Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Erziehungspsychologe Malte Mienert spricht sich für mehr Kooperation unter Pädagogen aus

"Wir wollen selbstbewusste Kinder"

Weiß von was er spricht: Malte Mienert hat viele Bücher im Rahmen seiner Forschung zur Kindeserziehung veröffentlicht.
Weiß von was er spricht: Malte Mienert hat viele Bücher im Rahmen seiner Forschung zur Kindeserziehung veröffentlicht. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Annika Bischof / 22.02.2015, 21:02 Uhr
Beeskow (MOZ) Eine Fachtagung, bei der Pädagogen aus allen Bereichen der frühkindlichen Erziehung zusammenkommen, das ist am Sonnabend erstmalig in Beeskow geglückt. Das Familienbündnis Beeskow hatte Malte Mienert, der sich in seiner Forschung an der niederländischen Universität in Kerkrade unter anderem mit der Erziehung von Kindern beschäftigt, als Referent geladen.

Gekommen waren rund 100 Vertreter aus den Kindertagesstätten, den Grundschulen in der Region sowie Horterzieher. Das Thema der Veranstaltung im Beeskower Spreepark hieß "Gestaltung eines erfolgreichen Übergangs von der Kita in die Schule". "Es ist ein wiederkehrendes Thema, was vor allem für Eltern oftmals mit Ängsten verbunden ist", weiß Mitorganisatorin Ramona Ludwig, die als Leiterin in der Beeskower Kita "Kiefernzwerge" arbeitet.

Mit dem Vorsatz, alles richtig machen zu wollen, stehen Familien während des ersten Schuljahres einer Herausforderung gegenüber, die sie allein nicht stemmen können. Darauf verweist Malte Mienert in seinem mehrstündigen Vortrag immer wieder. "Wir wollen selbstbewusste Kinder", sagt er und appelliert an die Pädagogen im Raum, gerade in dieser so wichtigen Lebensphase von Kindern und Eltern, noch besser zusammenzuarbeiten. Dass dies in der Anfangszeit mehr Arbeit bedeute, dessen sei er sich bewusst. "Doch langfristig werde es für alle einfacher", verspricht er den Pädagogen.

Doreen Jannasch, Leiterin der Kita "Storkower Strolche", unterstützt den Ansatz des Erziehungspsychologen. In ihrer Einrichtung werden Kinder gezielt nach ihren Interessen gefördert, um auch den Übergang in die Schule besser hinzubekommen. "Es muss jedoch noch mehr Verständigung zwischen Kita und Schule geben", wünscht sie sich.

Genau dort setzt Malte Mienert an und empfiehlt, dass Erzieher auch am Schulunterricht teilnehmen und diesen mitgestalten sollen. "Laut aktueller Studien sind es die Erzieherin, die beim Vorhersagen der Leistungen von Erstklässlern zu 98Prozent richtig liegen", verdeutlicht der Experte, die Wichtigkeit von Kita-Pädagogen. Eine Verzahnung der unterschiedlichen Einrichtungen mache demnach Sinn.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG