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Fußball-Oberligist FC Strausberg gewinnt Prestigeduell bei Victoria Seelow mit 4:0

Sehenswerte Tore sorgen für Furore

Kaum zu bremsen:  Ringo Kretzschmar, der in dieser Szene bei der Ballannahme von Seelows Simeon Apostolow attackiert wird, war eine Klasse für sich.
Kaum zu bremsen: Ringo Kretzschmar, der in dieser Szene bei der Ballannahme von Seelows Simeon Apostolow attackiert wird, war eine Klasse für sich. © Foto: Udo Plate
Udo Plate / 15.02.2015, 18:24 Uhr
Seelow (MOZ) Getreu dem Motto - Tore sorgen für Furore - ließen sich die abstiegsbedrohten Oberliga-Kicker des FC Strausberg im prestigegeladenen Testspiel beim Brandenburgligadritten Victoria Seelow nicht zweimal bitten. Die Elf von (Noch)-Interimstrainer Steve Georges gewann souverän mit 4:0 (2:0).

Zumindest die abstiegsbedrohten Oberliga-Kicker des FC Strausberg präsentierten sich im Prestigeduell beim Kreiskontrahenten Victoria Seelow, dem Drittplatzierten der Brandenburg, auf den Punkt fit. Mit dem deutlichen und in dieser Höhe verdienten Auswärtserfolg tankten die Oberliga-Fußballer neues Selbstvertrauen für die anstehenden, schweren Aufgaben. Dies galt für die ambitionierten Gastgeber, die über weite Strecken hinter den Erwartungen zurück blieben, eher weniger.

Ohne langes Abtasten übernahmen die Gäste, die mit den Winterzugängen agierten, umgehend das Kommando. Vor allem Tim Bolte glänzte als zentrale Anspielstation in der Kreativabteilung als Ideen- und Taktgeber. Nicht von ungefähr war es der Mittelfeldakteur, der bereits in der vierten Minute einen Freistoß zum 0:1 in das von Rafal Lopusiewicz gehütete Victoria-Gehäuse versenkte. Auch wenn der Ball noch leicht abgefälscht wurde, unhaltbar schien der Schuss nicht. Die Gäste, von Georges immer wieder angefeuert, blieben weiterhin tonangebend. Sie erarbeiteten sich Gelegenheiten im Minutentakt, doch weder das starke Angreiferduo Ringo Kretzschmar/Tom Hagel noch Tobias Lindner konnten die sich bietenden Einschussgelegenheiten in etwas Zählbares ummünzen. Seelow, immerhin die heimstärkste Mannschaft der Brandenburgliga, fand zunächst gar nicht statt.

Erneut war es Tim Bolte, der eine FC-Hochgeschwindigkeitskombination in Perfektion einleitete. Er jagte dem Seelower Dawid Jankowski das runde Leder ab. Über Hagel kam der Ball zum spielstarken Marc Reichel und Torschütze Lindner profitierte zum überragenden Zuspiel. Der zweite Strausberger Treffer nach exakt einer Viertelstunde war einer der Kategorie "bitte den roten Teppich ausrollen".

Erst jetzt trauten sich auch die Seelower in die Offensive. Doch außer Enrico Below, der sich mehrfach gegen die kompromisslose FC-Defensive in Szene setzte, war nur wenig von der Victoria-Angriffsreihe mit den enttäuschenden Robert Budzalek und Amadeusz Klodawski zu sehen. Lediglich Dawid Jankowski mit einer Direktabnahme nach Below-Flanke (34.) kam halbwegs gefährlich vors vom Ex-Seelower Christopher Ewest gehütete Strausberger Gehäuse. Ergo blieb es beim 0:2-Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff des Unparteiischen Sven Hennig blieb Strausberg das bessere Team mit mehr Elan, Mut und Bewegung. Scheiterten Kretzschmar und Lindner in der 51. Minute noch im Doppelpack profitierte Lindner nur sechzig Sekunden später vom energisch nachsetzenden Kretschmars und schob dessen Zuspiel unbedrängt aus Nahdistanz zum 0:3 ins Netz. Der Sekundenzeiger hatte auf dem Zifferblatt noch keine volle Runde gedreht, da musste Florian Eberle, der für Lopusiewicz in Halbzeit zwei das Seelower Tor hütete, erneut den Ball aus den Maschen holen. Abermals war es der wie aufgedreht agierende Kretzschmar, der für den Torschützen Sirko Neumann die Vorarbeit zum 0:4 leistete (53.).

In der Schlussphase der intensiven, aber keinesfalls giftigen Begegnung, hatte Seelows Philipp Pflug den Ehrentreffer auf dem Fuß. Doch der Gorgaster schaufelte den Ball aus zehn Metern Entfernung sechs Meter über den FC-Kasten. Ansonsten passierte nicht mehr viel, dennoch konnte man des Gefühls nicht erwehren, dass derartige Erfolge künftig wieder zum FC-Alltag gehören.

"Es sind eben diese Erfolgserlebnisse, die die Mannschaft braucht. Ich bin natürlich zufrieden, auch wenn längst noch nicht alles Gold ist, was in Seelow glänzte. In der Trainerfrage kann ich mir vorstellen weiter zumachen. Aber auch mit einem neuen Cheftrainer und einer Rückkehr ins zweite Glied hätte ich keine Probleme", meinte Steve Georges nach dem Spiel.

Für Seelows Vereinschef Roland Bienwald war die hohe Niederlage indes kein Beinbruch. "Wir haben uns zu viele individuelle Fehler geleistet, die Strausberg prompt bestrafte", lautete die Manöverkritik vom Victoria-Boss.

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