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"Elon" fegt über Brandenburg

Der Sturm riss in Prenzlau das Dach einer Schule bei laufendem Unterricht herunter.
Der Sturm riss in Prenzlau das Dach einer Schule bei laufendem Unterricht herunter. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
MOZ/dpa / 09.01.2015, 20:23 Uhr - Aktualisiert 10.01.2015, 18:58
Frankfurt(Oder) (MOZ/dpa) Heftige Orkanböen haben in Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet und mehrere Menschen verletzt. Der Sturm wütete auch in Brandenburg: In Beeskow (Oder-Spree) wurde eine Frau in einem Supermarkt verletzt, in Prenzlau ein Schuldach abgedeckt.

In dem Supermarkt in Beeskow (Oder-Spree) fiel eine Deckenplatte herab, nachdem ein Baum auf das Gebäude gestürzt war. Eine Frau musste ambulant behandelt werden. Nach Polizeiangaben sog sich die Decke anschließend mit Wasser voll und drohte ganz einzustürzen. Der Supermarkt wurde geschlossen.

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Bereits am Vormittag hatte der Sturm in Prenzlau (Uckermark) gewütet. Bei laufendem Unterricht riss er das Dach der Artur-Becker-Grundschule herunter. Verletzt wurde niemand. Die obere Etage des Hauses musste sofort gesperrt werden. Die Feuerwehr schnitt die Reste des Flachdachs herunter, um die Sicherheit am Haus wiederherzustellen. Die Stadtverwaltung will sofort eine Ausschreibung für ein neues Dach in Auftrag geben, um den Schulbetrieb abzusichern.

In Fürstenwalde (Oder-Spree) setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Da die Bewohner nicht zu Hause waren, sei niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen.

Im Raum Fürstenberg/Havel (Oberhavel) war die Feuerwehr pausenlos wegen umgestürzter Bäume im Einsatz. Im Ortsteil Bredereiche fiel nach einem Gewitter gegen 13 Uhr vorübergehend die Versorgung mit Strom und Trinkwasser aus, auch das Telefon-Festnetz funktionierte nicht mehr. Die Unterbrechung dauerte rund zwei Stunden.

Insgesamt rund 100 Mal waren Polizei und Feuerwehr am Freitag wegen des Sturms im Kand im Einsatz. Die Schäden vor allem durch umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste waren über das ganze Land verteilt.

Auf Straße und Schiene löste "Elon" teilweise ein Chaos aus. Die Autobahn 11 musste zwischen den Anschlussstellen Pfingstberg und Joachimsthal (Barnim) voll gesperrt werden. Mehrere Bäume waren dort auf die Fahrbahn gestürzt. Es bildeten sich mehrere Kilometer lange Staus in beiden Richtungen.

Die Berliner S-Bahn-Verkehr war massiv von dem Unwetter betroffen. Auf der Linie S 1 fielen zwischen Borgsdorf und Birkenwerder (Oberhavel) Bäume auf die Gleise. Dort mussten Fahrgäste über Leitern aus der S-Bahn steigen. Umgestürzte Bäume blockierten am Nachmittag unter anderem die Fernverkehrsstrecken Hamburg-Hannover und Hamburg-Berlin.

Die heftigsten Orkanböen wurden mit einer Geschwindigkeit von 151 Stundenkilomtern auf dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz gemessen. Auf einem Hamburger Schulhof wurden zwei Mädchen von einem umstürzenden Baum getroffen und kamen in ein Krankenhaus.

Stürme und Orkane werden Deutschland nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch die nächsten Tage fest im Griff halten.

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