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Im vollbesetzten "Ofenhaus" sorgte der sechste Politische Aschermittwoch für gute Laune bei Publikum und Darstellern

Linke machen, was sie am Besten können

Nichts geht ohne das "Märkische Plapperblatt": Die Redakteurin (Heidi Scheidt, l.) ist angetreten, den "Sumpf" in Bernau trocken zu legen - die Frösche (unter anderen dargestellt von Irene Köppe) leiden.
Nichts geht ohne das "Märkische Plapperblatt": Die Redakteurin (Heidi Scheidt, l.) ist angetreten, den "Sumpf" in Bernau trocken zu legen - die Frösche (unter anderen dargestellt von Irene Köppe) leiden. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 23.02.2015, 06:45 Uhr - Aktualisiert 23.02.2015, 15:11
Bernau (MOZ) Ein voller Erfolg war der 6. Politische Aschermittwoch der Bernauer Linken am Freitag im "Ofenhaus". Er bewies einmal mehr: Kommunal-, Landes- und Bundespolitik gaben und geben genügend Themen für ein abendfüllendes Kabarettprogramm her.

In einem Stall-Verschlag sitzen die beiden Stadtverordneten Dominik Rabe und Michelle Petroll und erhalten von ihrer Fraktionsvorsitzenden Dagmar Enkelmann Nahrung. "Was machst Du denn da?", wundert sich die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Hildegard Bossmann. "Ich füttere meine Drachenbrut", antwortet Enkelmann. "Und womit?", will Bossmann wissen. "Na, mit Bier-man(n)", kommt es zurück.

6. Politischer Aschermittwoch der Bernauer Linken im Ofenhaus
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Aschermittwoch in Bernau

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Diese Bernauer Linken sind im sprichwörtlichen Sinne durchaus so etwas wie eine "Brut". Es gibt kaum ein Thema, vor dem sie Halt machen - und sie nehmen nicht nur ihre politischen Gegner gehörig aufs Korn, sondern auch sich selbst und ihren Bürgermeister. Etwa, wenn Margot Ziemann und Burghard Seeger vor der Rathaus-Kulisse analysieren, wie Stahl sein Versprechen - 24 Stunden arbeiten für Bernau - wahrmachen will. "Der Mann hat eben Visionen" stellt der eine fest. "Visionen sind etwas für Leute, die keine Ideen haben - und davon gibt es im Rathaus schließlich genug", stellt der Gegenüber fest, um dann aufzuzählen: Die CDU will per Live-Streaming alle Stadtverordnetenversammlungen im Internet übertragen, die SPD kostenlose Parkplätze einführen, die Grünen eine alte Scheune in Börnicke zum Event-Center ausbauen und dem Bündnis für Bernau "steht das Abwasser bis zum Hals". Was die Linken tun? "Na die machen das, was sie am allerbesten können: Sie beschäftigen sich mit sich selbst..."

Quer durch die Stadtpolitik geht es an diesem Abend. Das "Märchen von der Wappenuhr" wird erzählt, das Geheimnis um das große Sünden-Buch von Alt-Bürgermeister Branzke gelüftet und beim CDU-Stadtverband ein Gespräch zwischen "Herrn Süß" und "Frau Kurze" belauscht. Nachrichtensprecher Carsten Schmidt kommt besonders gut an. Mit versteinerter Mine gibt er beispielsweise bekannt, dass ab sofort sonntags in Bernau alles dicht gemacht wird - die Stadttore werden geschlossen, an allen Ausfallstraßen Straßensperren errichtet und "die Ausreise am Sonntag ist nur noch in dringenden Familien-Angelegenheiten gestattet!" liest Schmidt vor. Die Maßnahmen dienten der Wiederherstellung der Sonntagsruhe...

Letztlich erweist sich auch Kreisparteichef Sebastian Walter als brillanter "Büttenredner".

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Kommentator 24.02.2015 - 18:03:53

Aschermittwoch nicht nur für die Linken

Ach Frau Mächtig, Aschermittwoch ist auch dafür da, mal über die Linken zu lachen. Aschermittwoch ist nicht nur da, wo sich die Linken über andere lustig machen, sondern auf da, wo sich andere über die Linken lustig machen. Vor allem dann, wenn Ihre Fraktion im Landtag allen Anlass dafür bietet.

Dr. Frank Valentin 24.02.2015 - 08:47:20

Mächtig gewaltig!

Ich bin ein sehr humorvoller Mensch. Aber über Sie und Ihre Chaotentruppe kann ich schon lange nicht mehr lachen.

Margitta Mächtig 23.02.2015 - 22:07:44

Ach Herr Valentin

Der Aschermittwoch lädt ein über Andere und sich zu schimpfen, zu lästern und vor allem zu lachen. Hätten Sie mal vorbei geschaut, einiges hätte auch Ihnen so was von aus dem Herzen gesprochen...

Dr. Frank Valentin 23.02.2015 - 14:32:18

Offenbar

wissen die Linken genau, was mit ihnen los ist. Dass sie nämlich in einem gnadenlosen Opportunismus verharren und deshalb immer wieder ihre Wähler verraten. In Bernau sind das nebenbei bemerkt auch Altanschließer. Auch Linke, am besten sogar mit Kompetenz, werden in Deutschland gebraucht. Es gibt nur keine mehr.

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