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"Wir sind nicht größenwahnsinnig"

Eingeschwebt: Soweit noch nicht geschehen, werden derzeit Filigranplatten auf den Kellergeschossen der Stadtvillen und der Tiefgaragen verlegt. Bis Ende Januar sollen die Decken mit Stahlbewehrung versehen und in Beton gegossen sein.
Eingeschwebt: Soweit noch nicht geschehen, werden derzeit Filigranplatten auf den Kellergeschossen der Stadtvillen und der Tiefgaragen verlegt. Bis Ende Januar sollen die Decken mit Stahlbewehrung versehen und in Beton gegossen sein. © Foto: MZV
Friedhelm Brennecke / 08.01.2015, 09:00 Uhr
Oranienburg (MZV) Mehr als 12,5 Millionen Euro steckt die städtische Wohnungsbaugesellschaft Woba dieses Jahr in den Neubau und die Modernisierung ihrer Immobilien. Mit 10,3 Millionen Euro entfällt der Löwenanteil auf die Neubauten in der Altstadt und am Schlosshafen.

In der Altstadtsiedlung wird bereits seit Mitte September gebaut. Zwei Tiefgaragen mit 74 Stellplätzen und drei Stadtvillen mit insgesamt 29 Wohneinheiten entstehen dort im Karree zwischen Bötzower Platz und Straße zum Schlosspark sowie Garten- und Kanalstraße.

"Bis Ende Januar wollen wir die Kellerdecken gegossen haben, um die Gebäude vor einem möglichen Wintereinbruch dicht zu bekommen", sagt Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski. Seit Dienstag wird auf der Baustelle nach der Weihnachtspause wieder gearbeitet. Derzeit werden die Filigrandeckenplatten angebracht.

5,7 Millionen Euro lässt sich die Woba, deren Anlagevermögen auf mehr als 113 Millionen Euro taxiert wird, die Modernisierung der Altstadtsiedlung allein in diesem Jahr kosten. Doch mit der Fertigstellung der Neubauten, mit der Jarczewski im September rechnet, ist das Projekt westlich des Bötzower Platzes noch lange nicht abgeschlossen. Bis 2018 nimmt die Gesellschaft nochmals gut 13,6 Millionen Euro in die Hand, um den Block an der Kanalstraße 58 bis 62 sowie ihre Häuser an der Straße zum Schlosspark 15, 17, 19, 21 und 23 sowie in der Gartenstraße 2 a bis 3 c umfangreich zu modernisieren.

Wegen der anstehenden Sanierung werden 35 Wohnungen in den genannten Blöcken derzeit nicht vermietet. Knapp 200 Wohneinheiten werde die Woba nach Abschluss der Modernisierung in der Altstadtsiedlung vorhalten. Einen Verdrängungsprozess durch überhöhte Mieten müsse niemand befürchten. "Allerdings werden die Mieten in den neuen Stadthäusern schon deutlich über denen in den Bestandsbauten liegen", sagt Jarczewski, ohne aber bereits konkrete Zahlen zu nennen.

"Wir sind jedenfalls sehr optimistisch, dass wir für die Neubauten auch rasch entsprechende Mieter finden", so der Geschäftsführer. Er geht davon aus, dass die ersten womöglich schon im November/Dezember dieses Jahres dort einziehen können. "Uns liegen bereits zahlreiche Anfragen sowohl für die Altstadtsiedlung als auch für die Stadtvillen am Schlosshafen vor", weiß Woba-Prokuristin Birgit Wehner.

Mit dem Bau der fünf Stadtvillen gegenüber dem Schloss wird es dieses Jahr losgehen, "voraussichtlich ab August", sagt Bernd Jarczewski. Immerhin 45 Wohneinheiten sollen dort in bester Innenstadtlage im Grünen und an der Havel entstehen. 4,6 Millionen Euro hat die Woba dafür für 2015 eingeplant, weitere 6,9 Millionen Euro im nächsten Jahr. Ende 2016 sollen die Villen stehen und komplett bezugsfertig sein.

Erste Pläne hat das städtische Unternehmen, das rund 3 700 Wohneinheiten sein eigen nennt, auch schon für eine Fläche südlich der neuen Stadtbibliothek in der Schublade. Zwischen Neringstraße und Havelpromenade soll eine moderne Wohnanlage entstehen, die das Wohnen in der Oranienburger Innenstadt noch attraktiver macht. "Das Grundstück erwerben wir in diesem Jahr. Mit einer Bebauung beginnen wir aber erst ab 2018/19. Schließlich sind wir nicht größenwahnsinnig. Ohne eine stattliche Summe Eigenkapital fassen wir kein Projekt an", sagt Jarczewski, der die Woba sehr solide aufgestellt sieht.

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