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56 Bewerbungen für Toleranz-Preis der Flick-Stiftung

18.01.2015, 15:45 Uhr
Potsdam (dpa) Für den Toleranz-Preis der Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz sind insgesamt 56 Bewerbungen von Initiativen oder Unternehmen eingegangen. Das sei ein Drittel mehr als bei der ersten Vergabe 2012, teilte die Stiftung am Sonntag mit. Sie wurde 2002 von dem Kunstsammler Friedrich Carl Flick gegründet. Die Preisträger werden im Juni bekanntgegeben.

Die Bewerbungen seien ein deutliches Gegenbild zur islamfeindlichen Pegida-Bewegung, sagte der Jury-Vorsitzende und frühere Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Viele Menschen opferten ihre Freizeit, um für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft zu arbeiten.

Die Stiftung stellt wegen zunehmender Ausländerfeindlichkeit im Zuge der steigenden Flüchtlingszahlen mehr Mittel für Projekte gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bereit. Bis zu 1,25 Millionen Euro sollen ausgeschüttet werden, bislang waren es jährlich maximal eine Million Euro. Allein im ersten Quartal werden 13 Initiativen mit rund 370 000 Euro gefördert.

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Rosa Linde 18.01.2015 - 19:21:07

Vorbild für Toleranz

oder freiwilliger Zwang... http://www.whoswho.de/bio/friedrich-karl-flick.html

Egon 18.01.2015 - 16:23:49

Ohne Worte

Zwangsarbeiter Friedrich Karl Flick weigerte sich (wie schon sein Vater bis zu seinem Tod), eine Entschädigung an die Zwangsarbeiter des Flick-Konzerns im Zweiten Weltkrieg zu leisten. Laut Aussage des früheren BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel in der ARD-Tagesschau vom 6. Oktober 2006 hat Friedrich Karl Flick sich als einer der ganz wenigen Unternehmer in Deutschland nicht an dem Entschädigungsfonds für die Zwangsarbeiter der Nazi-Zeit beteiligt. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ wurde im August 2000 von der Bundesregierung und der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft je zur Hälfte mit zehn Milliarden Deutsche Mark ausgestattet, um ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes zu entschädigen. Sie ist eine durch Bundesgesetz geschaffene Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin.[2] Quelle Wikipedia

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