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Sarah Wiener will in biologische Landwirtschaft einsteigen

Starköchin kauft Gut Kerkow

Sarah Wiener hat mit ihren Partnern Gut Kerkow gekauft: Die Starköchin setzt sich für die Rettung von Böden ein - hier bei einer Pflanzaktion 2013 in Berlin im Rahmen der Kampagne "Save our Soils".
Sarah Wiener hat mit ihren Partnern Gut Kerkow gekauft: Die Starköchin setzt sich für die Rettung von Böden ein - hier bei einer Pflanzaktion 2013 in Berlin im Rahmen der Kampagne "Save our Soils". © Foto: picture alliance / dpa
Daniela Windolff / 21.12.2014, 07:45 Uhr
Kerkow (MOZ) Deutschlands wohl bekannteste Köchin Sarah Wiener wird womöglich bald in der Uckermark kochen, auf jeden Fall uckermärkische Bioprodukte auf ihre Teller zaubern. Sie hat mit zwei Partnern Gut Kerkow gekauft. Der Vertrag wird erst Anfang 2015 wirksam, doch Zukunftspläne werden bereits geschmiedet.

Gut Kerkow ist verkauft. Doch was zunächst wie ein von Schwarzsehern prophezeites Ende des etablierten, innovativen Lebenswerkes seines Gründers Johannes Niedeggen klingen mag, soll ihm im Gegenteil die Zukunft sichern. Die Familie des im Februar 2013 in seiner Biogasanlage tödlich verunglückten Bio-Bauern hatte sein Erbe übernommen und den Betrieb mit seinen verschiedenen Geschäftsbereichen Landwirtschaft, Restaurant, Pension und Hofladen mit eigener Fleischverarbeitung und Käserei sowie der Biogasanlage mit aller Kraft aufrecht erhalten. Die Mitarbeiter zogen engagiert mit. Mit dem Verkauf soll das Gut Kerkow nun für die Zukunft auf festen Füßen stehen und den 20 Mitarbeitern langfristig Arbeitsplätze sichern. Man schaut zuversichtlich in die Zukunft.

Aus dem Unternehmen Sarah Wiener wurde der Kauf von Gut Kerkow bestätigt. Mit den Mitarbeitern wurde bereits eine Betriebsversammlung abgehalten. "Es findet ein Betriebsübergang statt, demnach werden auch alle Mitarbeiter übernommen", versichert Sprecherin Susanne Schlösser.

Auch die bisherigen Geschäftsbereiche sollen erhalten bleiben. Mit Familie Niedeggen wurden bereits seit über einem Jahr Gespräche über Gut Kerkow geführt. Der Erwerb des Gutes sei ein bewusster Schritt von Sarah Wiener in die biologische Landwirtschaft sowie ein weiterer logischer Schritt in die Praxis der nachhaltigen Erzeugung von Lebensmitteln. Wichtig sei den Käufern, das Konzept von Gut Kerkow im Sinne der Familie Niedeggen weiter zu führen und zu entwickeln. Gut Kerkow wurde in jahrelanger Arbeit von Johannes Niedeggen entwickelt. Vor dieser Leistung habe man großen Respekt. Bei diesem Hintergrund und der komplexen Gesamtsituation des Gutes wolle man erst einmal in aller Ruhe den Übergang gestalten, bevor über Zukunftskonzepte gesprochen werde, heißt es aus dem Unternehmen.

Die 1962 in Halle geborene Sarah Wiener ist vor allem durch TV-Auftritte und als Buchautorin bekannt. 1990 gründete sie ihr eigenes Unternehmen, die Sarah Wiener GmbH mit über 160 Mitarbeitern, und betreibt unter anderem drei biozertifizierte Restaurants in Berlin. Sarah Wiener engagiert sich öffentlich für eine nachhaltige Landwirtschaft und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen sowie für ein "ethisch-ökologisches Ernährungsbewusstsein".

