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Oft fuhren leere Busse nachts durch die Ortsteile. Die Umstellung gilt seit Sonntag.

Nachtverkehr wird ausgedünnt

Seit Sonntag gelten auch im Nahverkehr neue Fahrpläne.
Seit Sonntag gelten auch im Nahverkehr neue Fahrpläne. © Foto: René Matschkowiak
Frank Groneberg / 15.12.2014, 03:51 Uhr - Aktualisiert 13.07.2015, 12:09
Frankfurt (MOZ) Seit Sonntag gelten auch im Nahverkehr neue Fahrpläne. Starke Einschnitte gab es beim Nachtverkehr der Buslinie N2.

Um es vorwegzunehmen: Revolutionäre Neuerungen bringt der Fahrplanwechsel, der in der Nacht zu Sonntag vollzogen worden ist, im Frankfurter Nahverkehr nicht. Straßenbahnen und Busse fahren wie gewohnt alle 20 oder 30 Minuten oder in noch größeren Abständen - je nach Tageszeit und Strecke. Es ist keine neue Linie hinzugekommen, es wurde keine bisherige Linie gestrichen. Die Betriebszeiten wurden nicht erweitert. Der neue Fahrplan, der bis Mitte Dezember 2015 gilt, nimmt den Rhythmus seines Vorgängers auf und behält ihn weitgehend bei.

Allerdings: Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Die wichtigste: "Grundsätzlich fahren unsere Busse und Straßenbahnen etwas früher als laut dem vorherigen Fahrplan", sagt Andreas Lorenz, Geschäftsbereichsleiter Verkehr bei der Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF). "Für uns ist der Fahrplan der Regionalexpresslinie RE 1 entscheidend, nach dem richten wir uns, auf den stimmen wir unseren Fahrplan ab." Da die Züge des RE 1 seit Sonntag zum Teil etwas früher abfahren als bisher, mussten auch die Abfahrtzeiten der SVF-Fahrzeuge zum Teil verändert werden. Auf der Straßenbahnlinie 1 beispielsweise bleibt alles beim Alten. Die Bahnen der Linie 2 dagegen fahren zum Teil eine Minute früher ab. Auf der Linie 3 starten die Straßenbahnen ab Europa-Universität sogar drei Minuten früher als in den vergangenen zwölf Monaten. Viele Fahrgäste haben sich aber an die Abfahrtzeiten gewöhnt, haben den Beginn ihres Arbeitstages darauf abgestimmt, weiß Andreas Lorenz. "Wir empfehlen daher unbedingt, sich die neuen Fahrpläne an den Haltestellen oder im Internet auf www.svf-ffo.de genau anzusehen."

Apropos Haltestellen. Da gibt einige Änderungen. Zum einen wurde die Straßenbahnhaltestelle Conergy Solarmodule umbenannt in Astronergy Solarmodule. Sebastian Kleinau, Haltestellenwart bei der SVF, hat vergangene Woche die Beschilderung ausgetauscht. Für ihn waren die vergangenen Tage übrigens besonders arbeitsreich, mussten doch an 340 Haltestellen die Fahrplanaushänge erneuert werden. Zum anderen bekam die Haltestelle Topfmarkt einen Namenszusatz und heißt jetzt Topfmarkt/Konzerthalle. "Der Wunsch, auf die Konzerthalle hinzuweisen, besteht seit mehreren Jahren", erklärt Andreas Lorenz. "Schließlich ist die Konzerthalle ein wichtiges Aushängeschild unserer Stadt."

Entfernt wurden zwei Bushaltestellen. Die Haltestelle Kellenspring war zuletzt nur noch von der Nachtlinie N2 bedient worden. Und die Haltestelle Walter-Korsing-Straße der Linie 984 wurde gestrichen, weil sich der Halt dort, wo die Straßenbahngleise den Anger queren, als zu gefährlich erwiesen hat.

Stark ausgedünnt wurde mit dem Fahrplanwechsel das Angebot des Nachtverkehrs. Die Busse der Nachtlinie N2, die sämtliche Ortsteile ansteuern, verkehren seit Sonntag nur noch einmal, nämlich ab 4.55 Uhr. Bisher drehten die Busse zumindest sonnabends ab 0.55 Uhr drei große Runden. "Die Nachfrage ist zu gering", erläutert Andreas Lorenz. Die Busse seien überwiegend leer gefahren - und das auf der mit mehr als 20 Kilometern längsten Linie der Stadt, auf der eine komplette Runde fast 100 Minuten dauert. Die Fahrt ab 4.55 Uhr sei dagegen wichtig als Zubringer im Berufsverkehr, vor allem nach Markendorf. "Die Nachtbuslinie N1 bleibt aber unverändert", versichert Andreas Lorenz. "Hier zeigen die Zahlen: Der Bedarf für diese Linie ist auf jeden Fall vorhanden."

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