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Unter großer öffentlicher Anteilnahme haben in Kienitz mehrere hundert Menschen des 31. Januar 1945 gedacht.

Auftakt des Gedenkens im Oderland

© Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 01.02.2015, 19:25 Uhr - Aktualisiert 01.02.2015, 23:05
Kienitz (MOZ) Unter großer öffentlicher Anteilnahme haben am Sonnabend in Kienitz (Märkisch-Oderland) mehrere hundert Menschen des 31. Januar 1945 gedacht. Vor 70 Jahren hatten Vorauseinheiten der Roten Armee an der Oder den ersten Brückenkopf errichtet. Von dort aus baute die Rote Armee ihre Stellungen auf der Westseite der Oder aus und bereiteten die Schlacht um die Seelower Höhen am 16. April vor. 75 Tage tobten die Kämpfe im Oderbruch.

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Gedenken an Einmarsch der Sowjetarmee

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Kienitz sei ein besonderer Ort, sagte Wladimir Michailowitsch Grinin, russischer Botschafter in Deutschland. Er sei dankbar dafür, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte anhalte. Grinin bescheinigte dem Land Brandenburg eine würdige und vorbildliche Erinnerungskultur.

Dieter Dombrowski (CDU), Vizepräsident des Landtages, erinnerte an die besonderen Opfer der Sowjetunion. "Das Leid, das diese Völker erlitten haben, kann nie abgetragen werden", betonte er. Es sei wichtig, die Geschichte der jungen Generation, die die Demokratie übernehmen wird, weiterzugeben. Matthias Platzeck (SPD), Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, forderte, auch angesichts der aktuellen Ereignisse nicht zuzulassen, dass sich die Völker Russlands und Deutschland entfernen. Erstere seien es gewesen, die trotz der deutschen Gräueltaten zur Versöhnung bereit waren. Krieg könne niemals eine Lösung sein. Er werde nicht aufhören, den Dialog zu suchen und Brücken zu bauen.

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A. Fortunato 02.02.2015 - 17:11:53

Endorfine

Eine Expertin, die ihr Klarnamen nicht nennt, traute die eigenen Aussagen nicht so sehr.

endorfine 02.02.2015 - 14:38:27

Kriegsgedenken

Sollten bei der Veranstaltung auch Vertreter Polens zugegen gewesen sein, so vermisse ich deren Erwähnung und Zitierung im vorliegenden Artikel. Sollte der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs gedacht werden, so wäre zu fragen, ob es tatsächlich (allein) dem russischen Botschafter zukommt, die sowjetische Armee bzw. die Alliierten zu vertreten: Denkbar wären u.a. gewiß auch Repräsentanten anderer Nationen der ehemaligen Sowjetunion. Polen ist von Deutschland und von der stalinistischen Sowjetunion überfallen worden, und wir täten gut daran, auch dieser schrecklichen Tatsache zu gedenken und Rechnung zu tragen. Im Übrigen, Herr Beobachter, laufe ich keiner Propaganda nach, sondern bin seit Jahrzehnten Expertin für baltische und russische Angelegenheiten und habe sowohl im Baltikum als auch in Rußland jahrelang gelebt. Die russische Invasion in der Ukraine unter Verletzung etlicher Abkommen ist keine Propaganda, sondern eine Tatsache: für den Frieden einzustehen, bedeutet, eine militärische Aggression nicht einfach zu ignorieren oder gar hinwegzureden.

. 02.02.2015 - 12:38:11

Genau

Krieg ist kein Mittel der Politik ,wohin dieses führte sollte eine jede Nation die den 1.und 2. Weltkrieg erlebt hat, verinnerlicht haben. Leider sehen wir heute das dies vielen Politikern nicht mehr bewusst ist. So wird in allen Ecken dieser Welt anstatt miteinander zu reden geschossen. Welche Folgen diese Hirnlose Politik hat sehen wir in Nahen Osten und in dem eigentlich noch schwere zu verstehende Konflikt ist der zwischen zwei Brudervölkern in der Ukraine. Der ist durch nichts zu rechtfertigen. Gedenken wir der Toten.

imbellus 02.02.2015 - 10:34:25

Richtig und Wichtig !!

