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Grenzgemeinde beruft Sicherheitspartner

Doris steinkraus / 04.02.2015, 05:10 Uhr
Küstrin-Kietz (MOZ) Die Gemeindevertretung von Küstriner Vorland hat am Montagabend vier weitere Männer aus dem Ortsteil Küstrin-Kietz als Sicherheitspartner benannt. André Schröder, Chris Golz, Wilfried Weber und Sven Fröhbrodt stellten sich im Gremium vor. Sie gehen alle bereits seit einiger Zeit mit auf nächtliche Streife. Jetzt erhielten sie ihre offizielle Berufung durch den Gemeinderat.

Einmal mehr machten mehrere Abgeordnete ihrem Unmut Luft, dass Einwohner die Initiative ergreifen müssen, um das Hab und Gut der Bewohner des Grenzdorfes zu sichern. Nach einem extrem starken Anstieg der Diebstähle hatte sich vor gut eineinhalb Jahren die Sicherheitspartnerschaft gebildet. Derzeit würden zwölf berufene Bürger darin mitwirken, informierte Ortsvorsteher Gerhard Schwagerick. Er betonte, dass es eine große Belastung für die Männer sei, die nach einem selbst erstellten Schichtplan Nacht für Nacht unterwegs sind. Im Ort gebe es dafür große Anerkennung. Dies hätte auch eine Spendenaktion gezeigt. Von dem Geld seien Ausrüstungsgegenstände gekauft worden.

Nach wie vor gibt es hingegen keine Lösung für eine einheitlich Bekleidung. Dies sieht das Polizeigesetz nicht vor. Wichtig wäre auch festes und warmes Schuhwerk, wurde erläutert, da die Männer viel im unwegsamen Gelände unterwegs seien.Nur für zehn Sicherheitspartner, egal, wie viele mitarbeiten, gibt es von der Landespolizei 25 Euro im Monat als Aufwandsentschädigung. Es gibt regelmäßige Gespräche mit dem Revierpolizisten Jürgen Zickert, der die Streifen mitunter auch begleitet.

Gudrun Wurl, Ortsvorsteherin in Gorgast, erklärte, dass sie ihren Hut vor dem Einsatz der Männer ziehe. Ein Unding sei hingegen, dass ihre erfolgreiche Arbeit einen bitteren Beigeschmack habe. "Die Kriminalitätsstatistik ist jetzt bestens und die Politiker schlagen sich dafür auf die Schulter."

Amtsdirektor Lothar Ebert erklärte auf Nachfrage, dass es nicht möglich sei, Fördermittel für Ausstattungen zu beantragen. Dies könnte nur ein Verein. Das Amt habe jetzt aber die Möglichkeit geschaffen, dass Unternehmen über Sponsoring Sachwerte - gegen Spendenquittung -zur Verfügung stellen können.

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Oderländer 05.02.2015 - 16:02:19

Polen-Paranoia???

Kann es sein, dass einige hier an einer regelrechten "Polenphobie" leiden? Und wegen der offenen Grenze, die eine Errungenschaft ist, leiden. Anders kann ich mir den Schwachsinn der hier abgelassen wird nicht mehr erklären! Da schwafelt jemand ganz offen von Lynchjustiz, ein anderer nennt polnische Vornamen, um der Öffentlichkeit zu suggerieren, dass auf der anderen Seite der Oder nur Diebe leben, die nur darauf warten auf die Deutschen herzufallen. Übrigens meine Fragen warum Küstrin-Kietz eigentlich so selten im Polizeibericht auftaucht und welche schwere Verbrechen ansonsten täglich in der Oderregion passieren, wurden mir noch immer nicht beantwortet. Nun sage man bloß nicht, wegen der paar Sicherheitspartner wird weniger geklaut. Wirklich clevere Ganoven würde sich von den paar HobbySheriffs kaum beeindrucken lassen. War das nicht eher so, dass die Bande die 2013 in Küstrin-Kietz und Umgebung tatsächlich für etliche Einbrüche gesorgt hat, von der Polizei Ding fest gemacht wurde? Seitdem ist doch wieder Ruhe eingekehrt. Warum also die völlig unnötige Aufregung? Oder leiden tatsächlich einige Oderbrücher an einer Polenphobie? Ich weiß nicht, aber ich muss wohl in einem völlig anderen Oderbruch leben!

