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Der Naturpark Barnim hat sich für 2015 viel vorgenommen / Schulen erhalten Geoinformationssystem

Artenreiche Moore bleiben im Blick

Mit der Revitalisierung von Mooren will der Naturpark Barnim der Entwässerung der Landschaft entgegenwirken.
Mit der Revitalisierung von Mooren will der Naturpark Barnim der Entwässerung der Landschaft entgegenwirken. © Foto: Katrin Kutter
Brigitte Horn / 13.01.2015, 07:55 Uhr
Biesenthal (MOZ) Für das neue Jahr hat sich der Naturpark Barnim eine Menge vorgenommen. Die Palette reicht von der weiteren Entwicklung der Rieselfeldlandschaft um Hobrechtsfelde über die größere Einbeziehung von Schülern durch in die Arbeit mit dem Geoinformationssystem (GIS) bis hin zur Entwicklung von Mooren.

Die Revitalisierung von Mooren betrachtet man im Naturpark als einen Weg, um der Entwässerung der Landschaft entgegenzuwirken und den Wasserhaushalt zu stabilisieren. In der jüngsten Vergangenheit wurden zum Beispiel im Rabenluch zwischen Sophienstädt und Biesenthal bessere Bedingungen für das dortige Kesselmoor geschaffen, aber auch im Biesenthaler Becken sind durch Wiedervernässung Moore aktiviert worden. Auch die Eichwerder Moorwiesen mit ihren besonders wertvollem Kalkmoor und der länder übergreifende Lietzengraben im Bereich der ehemaligen Rieselfelder müssen hier genannt werden. So konnte beispielsweise im Verlauf des Lietzengrabens auch durch die Kooperation mit dem Land Berlin eine Reihe von Mooren revitalisiert werden.

Darüber sowie über weitere Pläne wird der Chef der Naturparkverwaltung Barnim Peter Gärtner bei der ersten berlin-brandenburgischen Konferenz über das Thema Moore informieren. Die findet am 14. März statt. Dort soll auch über die ökologische Leistung von Mooren im Raum Berlin-Brandenburg sowie über Erfahrungen bei der Nutzung von Weiden auf Moorboden für die landwirtschaftliche Produktion referiert werden, um nur einige Schwerpunkt der bevorstehenden Konferenz in Berlin-Lübars zu nennen.

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Jahres wird die weitere Kooperation mit der Biomolkerei der Stiftung Lobetal für den Naturschutzbecher sein. Vor zwei Jahren mit drei Motiven begonnen, ist im vorigen Jahr für jeden Monat ein neues auf den Joghurtbechern platziert werden. 2015 soll es so weitergehen, wobei der Artenschutz im Mittelpunkt stehen wird. Demnächst werden Informationen über den Kranich und den Biber darauf zu sehen. Darüber hinaus stehen auf den Bechern auch Links, mit deren Hilfe der Interessierte mehr im Internet über den Naturpark Barnim finden kann.

In der Region der ehemaligen Rieselfelder um Hobrechtsfelde wird es weiterhin darum gehen, mit Hilfe von Weideprojekten das Areal zu einer halboffenen Waldlandschaft zu entwickeln.

Doch bei den Vorhaben für 2015 im Naturpark handelt es sich nicht nur um Schaffung guter Bedingungen für die Natur, sondern auch um Bildungsarbeit und die Gewinnung der Menschen für den Naturpark. Dabei wird ein Geoinformationssystem für Schulen ein großer Schwerpunkt sein. Zum einen erhalten die Schulen eine Kartensammlung, die auf CDs gebrannt ist, mit viel Wissenswertem über den Naturpark, mit dem die Schüler sich vertraut machen können. Zum anderen haben sie Gelegenheit, Erkenntnisse, die sie durch Erkundungen in der Natur gewonnen haben, in dem Kartenmaterial zu dokumentieren, erläutert Peter Gärtner. Dies könne auch unmittelbar den Geografieunterricht der Schulen bereichern.

Demgegenüber werden bei den Festen im Naturpark Jung und Alt angesprochen. So wird es am 17. Mai beim Tag der Parks interessante Angebote geben. Den Tag der Regionen kann man im Barnim-Panorama erleben. Der ist für den 4. Oktober angekündigt. Zuvor, am 5. September, findet das Naturparkfest statt. Wie im vergangenen Jahr wird der Biesenthaler Schlossberg das Zentrum des Geschehens sein.

Wie bereits in den Vorjahren wird 2015 wieder nach der Naturparkgemeinde gesucht. Der Wettbewerb um den Titel steht in diesem Jahr unter dem Motto "Die Entwicklung und die Nutzung kulturhistorischer Zeugnisse".

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