem Leiter der Polizeiinspektion Barnim eine Umsetzungsmöglichkeit für diesen Vorschlag erarbeitet. Die Zahl von vier Revierpolizisten in Panketal solle auch nicht aufgestockt werden. Einer von ihnen würde zur regelmäßigen Sprechstunde dann nicht mehr in Zepernick, sondern in Schwanebeck anzutreffen sein.

In Brandenburg gebe es auf durchschnittlich 5000 Einwohner einen Revierpolizisten. Im ländlichen Raum sei das Verhältnis 4000:1, im städtischen Bereich 7000:1. Schwanebeck habe etwa 6000 Einwohner. Im Interesse der Bürgernähe sei damit die Einrichtung einer Revieraußenstelle geboten. "Die Menschen wollen mit einem Polizisten reden und nicht dafür nach Bernau oder Zepernick fahren", fasste Karl-Heinz Fittkau die Auffassung der Fraktion zusammen.

Die Reaktion in den anderen Fraktionen war zwar positiv, der Vorschlag sollte jedoch überarbeitet werden. "Die Bürger benötigten vor allem Informationen durch die Polizei", bekräftige Christel Zillmann (Linke) die weitere Behandlung des Themas. Ähnlich sieht es die sachkundige Einwohnerin der Linken, Ilona Trometer, die sich für eine stärkere Betonung der Prävention aussprach. Der Antrag sei gut, es passiere viel, sagte Hendrik Müller (Bündnisgrüne) und fragte: "Wie können wir aber Einfluss nehmen? Man muss über das Thema Sicherheit reden." Die Grundidee begrüßte auch Stefan Stahlbaum, ebenfalls von den Bündnisgrünen. Allerdings sei der "Effekt" nicht klar. Als Prüfauftrag für konkrete Vorschläge signalisierte Jochen Bona (Unabhängige Grüne) Zustimmung, verwies aber auch darauf, dass im Grenzgebiet eine höhere Kriminalität zu verzeichnen sei.

In Panketal sind vier Revierpolizisten sowohl in Zepernick als auch in Schwanebeck tätig. Ihr Büro befindet sich in Zepernick an er Feuerwehrwache. Die Sprechstunden sind dort dienstags von 14 bis 18 Uhr. Die Telefonnummer lautet 030 94519434. Angesprochen werden können sie nicht nur während dieser regelmäßigen Sprechstunden, sondern auch, wenn sie in der Gemeinde unterwegs sind. Außerhalb der Sprechtage ist die Polizeiinspektion Barnim in Bernau unter 03338 3610 zu jeder Zeit erreichbar. Im Notfall ist die 110 zu wählen.

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