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Auch Leser 09.01.2015 - 14:05:08

Ist schon toll,

das es mit Kerkow weiter gehen wird. Sarah Wiener hat natürlich auch den passenden Namen. Aber Bemerkungen zur Trauerfeier usw. haben hier nichts zu suchen. Es interessiert hier auch Niemanden, dass ich jemanden kenne, der schon mal in Kerkow war. Wollen wir hoffen, dass die Frau Wiener sich mal irgendwann in Kerkow sehen lässt und es wirklich zu einem Kaufabschluss kommt. Alles Gute!

Pöppel ,Herbert 08.01.2015 - 11:44:11

N. n. !

Nomen nominandum = der Namen ist hier einzusetzen ! " Der Leser " mißachtet das = MOZ ' ens - Heckenschütze ...........

Leser 06.01.2015 - 21:51:30

@ Pöppel

War bei der bewegenden Trauerfeier usw....... Wer will das wissen ? Sie müssen sich aber auch überall wichtig tun. Sarah Wiener hat doch nicht das Gut übernommen, um geliebt zu werden...... Sie will Kohle verdienen und das Gut hat ideale Voraussetzungen. Ich wünsche Ihr alles Gute dabei.

Pöppel , Herbert 25.12.2014 - 12:01:48

Sahra W. im uckermärkischen Kerkow !

Gut , daß Sahra W. die Tradition unseres geliebten Johannes N. fortführt , bestmmt wird SIE in Zukunft auch geliebt ........ Herbert Pöppel , Berlin PS : Mein 5. K. war nur ein Test , weil ich vor einigen Tagen keinen Zutritt erlangte . War 2013 bei der bewegenden Trauerfeier in der Angermünder Marienkirche und auch auf dem Gut : Gutshaus und Tenne .

Pöppel 25.12.2014 - 11:47:06

!!!

???

Mr. Kerkow 1996 22.12.2014 - 21:08:13

Jeder noch so kleine Impuls ...

kann nur gut für die Entwicklung unserer Region sein. Ob Sarah Wiener nun eine Top-Köchin ist oder nicht, sie ist auf jeden Fall medienwirksam und lenkt vielleicht die Entscheidung des ein oder anderen Unternehmers oder Touristen in die Uckermark. Ich find's super!

Edwin Raiser Angermünde 22.12.2014 - 11:34:01

Herzlich Willkommen

Ein herzliches Willkommen in Angermünde an Frau Wiener und ihre Partner. Ich freue mich über die Entscheidung von Frau Wiener das Gut Kerkow zu kaufen und zu betreiben. Eine gute Nachricht, wie ich finde. Edwin Raiser Angermünde

AW Nord 22.12.2014 - 00:55:45

Da investiert man doch gern ;-)

Schön zu sehen, wie unternehmerische Entscheidungen von einzelnen Vertretern der MOTZenden Leserschaft hier gesehen werden. Sicher kann man über SW geteilter Meinung sein, ein Unternehmen mit ~ 200 Mitarbeitern aufzubauen und dann um einen uckermärkischen Betrieb mit mehreren Geschäftsfeldern und weiteren 20 Mitarbeitern zu erweiternm, verdient meinen Respekt. Aus meiner Perspektive müssen in der Uckermark (und nicht nur dort) weit mehr als nur 20 Reissäcke umfallen, um weitere Investitionen anzuziehen. Oder hat "optionale Felder" dazu auch eine Lösung parat?

Optionale Felder 21.12.2014 - 18:03:01

Die Dame ist

von Ihren Kenntnissen und ihren Fertigkeiten nicht nur als Köchin etwas überbewertet. Insofern ist der Beitrag in etwa vergleichbar mit der Meldung, dass in Peking ein Fahrrad umgefallen ist. Wann macht diese Zeitung eigentlich mal richtigen, d.h. auch unabhängigen Journalismus über wirklich wichtige Themen?

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