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5. Klasse aus Manschnow räumt Preis ab

Schüler gewinnen ein Klassenfrühstück

So sehen Gewinner aus: Die Schüler der 5. Klasse der Grundschule Küstriner Vorland in Manschnow dürfen sich über ein Klassenfrühstück freuen. Den Preis gewannen sie beim zehnten Landeswettbewerb "Landwirtschaft und ländlicher Raum".
So sehen Gewinner aus: Die Schüler der 5. Klasse der Grundschule Küstriner Vorland in Manschnow dürfen sich über ein Klassenfrühstück freuen. Den Preis gewannen sie beim zehnten Landeswettbewerb "Landwirtschaft und ländlicher Raum". © Foto: MOZ/Rita Seyfert
Rita Seyfert / 12.02.2015, 07:26 Uhr
Manschnow (tas) "Ihr habt ein klasse Klassenfrühstück aus Brandenburger Produkten gewonnen", verkündete Friedgunde Just, Regionalbeauftragte vom Projekt Landaktiv, am Mittwochvormittag den Fünftklässlern der Grundschule Küstriner Vorland in Manschnow. Auch bei Schulleiterin Kerstin Wagner war die Freude groß: "Wir nehmen seit 2005 teil, haben aber noch nie gewonnen", sagt sie.

Beim zehnten Landeswettbewerb "Landwirtschaft und ländlicher Raum" waren Schüler der 5. Klassen an Brandenburgs Schulen aufgerufen, ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Dass die kühle Witterung im Juni als Schafskälte bezeichnet wird, ein Stör außen Knochenplatten besitzt, ein Ziegeneuter nur zwei Zitzen hat und nicht etwa vier wie das Organ der Kuh, das mussten die Elfjährigen beispielsweise wissen. Selbst bei kniffligen Fragen, vor denen die Konkurrenz größtenteils scheiterte, setzen die Mädchen und Jungen das Kreuz an der richtigen Stelle.

Die Antwort, dass ein Baum, an dem ohne Bestäubung nur zehn Birnen wachsen, drei bis zehnmal so viele Früchte trägt, wenn Bienen da sind, mussten die jungen Knobler schätzen. Und dass es sich bei dem Gerät, mit dem einst Kartoffeln gesiebt wurden, weniger um eine Kartoffelgeige, sondern um eine Kartoffelklapper handelt, fanden die Kinder mit Hilfe ihrer Großeltern heraus.

"Oma und Opa sind bei dem Wissenstest der Joker", berichtete Friedgunde Just. Gerade die ältere Generation könne der Jugend landwirtschaftliche Kenntnisse vermitteln. Damit die Kinder sich beruflich orientieren und mit ihren Eltern ins Gespräch kommen, lässt die WAT-Lehrerin Kerstin Wagner die Schüler im Unterricht einen Berufestammbaum anfertigen. "Wir wollen schauen, ob es eine Tradition in der Familie gibt", erzählt sie.

Für die Ziehung im Landeswettbewerb auf der Internationalen Grünen Woche waren die Mädchen und Jungen jedenfalls bestens gerüstet. Mit ihrem Fragebogen, den die Schüler im Biologie-Unterricht gemeinsam mit der Lehrerin Manuela Wills ausgefüllt hatten, qualifizierten sie sich. Von den 146 Schulklassen, die sich beteiligt hatten, landeten 126 im Lostopf. Von 20 Antworten mussten mindestens 18 korrekt gelöst sein. Nur 57 Klassen hatten alles richtig. Die Fünftklässler aus Manschnow gehörten dazu.

Ihren Preis, das Klassenfrühstück aus Brandenburger Produkten, wollen die Schüler im Frühsommer einlösen, wenn die Ernte beginnt. Hierfür schlägt Friedgunde Just einen Ausflug in die Berufsschule Frankfurt vor. Dort könnten sich die Mädchen und Jungen von den Schülern der Hauswirtschafts-Klasse bekochen lassen und mit ihnen in puncto Berufsorientierung ins Gespräch kommen.

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