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Planung zum Dorfgemeinschaftshaus liegt vor / 450000 Euro im Haushalt 2015 beschlossen

Treffpunkt für Birkholz

Nach der Einwohnerversammlung werden jetzt die Änderungen eingearbeitet. Beispielsweise erhalten die beiden Giebel in der Spitze auch ein Fenster.
Nach der Einwohnerversammlung werden jetzt die Änderungen eingearbeitet. Beispielsweise erhalten die beiden Giebel in der Spitze auch ein Fenster. © Foto: Architekturbüro Kandale
Olav Schröder / 19.01.2015, 08:00 Uhr
Bernau (MOZ) Geht alles gut - und bei Bauvorhaben können immer unerwartete Schwierigkeiten auftreten -, dann hat der Bernauer Ortsteil Birkholz in einem Jahr ein Dorfgemeinschaftshaus. Nachdem der Entwurf in einer Einwohnerversammlung vorgestellt wurde, geht es jetzt an die Feinarbeit.

Er sei "sehr froh", dass dieser Stand erreicht wurde, beschreibt der Birkholzer Ortsvorsteher Dieter Geldschläger die Situation. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Bernauer Bürgermeister sei ein "großer Schritt" getan worden. Das neue Gebäude soll an der Stelle der Alten Schule im Birkholzer Ortszentrum entstehen. Das baufällige Haus war bis vor kurzem noch bewohnt. Inzwischen aber wurde für den Bewohner eine ungleich bessere Wohnung im Bernauer Stadtzentrum gefunden. Der Umzug ist bereits erfolgt.

Viele Jahre war es die Freiwillige Feuerwehr, die die Durchführung von Versammlungen in Birkholz ermöglichte, indem sie ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, die für diese Zwecke eigentlich nicht gedacht sind. Die Anwohner wissen diese Unterstützung sehr zu schätzen. Das Dorfgemeinschaftshaus eröffnet aber ganz andere Möglichkeiten und dies, ohne weiterhin Dritte zu belasten. Das neue eingeschossige Gebäude wird mit einer Grundfläche von 21 mal 9,50 Meter etwas größer als die Alte Schule ausfallen. In dem etwa 70 Quadratmeter großen Mehrzweckraum können Stühle für 65 Personen aufgestellt werden. Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Vereinstreffen und Feierlichkeiten sind ebenso möglich wie beispielsweise Ortsbeiratssitzungen, Einwohnerversammlungen und andere Zusammenkünfte. Für den Ortsvorsteher ist es dabei selbstverständlich, dass auch die benachbarten Ortsteile Birkholzaue, Birkenhöhe und Börnicke und deren Anwohner das neue Haus nutzen können. Das gilt ebenso für die benachbarte Kirche mit dem rührigen Birkholzer Förderverein, der sich seit Jahren für den Wiederaufbau des Glockenturms engagiert. Im "Schulterschluss" so Dieter Geldschläger, sind wechselseitige Nutzungen möglich. So können Besucher von Veranstaltungen in der Kirche künftig die Sanitärräume im Dorfgemeinschaftshaus nutzen.

Der Entwurf des Architektenbüros Kandale aus Marienwerder sieht neben dem Versammlungsraum ein Büro für den Ortsvorsteher, eine Küche und einen Lagerraum vor. 450000 Euro stehen für das Haus im beschlossenen Bernauer Haushalt 2015 bereit. Für eine Begegnungsstätte in Birkholzaue sind für 2015 übrigens Planungsmittel verabschiedet worden.

Bei der Planung wurde die Dorfentwicklungskonzeption für Birkholz von 2002 zugrunde gelegt. Die Änderungen, die sich aus den Anregungen der Einwohner ergeben haben, werden jetzt in die Planung eingearbeitet, sagt Kathrin Klee vom städtischen Gebäudemanagement. So soll das Satteldach auf beiden Seiten als Krüppelwalmdach enden. Außerdem sind auf den Giebelseiten im Dachbereich noch zusätzliche Fenster vorgesehen. Die Fensterkreuze wurden ebenfalls von Einwohnern gewünscht. Ob eine Eindeckung mit Biberschwänzen möglich sein wird, ist noch mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen, denn neben dem neuen Haus steht die Birkholzer Kirche als Einzeldenkmal.

Der Charakter der Birkholzer Ortsmitte wird mit dem Neubau erhalten, sagen die Planer. Spielplatz und Festwiese mit den großen Bäumen östlich des Hauses bleiben bestehen. Die etwa acht erforderlichen Stellplätze sollen vor und hinter dem Gebäude verteilt werden.

Nach der Einwohnerversammlung, die von Anwohnern aus Birkholz sowie Bernauer Stadtverordneten verschiedener Fraktionen gut besucht wurde, werden bereits in dieser Woche im Stadtentwicklungsausschuss (Mittwoch, 17 Uhr, im Rathaus) weitere Informationen über die Planung erfolgen.

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