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Das Kammerorchester Fürstenwalde bietet mit Gastmusikern ein abwechslungsreiches Neujahrskonzert im Dom

Zum Abschluss der Radetzky-Marsch

Psst: Mit klaren Handzeichen wusste Dirigentin Felicitas Eickelberg beim Neujahrskonzert des Kammerorchesters Fürstenwalde im Dom beim Radetzky-Marsch die Zuhörer zu bremsen - und wenig später wieder zum regen Mitklatschen zu animieren.
Psst: Mit klaren Handzeichen wusste Dirigentin Felicitas Eickelberg beim Neujahrskonzert des Kammerorchesters Fürstenwalde im Dom beim Radetzky-Marsch die Zuhörer zu bremsen - und wenig später wieder zum regen Mitklatschen zu animieren. © Foto: Cornelia Link
Cornelia Link / 06.01.2015, 07:08 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Mit einem eindrucksvollen Programm von klassischen Klängen bis zu modernen Stücken überzeugte das Kammerorchester Fürstenwalde mit Gastmusikern am Sonntagabend beim Neujahrskonzert im vollbesetzten St. Marien-Dom. Auch für 2015 hat die Gruppe musikbegeisterter Laien viel vor - und freut sich über weitere Mitstreiter.

Es war in der Spreestadt der musikalische Auftakt für das neue Jahr. Das Neujahrskonzert lockte am Sonntagabend hunderte Gäste in den Dom, die sich nicht nur im Kirchenschiff und auf den beiden Emporen, sondern auch in der Winterkirche erwartungsvoll auf ihren Stühlen drängten. "Mithilfe des Heizungsmonteurs haben wir heute doppelten göttlichen Beistand", betonte Pfarrer Jörg Hemmerling bei seinen Eröffnungsworten und konnte somit Entwarnung geben: Man müsse nicht mehr frieren, wie noch vor einigen Wochen beim Weihnachtskonzert der Sparkasse, als die Heizung ausgefallen war.

"Da das Knallen jetzt ja wieder verboten ist, erinnern wir uns musikalisch gern an den Jahreswechsel und starten mit der Feuerwerksmusik", machte der Pfarrer den Weg frei für den Auftritt der Musiker. Die zogen mit Händels Werk die Zuhörer schnell in ihren Bann. Viel Applaus gab es auch für den 1. Satz aus Mozarts Klavierkonzert in F-Dur. Solistisch überzeugte dabei Charlotte Schwarz (17), die sechsmal bei "Jugend musiziert" teilgenommen, dabei 1. und 2. Preise auf Regional- und Landesebene errungen hat.

Abgerundet wurde der Auftritt des Kammerorchesters Fürstenwalde, unterstützt durch das Jugendkammerorchester "Dukewood Strings", Bläser und Schlagzeuger des 1. Brandenburgischen Gardeblasmusikkorps sowie ehemalige Musikschüler aus Fürstenwalde und Berlin - bei Bizets "Carmen Fantasie" und der eher ruhigen Titelmusik der Fernsehserie "Games of Thrones". Muntere Töne erklangen dagegen beim Tanz der Rohrflöten aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowski, und sogar leichtes Schunkeln machte sich im Dom beim weihnachtlichen Titelthema von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" breit, das mit tosendem Applaus honoriert wurde. Auch mit moderner Musik wie dem Thema aus dem Film "Mission Impossible" konnten die Musiker überzeugen. Gut kamen auch Brahms "Ungarische Tänze", Johan Strauss' "An der schönen blauen Donau" und zum Abschluss der Radetzky-Marsch an. Dirigentin Felicitas Eickelberg, die nach dem Rücktritt von Gründer Alexej Ilenko seit 2013 dem Kammerorchester vorsteht, wusste das Publikum genau zu den Takten zu bremsen oder zum Applaudieren zu animieren.

Da der Abschluss-Applaus nicht enden wollte, wurden als Zugaben kurzerhand nochmal die "Drei Haselnüsse ..." sowie "Mission Impossible" gespielt. Viel Zuspruch bekamen die Akteuren nach dem Auftritt.

"Wir sind sehr zufrieden, dass wieder so viele Zuhörer zu unserem Neujahrskonzert erschienen sind", freute sich Winfried Nowak, der die 1. Geige spielt und auch Konzertmeister ist. Zugleich fungiert der 49-jährige Vermessungsingenieur als Vorsitzender des Vereins Kammerorchester Fürstenwalde. Gegründet hatte sich die Laienmusikgruppe bereits im Jahr 2001, seit 2003 gibt es den dazugehörigen gemeinnützigen Verein. Fast 20 Leute sind derzeit aktiv.

"Wir stellen uns gern den Herausforderungen des neuen Jahres", sagt Nowak. Schon seit Herbst hatte man bei den wöchentlichen Proben im Kammermusiksaal der Musikschule (Dienstag:, 18.15 Uhr) das Konzert vorbereitet. "Wir suchen weiterhin Mitstreiter, besonders Streicher und Holzbläser." Eine Altersbeschränkung gebe es nicht. "Gern sind Jugendliche willkommen, die noch keine große Erfahrung haben, aber auch Erwachsene, die jahrelang ihr Instrument nicht ausgepackt haben", versucht Nowak die Schwellenängste zu nehmen. Ob man zueinander passt, entscheide sich meist schon nach wenigen Proben.

"Nach dem Neujahrskonzert werden wir als nächstes im Mai ein Frühlingskonzert im Katharina von Bora-Heim geben." Geplant sind vor der Sommerpause wieder zwei Auftritte in Kirchen der Region. Hinzu kommen solche bei Veranstaltungen der Musikschulen, mit denen man eng zusammen arbeitet. "Und im Herbst beginnt dann die Vorbereitung für das nächste Neujahrskonzert", blickt Winfried Nowak voraus. Willkommen seien zudem Sponsoren, die dem Orchester mit ihrer Spende den Kauf von Noten sowie die Durchführung von Probenwochenenden ermöglichen.

Infos: www.kammerorchester-fw.de

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