Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Polnisches Unternehmen TZMO in Biesenthal geht nächsten Schritt zur Erweiterung

Neue Halle bringt Arbeitsplätze

Gut ausgelastete Logistikhalle: Lagermitarbeiter Marcel Bethke muss mit Hilfe des Gabelstaplers die Paletten mit den Hygieneartikeln so in die Regale bringen, dass die Auslieferung problemlos erfolgen kann.
Gut ausgelastete Logistikhalle: Lagermitarbeiter Marcel Bethke muss mit Hilfe des Gabelstaplers die Paletten mit den Hygieneartikeln so in die Regale bringen, dass die Auslieferung problemlos erfolgen kann. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 11.01.2015, 21:09 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der polnische Hygiene- und Verbandmittelhersteller TZMO (Torunskie Zaklady Materialów Opatrunkowych) ist mit seinem Deutschlandstandort in Biesenthal weiter auf Wachstumskurs. In dem Marketing-, Schulungs- und Logistikzentrum ist die Zahl der Arbeitskräfte auf mehr als 100 gestiegen. Weiterer Zuwachs ist geplant.

Der Geschäftsführer der TZMO Deutschland GmbH Piotr Daszynski geht von seinem geräumigen Büro zwei, drei Türen weiter. "Das hier war ein ehemaliger Verbindungsbau, jetzt ist daraus ein modernes Büro geworden", sagt er. In dem Haus eines erworbenen Nachbargrundstücks von etwa 2500 Quadratmetern sind ebenfalls neue Büroräume und damit neue Arbeitsplätze entstanden. Dies zeigt den Trend des Unternehmens.

Mit zwölf Arbeitsplätzen hat TZMO im ehemaligen Bekleidungswerk unweit des Bahnhofs einmal angefangen. Mit dem Bau der ersten neuen Halle im Jahr 2004 stieg die Zahl auf 15. Derzeit gibt es nicht nur vier neue Hallen, sondern auch mehr als 100 Beschäftigte. Davon arbeiten 75 am Standort in Biesenthal, die anderen im Außendienst.

In dem Umfang, wie das Volumen zunimmt, werden auch mehr Bürokräfte, vor allem in der Buchhaltung, gebraucht, erläutert Daszynski. Nicht ohne Stolz verweist er auf ein Wachstum bei TZMO Deutschland von 12,8 Prozent im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2013. Dabei konnte die Marke von 60 Millionen Euro Umsatz überschritten werden.

Weil die jüngste der neuen Hallen schon nach etwa einem Jahr nicht mehr ausreicht, hat das Unternehmen eine Fläche von drei Hektar gekauft, um dort eine neue Logistikhalle zu bauen. Die soll mit rund 6000 Quadratmetern deutlich größer als die bisherigen sein und den Einsatz moderner Transporttechnik erlauben. Derzeit wird dafür der Bebauungsplan erarbeitet, woran ein Eberswalder und ein Bernauer Ingenieurbüro arbeiten. Erst jüngst ist bei einem Meeting mit den Vertretern der Stadt Biesenthal, der Baubehörde des Kreises und den Planungsbüros gemeinsam beraten worden. Zur Sprache gekommen war dabei auch die Frage nach dem Verkehr. In dem Zusammenhang teilte Daszynski mit, dass der Bahnanschluss des Unternehmens mit in den Bebauungsplan integriert ist, mit dem man sich derzeit in der Planungsphase befinde.

Biesenthals Bürgermeister André Stahl zeigt sich über die Entwicklung der TZMO Deutschland GmbH mehr als zufrieden. Nicht nur die Zahl der Arbeitskräfte sei erfreulich, sondern das polnische Unternehmen sei auch inzwischen der größte Gewerbesteuerzahler in der Stadt Biesenthal. Immerhin handelt es sich dabei um einen mittleren fünfstelligen Betrag, wie Stahl in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung informierte. Als positiv bewertete er auch, dass das Unternehmen im Vergleich zu Ingenieuren, die allgemein viel gefragt sind, Arbeitsplätze bietet, die sonst Mangelware seien, wie etwa für Gabelstaplerfahrer.

Wenn die neue Logistikhalle auf dem drei Hektar großen Gelände an den Schienen in Richtung Eberswalde fertig sein wird, werden zehn Arbeitsplätze dazu kommen, prognostiziert Piotr Daszynski. Aber auch die Verwaltung müsse wachsen. Hier rechnet der Geschäftsführer mit acht bis zehn neuen Stellen. Beim Umsatz wird ein Wachstum von acht Prozent angepeilt. Im Rahmen dieser Entwicklung werde auch darüber nachgedacht, in Deutschland zu produzieren. Als Standorte seien Biesenthal und das Saarland im Gespräch. Entscheidungen sind dazu aber noch nicht getroffen worden.

Durch die Marke Seni ist TZMO mit seinen Hygieneprodukten bei der regionalen Edeka-Zentrale Hannover-Minden mit ihren rund 1800 Geschäften gelistet. Weitere Geschäftspartner seien die Handelsketten Bünting und Tegut. Zufrieden stellt der Geschäftsführer fest, dass es ein Wachstum bei allen Kundengruppen gebe, sowohl für die Pflege von Patienten zu Hause als auch bei der stationären Betreuung.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG