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Abwarten und Tee trinken

.Andreas Wendt
.Andreas Wendt © Foto: MOZ/Gerd Markert
Andreas Wendt / 25.01.2015, 18:22 Uhr
(MOZ) Mit einem Befangenheitsantrag will die Opposition der sozialdemokratischen Bürgermeisterin von Welzow das Handwerk legen und verhindern, dass sie die "Heimat internationalen Spekulanten zum Fraß vorwirft". Bürgermeisterin Zuchold will ausgerechnet jetzt, einen vier Jahre alten Beschluss zum Erhalt des Ortsteils Proschim außer Kraft setzen, und stattdessen Umsiedlungsverhandlungen für die knapp 400 betroffenen Einwohner mit dem schwedischen Konzern Vattenfall einleiten.

Der Zeitpunkt ist schlecht gewählt, selbst wenn sich die Bürgermeisterin hinter einem Bekenntnis der rot-roten Landesregierung zu neuen Tagebauen verstecken kann. Vattenfall jedoch blickt in der Lausitz in eine ungewisse Zukunft, sucht einen neuen Käufer für seine Braunkohlesparte und hat deshalb bereits dem sächsischen Nochten mitgeteilt, finanzielle Details zur Umsiedlung doch bitte mit dem Nachfolger zu regeln. Da liegt eigentlich klar auf der Hand, dass sich der Konzern auch in Welzow mit Zusagen zurückhalten wird. Bürgermeisterin Zuchold täte wohl besser daran, statt Unruhe auszulösen einfach abzuwarten und Tee zu trinken.

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