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Es sitzt perfekt: Viele Besucherinnen der Hochzeitsmesse nutzen die Gunst der Stunde und probierten die Hochzeitskleider gleich an.
Es sitzt perfekt: Viele Besucherinnen der Hochzeitsmesse nutzen die Gunst der Stunde und probierten die Hochzeitskleider gleich an. © Foto: MZV/Achilles
Stephan Achilles / 16.02.2015, 08:19 Uhr - Aktualisiert 18.02.2015, 10:11
Paaren/Glien (MZV) Geht man von der Menge der Besucher am vergangenen Sonntag im MAFZ Paaren/Glien aus, so werden die Standesämter der Region auch in diesem Jahr viel zu tun bekommen. Die große Hochzeitsmesse in der Brandenburghalle bot Heiratswilligen nicht nur die Gelegenheit, sich zu informieren, sondern auch gleich, sich mit allem Notwendigen auszustatten. Besonders groß war der Andrang im Verkaufsbereich der Brautkleider.

Potentielle Bräute sichteten Kleid für Kleid an der meterlangen Garderobenstange, probierten dieses und jenes vor den Spiegeln, während die Partner langsam zu rechnen begannen, denn zwischen 300 und 1.500 Euro kostet der Traum in weiß. Schuhe und Trauringe dazu gab es auch gleich, kosteten aber extra. Für das Fest wären da noch das Hochzeitsessen, die Torten, und die Musik einzukalkulieren. Gerade bei letzterem war das Angebot breit gefächert und reichte vom professionellen DJ über die klassischen Schlager von Hochzeitssängerin Yve bis zur alternativ-modernen Hochzeits- und Partyband MaryLou aus Ludwigsfelde.

Nicht nur Hochzeitskleider standen am Wochenende im MAFZ Paaren hoch im Kurs...
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Hochzeitsmesse im MAFZ

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Für die Fahrten zum Standesamt, zur Kirche und zum Festsaal bieten sich die verschiedensten glänzenden Kutschengespanne an. Man kann aber auch einen sehr schön dekorierten Mercedes 280 SE, Baujahr 1969, mit livriertem Fahrer mieten. Brautstrauß, Friseur, Dekorationen, Hochzeitsfotograf und vielleicht noch ein Feuerwerk am Abend: Da kommt einiges zusammen, von der anschließenden Hochzeitsreise mal ganz abgesehen. "Zehntausend Euro sind keine Seltenheit", Sabine Thiele und Petra Regenberg wissen, wovon sie reden. Zusammen mit Angela Wikowski arbeiten sie im Standesamt Falkensee. Die amtlichen Gebühren fallen im Vergleich dazu mit bis zu 150 Euro gering aus. Ein halbes Jahr vorher kann man sich verbindlich anmelden und sollte das auch tun, denn die Nachfrage ist groß, gerade für besondere Termine, zum Beispiel mit seltenen Ziffernfolgen im Datum. Wer noch weiter im Voraus bestellen möchte, kann sich jedes Jahr im Oktober einen sogenannten "Bleistifttermin" geben lassen. Übrigens, das Standesamt Falkensee schließt Ehen nicht nur im städtischen Rathaus. Eine Außenstelle gibt es in der Waldschule Pausin.

Je nach Wetterlage kann man sich dort entweder im Hochzeitspavillon im Garten oder im Kaminzimmer trauen lassen. "Auch viele Berliner heiraten bei uns", betonen die beiden Standesbeamtinnen. "Grundsätzlich ist es egal, aus welchem Ort oder Land die Hochzeitskandidaten kommen. Sie dürfen nur nicht schon verheiratet sein. Aber das bekommen wir heraus", fügen sie lachend hinzu.

Zur Erinnerung gibt es für die Besucher einen "Freudentränentrockner", ein kleines Etui, bedruckt mit Kontaktdaten und Öffnungszeiten des Amtes und mit einen Papiertaschentuch darin. Auf der Bühne läuft inzwischen die große Hochzeitsmodenschau mit Galakleidung für die ganze Familie. Sängerin Yve beglückt mit Songs von Küssen und Liebe und ein Turniertanzpaar der Extraklasse führt vor, was so mancher angehende Bräutigam noch gründlich üben muss. Spätestens jetzt schiebt sich der Gedanke an die Kosten in den Hintergrund. Was soll's, man lebt nur einmal und dieser ganz große Tag gehört dazu. Der Mensch liebt nun einmal Geschichten, die mit einer Hochzeit enden.

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