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Panketaler Gemeindevertretung entscheidet über Größe und Ausstattung des Hortneubaus im Januar

Mensa-Erweiterung liegt auf Eis

Olav Schröder / 17.12.2014, 07:56 Uhr
Panketal (MOZ) Positiv ist der Entwurf für den Hortneubau in Schwanebeck in der Panketaler Gemeindevertretung aufgenommen worden. Dagegen wurde die erste Ideenskizze für eine Mensa-Erweiterung in Zepernick von der Tagesordnung genommen. Das Projekt liegt erst einmal auf Eis.

Die Elternkonferenz hatte sich bereits für den Entwurf der Mensa-Erweiterung ausgesprochen, informierte Uwe Pöhler, Schulelternsprecher der Grundschule Zepernick die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montagabend und fügte hinzu: "Um so irritierter sind wir jetzt über den Rückzieher. Wie geht es jetzt weiter?"

Seit Wochen und Monaten gibt es heftige Klagen, dass die Kapazitätsprobleme in der Zepernicker Schulmensa häufig zu unakzeptablem Stress beim Essen führen - seien es die langen Schlangen und Wartezeiten, der Lärmpegel oder der fehlende Platz. Dies sei keine momentane Situation, sondern seit 2012 bekannt, wie eine weitere Elternvertreterin unterstrich. Über die kurzfristige Änderung wie die Bestellung von Tischen und Stühlen für 60 zusätzliche Plätze hinaus bestehe dringender Handlunsbedarf für eine langfristige Lösung.

Die Erweiterung aber wird nach den Diskussionen in den Ausschüssen der Vorwoche über einen ersten Entwurf für grob geschätzte 1,3 Millionen Euro vorerst nicht weiter behandelt. Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) zog die Vorlage zurück. Er verwies auf die großen Bauvorhaben wie den Schulergänzungsbau in Zepernick für 5,5 Millionen Euro und den Hortneubau in Schwanebeck für knapp vier Millionen Euro. Die Mensa-Erweiterung würde die Gemeinde derzeit personell und finanziell überfordern. Innerhalb von zwei Jahren könne ein solches Projekt nicht in Angriff genommen werden. In dieser Zeit sollte getestet werden, ob nicht auch "eine intelligente wechselweise Nutzung vorhandener Räume" oder der Schulneubau die Situation entspannen können.

Die Essensversorgung sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, die "derzeit nicht angemessen erfüllt wird", hielt Stefan Stahlbaum (Bündnisgrüne) dagegen. Bei akzeptablen räumlichen Bedingungen würden noch viel mehr Schüler in der Mensa essen. Stahlbaum deutete an, dass jede Fraktion die Mensa-Erweiterung wieder auf die Tagesordnung setzen könne. Am Montag scheiterte sein Antrag auf Wiederaufnahme nur an einer Stimme.

Sigrun Pilz (CDU/FDP) plädierte dafür zu prüfen, welche Freiräume durch den Ergänzungsbau auch in anderen Schulgebäuden geschaffen werden. Michael Wetterhahn (Linke) stellte die Frage in den Raum, weshalb früher genutzte Räumlichkeiten der Grundschule nicht mehr in Frage kämen. Olaf Mangold (SPD) schlug die Bildung einer Arbeitsgruppe vor, die nicht nur den Mensabetrieb, sondern auch die Erneuerung der Sporthalle und den Jugendclub berücksichtige.

Seit Jahren ist die Erweiterung des Horts in Schwanebeck im Gespräch. Im Januar soll endgültig über seine Größe und Ausstattung abgestimmt werden. Der Neubau wird zurzeit für 280 Kinder geplant und würde damit der Erweiterung der Grundschule Schwanebeck auf drei Klassenzüge pro Jahrgang entsprechen. Außerdem ist zu entscheiden, ob eine Küche zum Selbstkochen für 80 Kita-Kinder oder eine Verteilerküche eingerichtet wird.

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