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Biesenthals Stadtverordnete beschließen Verfahren zur Entscheidung über künftiges Stadtoberhaupt

Vor der Bürgermeisterwahl

Brigitte Horn / 21.01.2015, 06:39 Uhr
Biesenthal (MOZ) Das Verfahren für die Wahl zum neuen Bürgermeister von Biesenthal soll auf der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag beschlossen werden. Danach können sich nicht nur Stadtverordnete, sondern auch andere Interessierte um den Posten bewerben.

Wenn die Biesenthaler Stadtverordneten zu ihrer nächsten Sitzung am 22. Januar zusammen kommen, dann werden sie auch über das Prozedere für die Wahl des neuen Biesenthaler Bürgermeisters beschließen. Wie berichtet, hatte der ehrenamtliche Bürgermeister von Biesenthal André Stahl angekündigt, dass er zum 31. Januar sein Amt in Biesenthal niederlegen wird. Er war im September vorigen Jahres zum hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Bernau gewählt worden.

Aus dem Beschlussentwurf für das Vorgehen bei der Wahl des neuen Biesenthaler Bürgermeisters geht hervor, dass nicht nur Personen, die gewählte Stadtverordnete sind, für das Amt kandidieren können, sondern auch andere Menschen aus Biesenthal.

Die Kommunalverfassung sagt für einen solchen Fall, nämlich der Wahl eines Bürgermeisters mitten in der Wahlperiode nur wenig, so dass man relativ frei in der Gestaltung des Wahlverfahrens sei, erläuterte die Justitiarin der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim Katrin Döber. Wählbar als neuer Bürgermeister oder Bürgermeisterin seien praktisch alle Wahlberechtigten. Voraussetzung sei, dass sie eine Wählbarkeitsbescheinigung der Meldebehörde vorweisen können. Die Wahl selbst erfolgt innerhalb der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Wenn morgen von den Stadtverordneten der Beschluss über das Wahlverfahren gefasst wird, könnte bereits in der nächsten Sitzung im Februar die Wahl erfolgen. Auf alle Fälle müssen vom Zeitpunkt der Beschlussfassung bis zur Wahl drei Wochen vergehen, erläuterte die Justitiarin der Amtsverwaltung.

Bislang haben zwei Mitglieder der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung als Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen. Das sind Carsten Bruch aus der Fraktion CDU/Pro Danewitz und Dirk Siebenmorgen aus der Fraktion Linke. Befragt, ob sie vor der Wahlentscheidung noch öffentliche Wahlkampfveranstaltungen beabsichtigen, hatten beide das zunächst verneint. Stattdessen setzen beide Kandidaten auf Gespräche mit den einzelnen Stadtverordneten, um sie für sich zu gewinnen. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass viele annahmen, der neue Bürgermeister könne nur ein gewählter Stadtverordneter sein. Sollte sich jedoch noch ein Kandidat außerhalb des Kreises der Stadtverordneten bewerben, könnte sich das ändern.

Für den Fall, dass sie gewählt werden, haben beide bisherigen Kandidaten genaue Vorstellungen über künftige Schwerpunkte in der Stadt. So sagt Carsten Bruch, dass nach der Altstadtsanierung nun auch noch andere Flächen als Wohnstandorte entwickelt werden sollen. Der Waldbestand solle gepflegt werden sowie insbesondere der Radweg nach Wullwinkel gebaut und insgesamt die Verkehrsanbindung verbessert werden.

Für Dirk Siebenmorgen stehen Radweg und bessere Verkehrsverbindungen ebenfalls obenan. Außerdem verweist er auf die Innenstadtentwicklung sowie auf die Fortsetzung der erfolgreichen Politik von Bürgermeister André Stahl.

Die Stadtverordnetenversammlung beginnt am 22. Januar um 19 Uhr in der Mensa der Grundschule Biesenthal.

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TILL 23.01.2015 - 00:05:45

Was ich mir wuensche...

...ist, dass er seinen Nachbarn (z.B. Lanke) nicht aus purem Eigennutz Windraeder vor die Tuer setzt.

L. Magde 22.01.2015 - 01:19:12

Bürgermeisterwahl

Ich dücke für Herrn Bruch alle beide Daumen das er gewählt wird.

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