Wer als Teilnehmer dieser Veranstaltung wirklich die mahnenden Worte aller Redner verinnerlicht hat, kann eigentlich nur zu der Schlussfolgerung kommen, dass es bei dieser Gedenkveranstaltung um das Erinnern an a l l e Kriegsopfer ging. Alle Redner betonten, dass Krieg kein Mittel der Politik sein darf !! Und das ist richtig und wichtig !! Wer daran immer noch zweifelt, dem empfehle ich dringend intensive Gespräche mit Zeitzeugen, Kriegsopfern oder auch mit Familienangehörige, die Kriege miterleben mussten. Dies könnte dann eine "Bildungsreise" sein und eigene "Propaganda" - Positionen relativieren.

Beobachter 02.02.2015 - 09:35:21

"@ENDORFINA" Hier der richtige Text...

Die beiden anderen, liebe MOZ könnt Ihr gerne löschen... Keine Ahnung welcher Propaganda Sie hier hinter laufen. Oder besser ich kann es mir denken. Fakt ist, dass die USA und die EU den Konflikt begonnen haben, als sich die Ukraine gegen den Vertrag mit der EU entschieden hat. Da gab es dann ähnlich den Rosen- und was weiß ich für tolle Revolutionen in Nordafrika auch eine in der Ukraine mit den bekannten Begleiterscheinungen. Die Revolution war natürlich demokratisch und die Politiker, mit denn Merkel und Obama heute kuscheln, sind und waren übelste Oligarchen. Als sich die Krim dann per Volksentscheid, gleich dem der DDR, für den BEITRITT zu Russland aussprachen, ist die ehemalige FDJ-Sekretären völlig ausgeflippt. Also muß dann auch der Beitritt der DDR rückgängig gemacht werden. Die Krim ist seit Jahrhunderte russisch und die Bevölkerung zu weit über 90%! Putin - Propaganda... ich fasse mich an den Kopf! Und heute (02.02.2015) steht in der New York Times, dass die USA nun scharfe Waffen an die Marionetten in der der Ukraine liefern wollen.... Wer ist den nun der Kriegstreiber???

Beobachter 02.02.2015 - 09:30:32

"@Endorfina2"

Mein Rechner hat wohl eine kleine Passage und einige Buchstaben unterschlagen, aber da Sie ja sicher reimen können, dürfte es nicht zu schwer werden

Bobachter 02.02.2015 - 09:28:07

"@ ENDORINA"

Keine Ahnung welcher Propaganda Sie hier hinter laufen. Oder besser ich kann es mir denken. Fakt ist, dass die USA und die EU den Konflikt begonnen haben, als sich die Ukraine gegen den Vertrag mit der EU entschieden hat. Da gab es dann ähnlich den Rosen- und was weiß ich für tolle Revolutionen in Nordafrika auch eine in der Ukraine mit den bekannten Begleiterscheinungen. Die Revolution war natürlich demokratisch und die Politiker mit denn Merke und Obama heute kuschen, sind und waren übelste Oligarchen. Als sich die Krim dann per Volksentscheid gleich dem der DDR, ist die ehemalige FDJ-Sekretären völlig ausgeflippt. Also muß dann auch der DDR rückgängig gemacht werden. Dir Krim ist seit Jahrhunderte russisch und die Bevölkerung zu weit über 90%! Putin - Propaganda... ich fasse mich an den Kopf! Und heute (02.02.2015) steht in der New York Times, dass die USA nun scharfe Waffen an die Marionetten in der der Ukraine liefern wollen.... Wer ist den nun der Kriegstreiber???

endorfina 02.02.2015 - 08:30:38

Statt Weltkriegsgedenken -- Putin-Propaganda

Das war, gelinde gesagt, ungeschickt, an dieser Grenze: Ein deutscher Schulterschluß mit dem Kreml über den Kopf von Polen (sowie Estland, Lettland, Litauen usw.) hinweg, zu Zeiten der russischen Aggression gegen die Ukraine. Mehr als ungeschickt -- beschämend. Anläßlich eines solchen Jahrestags wären natürlich durchaus auch andere Gäste aus Russland denkbar als ausschließlich die Repräsentanten von Kreml Inc.

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