Christoph 05.02.2015 - 09:28:01

da rühmt sich ein Oderländer

so heißt auch ein Fleischer mit praktisch nicht vorhandener grenzkriminalität in besagten Ortschaften ,hmmm wenn in besagten Orten nacht für nacht Bürger auf Streife gehen dann ist ja wohl klar das ein Stanislaw Jaroslaw oder ein Karol wohl kein Bock mehr haben ? oder würden sie in der Drogerie klauen wenn am Ausgang Taschenkontrolle wäre?. manchmal muss man echt um die Geistige verfassung solcher Menschen nachdenken die solche für grenzbürger bewegenden Themen klein reden. Also zuhören und nicht pauschalisieren.

ein Beklauter 04.02.2015 - 23:26:10

@ Oderländer:

Solche Kommentare kommen, wenn man selbst nicht betroffen ist oder war...! Es ist ja wohl erwiesen, dass, seit es die Nächtlichen Streifen gibt und dabei auch oft genug die "netten Landesnachbarn" ertappt wurden, die Zahl der Einbrüche und Diebstähle immens zurück gegangen sind! Ich denke da an eine Zeit im vorigen Winterhalbjahr, in der es fast jeden Tag "Hiobsbotschaften" gab: "haste schon gehört, heut Nacht waren sie bei ***** und bei ***** und haben die Werkstatt aufgebrochen und Maschinen, Geräte und Handwerkszeug geklaut..." Das ging so lange, bis man selbst dran war! Ich bewundere das Durchhaltevermögen der Leute, bei Wind und Wetter durch die Nacht zu laufen! Meine Meinung dazu ist: wenn mit denen, die im seltensten Fall auf frischer Tat geschnappt werden, nicht so "behutsam" umgegangen würde, hätte das nicht so weit kommen müssen! Ich würde mal wissen wollen, was passierte, wenn ich in einem Land, östlich in Europa, beim Einbruch und Diebstahl erwischt werden würde.... SICHER würden dort auch meine Personalien erfasst werden und ich wäre ne Stunde später wieder zu Haus....

R Schinkel 04.02.2015 - 19:33:08

Ex Kanzler Kohl blieb einfach auf der Rolltreppe stehen

Erst wenn die Bürger aus Verzweifelung und Wut über diesen Staat ein paar von den Verbrechern lynchen und gleich diese Foto`s ins Internet stellen , werden diese ihren Arsch bewegen und etwas für die Sicherheit der Menschen tun. Eher nicht !

Oderländer 04.02.2015 - 16:38:43

Haltet doch bloß endlich den Ball flach!

Wie oft taucht Küstrin-Kietz im Polizeibericht der MOZ auf? Wie viele Verbrechen ereignen sich täglich in dem Grenzort, sowie dem übrigen Gebiet zwischen Letschin, Manschnow und Falkenhagen? Warum werden neue Sicherheitspartner ernannt, obwohl, wie es ganz offensichtlich aussieht, überhaupt nichts passiert? Wenn man der Logik der Küstrin-Kietzer "Sixherheitspartner" folgt, dann müsste die Einwohner sämtlicher Orte im Deutsch-polnischen Grenzgebiet künftig auf ihren Schlaf verzichten und auf Streife gehen. Wenn man schon solche Angst vor einer real nicht existierenden Kriminalität hat. Folgt man dieser "Logik" weiter, dann bräuchte künftig jedes Kleckernest im Oderbruch eine eigene rund um die Uhr besetzte Polizeiwache. Mit mindestens zehn Polizisten pro Schicht. Weil ja sonst der böse Staat seine Pflicht die Bürger vor den zig tausenden Nachts in Scharen über die Oderbrücken schleichenden " polnischen Banditen" zu schützen, nachkommen kann. Leute, macht euch bloß nicht lächerlich!! Übrigens ich wohne auch im Oderbruch, vierdiene mein Geld auf ehrliche Weise und beziehe auch kein Hartz IV.

peter 04.02.2015 - 06:40:05

Wie abgestumpft muss man in MOL schon sein,

...dass so eine Meldung nicht einen Sch...esturm der Entrüstung hier auslöst. Verzeihung, ich meinte natürlich "shitstorm", um im gängigen und salonfähigen Sprachgebrauch zu bleiben.

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