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Schanzen-Party verschoben

SGOETTMANNN / 07.05.2008, 18:01 Uhr
Bad Freienwalde Die Eröffnung der 66-Meter-Schanze im Papengrund verzögert sich erneut. Der geplante Termin am 7. Juni sei nicht zu halten, sagte Dieter Bosse, Vorsitzender des Wintersportvereins (WSV) 1923 Bad Freienwalde. Einen Sprungwettbewerb gibt es aber trotzdem.

"Wir sind zwar voll im Plan und werden die Schanze bis zum 7. Juni fertig gestellt haben", sagt Bosse. Sollten jedoch bei der technischen Abnahme Auflagen erteilt werden, könnte es eng werden. Deshalb habe sich der Vorstand nach intensiven Diskussionen entschieden, den Eröffnungstermin zu verschieben. Das Risiko sei einfach zu groß, die Honoratioren des Deutschen Skiverbandes (DSV) und die deutscher Springerelite kurzfristig ausladen zu müssen. Deshalb entschied der Vorstand, dass vom 22. bis 24. August die Eröffnung der Schanze gefeiert wird. Der Eröffnungsakt ist für den 23. August geplant. Dafür haben sich bereits Gäste angesagt. Die 25 besten Nachwuchsspringer des Tiroler Skiverbandes werden erwartet.

Die Zuschauer werden jedoch am 7. Juni nicht leer ausgehen. Auf den bestehenden 10-, 20- und 40-Meter Schanzen werde ein Deutschland-Schüler GrandPrix ausgetragen, kündigte Bosse an. Dazu hätten sich 100 bis 120 Springer aus Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien angemeldet.

Für Verzögerungen beim Bau der Schanze hatten zum einen die schweren Regenfälle im vergangenen Sommer gesorgt. Weil am Hang der Bewuchs entfernt worden war, um die Fundamente zu errichten, spülten die Niederschläge Schlamm ins Tal. Darüber hinaus waren die Bodenverhältnisse schwieriger als zunächst angenommen, so dass über die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen hinaus weitere Probebohrungen erforderlich waren. Dies hatte den Kostenrahmen gesprengt, so dass der WSV weitere Mittel beantragen musste. Statt der geplanten 1,2 Millionen Euro kostet das Bauwerk jetzt fast 1,7 Millionen Euro. Durch die Erhöhung der Kosten sei der Förderanteil von 75 Prozent auf 69 Prozent gesunken. Deshalb müsse der Verein 440 000 Euro statt 260 000 Euro alleine schultern.

"Wir haben kein öffentliches Geld mehr in Anspruch genommen", unterstrich Dieter Bosse. Weder die Stadt, noch der Landkreis oder die Sparkasse sprangen in Bresche. Der DSV habe ein zinsloses Darlehen bewilligt, weitere Unterstützung kam von Unternehmern aus der Region, privaten Sponsoren und dem Landessportbund. Die Stadt Bad Freienwalde habe bereits 50 000 Euro zur Verfügung gestellt, Unternehmer 110 000 Euro. "Wir haben zwei feste Arbeitsplätze geschaffen", unterstreicht Jens Lüdecke vom Vorstand. Das betrifft Trainer Sven Koch und den Projektmanager Günter Lüdecke.

Nicht nur finanziell ist alles im Lot. Jetzt wurde dem WSV noch eine Ehrung zuteil. Für sein "besonders herausragendes Engagement in der deutsch-polnischen Verständigung" ist er mit einer "Oder-Nixe" des Eurodistriktes Oderland-Nadodrze (EDON) ausgezeichnet worden. Die "Oder-Nixe" sei das Symbol einer dauerhaften Freundschaft und Verbundenheit in den Kategorien Wirtschaft und Tourismus, heißt es in der Urkunde, die von den EDON-Vorstandsvorsitzenden Frank Ehling und Andrzey Kunt unterzeichnet wurde. Bürgermeister Ralf Lehmann habe diese Ehrung vorgeschlagen, sagte Bosse.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten werde der Verein die Schäden im Jahn-Stadion beseitigen, betonten die WSV-Funktionäre. "Wir werden die Aschenbahn mindestens im ursprünglichen Zustand wiederherstellen", versicherte der Vereinsvorsitzende. Durch Regenfälle war Schlamm von der Baustelle ins Jahn-Stadion gespült worden und hatte sich auf der Aschenbahn abgesetzt.

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